125 Jahre Eintracht Braunschweig

"Wir haben uns zu naiv angestellt"

Die Stimmen zur Niederlage in Hannover

Das 4:1 ist bitter. Eintracht gibt die Führung aus der Hand und verliert am Ende deutlich. Die Stimmen zum Spiel.

Daniel Meyer:

"Meine Mannschaft war sehr nervös und hat dann eine schlechte erste Halbzeit gespielt. Wir hatten zu wenig Mut bei eigenem Ballbesitz und defensiv kaum Zugriff. Wir mussten daher viel hinterherlaufen, was richtig Kraft gekostet hat. Das 0:0 zur Halbzeit war glücklich für uns. Wir haben umgestellt und hatten dann auch etwas mehr Spielanteile. Nach der 1:0-Führung haben wir jedoch viel zu schnell den Ausgleich bekommen. Im weiteren Spielverlauf haben wir gesehen, dass wir in den entscheidenden Situationen nicht mehr gut verteidigt haben. Zu fehlender Erfahrung kam dann auch die Müdigkeit nach der kräftezehrenden 1. Halbzeit. Zeitnah einen Doppelschlag zu bekommen, war sehr bitter und eine Vorentscheidung. Im Wissen, was für eine Bedeutung das Spiel für unsere Fans hat, haben wir auch nochmal versucht, mit einem dritten Stürmer einen Impuls zu setzen. Statt wie erhofft den Anschluss herzustellen, bekommen wir dann den 4. Treffer. Das Ergebnis, besonders in der Höhe, fühlt sich natürlich sehr schlecht an. Wir werden uns steigern und weiter hart arbeiten. Für den Moment müssen wir leider anerkennen, dass der Qualitätsunterschied heute zu groß war. Gern hätten wir unseren Fans ein besseres Ergebnis geschenkt. Aber es gibt ja noch ein Rückspiel."

Felix Kroos:
"Die Hannoveraner hatten mehr Chancen und wir müssen uns eingestehen, dass sie verdient gewonnen haben. Ich denke nicht, dass man uns eine fehlende Einstellung oder Aggressivität vorwerfen kann, aber sicherlich gibt es viele Dinge, die wir nicht gut gemacht haben. Wir haben zu viele Chancen zugelassen, zu wenig eigene herausspielen können und zu schnell die Bälle verloren. Wir müssen die Fehler, die wir gemacht haben, analysieren und uns - gerade auch was das Spiel mit dem Ball betrifft - steigern. Jetzt heißt es, nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern positiv zu bleiben."

Jannis Nikolaou:
"Die Niederlage ist sehr bitter. Ein Derby zu verlieren, tut immer weh, aber ein 1:4 ist schon sehr deutlich. Das tut weh, vor allem, weil wir hier in Führung gegangen sind. Meiner Meinung nach haben wir uns danach einfach viel zu naiv angestellt und am Ende leider verdient verloren. Wir müssen die Dinge ansprechen und aufarbeiten. Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht wach genug, das darf uns nicht passieren - erst recht nicht im Derby."