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Mittwoch 24.09.2014

"Besser hätte es im Gesamtpaket nicht laufen können"

Kurzinterview mit U19-Kapitän Julius Düker

Mit der U19 von Trainer Sascha Eickel stieg Julius Düker vergangene Saison als Meister der Regionalliga Nord in die A-Junioren Bundesliga auf. Dort läuft der Angreifer als Kapitän auf und legte mit der Mannschaft einen Start von vier Siegen und nur einer Niederlage hin. Zusätzlich kommt er immer wieder in der U23 von Trainer Henning Bürger in der Regionalliga Nord zum Einsatz. Dort erzielte der 18-Jährige bereits zwei Tore für die Löwen. Eintracht.com sprach mit Düker.

Du bist Kapitän der U19, mit der ihr nach dem Aufstieg einen sensationellen Start in der A-Junioren Bundesliga mit vier Siegen in den ersten vier Spielen hingelegt habt. Beschreib mal, wie es ist, in der höchsten Deutschen Spielklasse für A-Junioren zu spielen!

Julius Düker: Der Gegner-, Raum- und Zeitdruck ist viel höher in der Bundesliga. Zudem ist die Qualität sowohl der Mannschaften, als auch der Einzelspieler natürlich viel größer als in der A-Junioren Regionalliga. Letzte Saison haben sich die Teams gegen uns oftmals nur hinten rein gestellt und jetzt treffen wir auf Truppen, die auch Fußball spielen wollen. Da macht das Kicken richtig Spaß!

Neben der U19 bist du mittlerweile auch schon einige Male in der U23 zum Einsatz gekommen und hast dort auch bereits zwei Treffer erzielt. Was sind denn die größten Unterschiede zwischen Jugend- und Herrenfußball?

Düker: Das Spiel ist vor allem viel körperbetonter und auch das Tempo ist höher. Den Ball muss man viel besser abschirmen und stets den Körper dazwischen stellen. Außerdem ist der unbedingte Wille, zu gewinnen sehr hoch und auf dem Platz läuft auch sehr viel über Kommunikation. In der Regionalliga spielen halt gestandene Männer, gegen die man sich durchsetzen muss.

Ist es nicht eine große Belastung für Dich, in beiden Mannschaften zu spielen?

Düker: Sicherlich ist es eine große Belastung, aber ich freue mich riesig darüber, dass ich durch meine Leistungen auf mich aufmerksam machen konnte. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass der U23-Trainer mich auf dem Zettel hat und mir auch das Vertrauen schenkt.

Was war es für ein Gefühl, das erste Mal eingewechselt zu werden und gleich zu treffen?

Düker: Mein erster Einsatz war im Auswärtsspiel bei den Freien Turnern, was für mich als gebürtigen Braunschweiger natürlich etwas ganz besonderes war. Meine Familie und viele meiner Freunde waren bei dem Spiel und zur zweiten Halbzeit wurde ich dann eingewechselt und erzielte den Treffer zur 2:0-Führung. Das war ein überragendes Gefühl und hätte im Gesamtpaket gar nicht besser laufen können.

Wie wurdest du innerhalb der U23 aufgenommen?

Düker: Das ist schon eine ziemliche Umstellung, denn als Jüngster im Team ist es so, dass du alles tragen musst. Die Mannschaft hat mich aber sehr gut aufgenommen. Auf dem Platz zählt am Ende nur deine Leistung, die du bringst und da versuche ich stets mein Bestes zu geben.

Du hast im Sommer dein Abitur gemacht, was tust du neben dem Fußballspielen?

Düker: Ich habe jetzt schon mit 18 Jahren mein Abitur gemacht und war einer der jüngsten in meinem Jahrgang, daher nehme ich mir jetzt ein ganzes Jahr, in dem ich mich nur auf Fußball konzentrieren möchte. Danach möchte ich dann gerne etwas mit Sport studieren.

Foto: eintracht.com

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