Kroos: "Wir müssen uns die Fehler ankreiden lassen"

Die Stimmen zum 0:3 gegen Fürth

Das war ein ganz bitterer Nachmittag für die Eintracht. Die Löwen verlieren am Ende deutlich zu hoch gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 0:3. Besonders bitter ist die Tatsache, dass den Blau-Gelben in der ersten Spielminute ein Elfmeter nach einem Foul an Nick Proschwitz von Schiedsrichter Robert Hartmann verwehrt wurde. Das sorgte nicht alleine für die Niederlage der Löwen, hätte aber einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang der Begegnung haben können. Die Stimmen zum Spiel.

Felix Kroos:
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Das 0:3 hört sich natürlich fies an. Ich glaube nicht, dass es so ein klares Spiel war. In der ersten Halbzeit war es komplett ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Meiner Meinung nach wurden wir klar benachteiligt vom Schiedsrichter. Er begründet seine Entscheidung, den Strafstoß nicht zu geben damit, dass er es verpasst hat, ihn zu geben. Das ist für mich lächerlich, weil es eine spielentscheidende Szene ist. Am Ende hauen wir uns die Dinger irgendwo selber rein, wie es beim 0:2 der Fall war. Dafür müssen wir uns auch die Fehler ankreiden lassen. Wir hatten heute die Chance, das Spiel zu gewinnen, auch wenn sich ein 0:3 klar anhört. Am Ende einer englischen Woche beim Stand von 0:2 zurückzukommen, wird extrem schwer.“

Daniel Meyer:
“Das Ergebnis ist brutal hoch, wenn man das Spiel Revue passieren lässt. In der ersten Halbzeit haben wir es gegen eine Spitzenmannschaft eigentlich ganz ordentlich gemacht, mit einer guten Intensität agiert und vernünftig gegen den Ball gearbeitet. Wir hätten vielleicht sogar durch Kaufmann in Führung gehen können. Im zweiten Durchgang hat Fürth einen Gang höher geschaltet, sodass wir nicht mehr ganz so gut in die Zweikämpfe gekommen sind. Es sind dennoch nur wenig klare Torraumszenen für die Fürther herausgekommenen. Nach dem Gegentor haben wir versucht zu reagieren, indem wir drei frische Spieler eingewechselt und umgestellt haben. Wir hatten in Person von Abdullahi die Riesenchance, den Ausgleich zu erzielen - sowas dürfen wir nicht weglassen! Es ist aber indiskutabel, wie wir das zweite Gegentor kassieren. Das sind die Dinge, die wir Woche für Woche besprechen. Damit machen wir uns das Spiel kaputt, weil wir da gerade eine gute Phase hatten. Das war der Genickbruch für diese Begegnung. Das wir das dritte Gegentor in der Nachspielzeit bekommen, macht den bitteren Nachmittag perfekt.“

Stefan Leitl:
“Es war nach dem 0:4 gegen Darmstadt heute ein schwieriges Spiel für uns. Man hat uns in den ersten Minuten angesehen, dass uns das noch in den Kleidern gesteckt hat. Zu Beginn waren wir nicht ganz so mutig und druckvoll. Trotzdem hat sich meine Mannschaft von Minute zu Minute in die Partie reingekämpft. Die langen und weiten Bälle der Braunschweiger haben wir gut verteidigt. Wir wussten, dass wir in der zweiten Hälfte die eine oder andere Chance bekommen würden. Letztendlich sind wir glücklich, dass wir heute in der Summe auch verdient gewonnen haben.“

Foto: Agentur Hübner