125 Jahre Eintracht Braunschweig

Das Derby im Fokus

Die Löwen reisen in die Landeshauptstadt

Das Niedersachsenderby steht an. Am Samstag reisen die Löwen in die Landeshauptstadt und treffen zum 175. Mal auf den kleinen HSV. Damit gehört es zu den am meisten gespielten Derbys in Deutschland.

Eigentlich sieht sich das Team von der Leine nicht als Zweitligist und träumt von der Bundesliga, doch die sportlichen Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. 2018 stieg man ab, in der folgenden Saison spielte man gegen den Abstieg, schaffte es jedoch dank eines Trainerwechsels und einer guten Rückrunde noch auf Rang sechs. In diesem Jahr soll es nun besser werden. In den bisherigen Spielen fehlte dem qualitativ gut aufgestellten Team noch etwas die Sicherheit im Spiel, zuletzt verlor man in Osnabrück mit 1:2.

Der Kader
Im Sommer haben große Namen den Verein verlassen: Abwehrtalent und letztjähriger Hoffnungsträger Waldemar Anton wechselte zum Bundesligaaufsteiger VFB Stuttgart. Zudem wurde das Missverständnis mit Weltmeister Ron-Robert Zieler beendet, den Torhüter zog es zum FC Köln. Weitere ehemalige Leistungsträger wie Edgar Prib oder Felipe fehlen den Roten in der neuen Saison. Ausgleichen sollen das auch Spieler aus der eigenen Jugend: Gleich vier Spieler hat Trainer Kenan Kocak mit einem Profivertrag ausgestattet, zudem kommt mit Valmir Sulejmani ein Stürmer aus Mannheim, der zuvor die komplette Jugend in der Landeshauptstadt durchlief. Der teuerste Neuzugang ist Patrick Twumasi. Der 26-jährige Rechtsaußen kam für 700.000 Euro vom spanischen Erstliga-Klub Deportivo Alavés.

Trainiert wird das Team von Kenan Kocak. Seit seinem Amtsantritt im  November 2019 holte der 39-jährige 1,67 Punkte im Schnitt und konnte so für Stabilität sorgen. Für ihn ist es das fünfte Spiel gegen Eintracht, keines der vorangegangenen Spiele mit dem SV Sandhausen konnte er gewinnen.

Ein Blick auf die Bilanz
Insgesamt ist es das 175. Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams. In den bisherigen 45 Pflichtspielen hat das Team aus der Landeshauptstadt leicht die Nase vorn: 17-mal konnten die Roten gewinnen, 14-mal spielte man Unentschieden, 14-mal gingen die Löwen als Sieger vom Platz.

"Es ist eine individuell topbesetzte Mannschaft. Auf allen Positionen sind sie gut bestückt. Wir haben Respekt vor der Mannschaft, fahren aber ohne Angst dorthin und wollen unser Spiel auf den Platz bringen", sagt Benny Kessel, der beim 3:0-Derbyerfolg am 29. Spieltag der Bundesligasaison 2013/2014 über 90 Minuten auf dem Platz stand, auf der gestrigen Pressekonferenz.

Foto: Agentur Hübner