Müller: "Ich mache gute Fortschritte"

Der 20-jährige Angreifer im Interview

Sebastian Müller, der Leihweise von Arminia Bielefeld zu den Löwen wechselte, verletzte sich ausgerechnet bei seinem ersten Einsatz für die Blau-Gelben im DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV am Knie. Im Interview mit eintracht.com spricht er über seine aktuelle Situation und den Umgang mit seiner Verletzung.

Hallo Basti, jetzt ist es knapp einen Monat her, dass Du Dich bei Deinem Debüt für die Löwen verletzt hast. Wie ist es Dir in den vergangenen Wochen ergangen?
Sebastian Müller:
"Den Umständen entsprechend gut. Ich musste anfangs etwas warten, dass die Schwellung zurückgeht, aber danach habe ich direkt mit dem Training losgelegt und bin seitdem jeden Tag am Trainieren und beim Physiotherapeuten."

Wie geht es Dir aktuell und wie läuft die Reha?
Müller:
"Ich mache gute Fortschritte und kann auch schon ohne Krücken laufen. Bald geht es in die Spielbelastung, dann schauen wir, wie das funktioniert. Ich bin aber guter Dinge, es läuft wirklich erfreulich. In ein paar Wochen kann ich hoffentlich auch wieder mit dem Ball trainieren."

Blicken wir doch mal zurück: Wie war der Moment der Verletzung für Dich? Hast Du direkt gemerkt, dass etwas nicht stimmt?
Müller:
"Ja, ich habe beim Aufkommen sofort gemerkt, dass etwas kaputt ist. Luc war neben mir und ich habe ihm gleich signalisiert, dass ich mich verletzt habe. Die Physios und der Doc sind direkt gekommen und haben mich versorgt. Ich wollte aber gerne weiterspielen, weil mich die Fans und die Tatsache, dass es mein Debüt für die Eintracht gewesen ist, so gepusht haben. Ich hatte durch das viele Adrenalin auch keine Schmerzen. Dadurch konnte ich dann die erste Halbzeit noch durchziehen. Ab der Halbzeitpause war es dann leider für mich vorbei.“

Wie gehst Du als junger Spieler jetzt mit so einer Situation um? Zumal es ja Deine erste große Verletzung in Deiner Karriere ist.
Müller:
“Ich versuche das zu beeinflussen, was ich beeinflussen kann. Ich richte meine Ernährung und meinen Tagesablauf komplett nach der optimalen Genesung, gehe jeden Tag mindestens zwei Stunden zum Training und nehme möglichst viele Physiotermine wahr. Bis jetzt funktioniert das auch sehr gut. Dabei mache ich mir aber auch nicht zu viel Druck, denn ich glaube, es ist eher kontraproduktiv, wenn man zu viel darüber nachdenkt, ob alles nach den Vorstellungen läuft. Ich ziehe das Training und die Reha weiter konzentriert durch und bin überzeugt davon, dass ich schnellstmöglich wieder fit bin.“

Wie ist der Kontakt zu deinen Teamkollegen momentan?
Müller:
"Viele der Jungs haben sich nach der Verletzung bei mir gemeldet und ich stehe mit einigen noch in regelmäßigem Kontakt. Mehrere Spiele konnte ich auch schon wieder live im Stadion erleben. Wenn alles weiter so gut läuft, bin ich auch bald wieder bei der Mannschaft, was mir sehr wichtig ist."

Es ist ja wirklich ärgerlich, dass Du momentan nicht helfen kannst. Ende Oktober, wenn alles gut geht, bist Du zurück. Wie verbringst Du bis dahin deine freie Zeit?
Müller:
"Ich finde es ist kein großer Unterschied zur normalen Trainingsbelastung, was die freie Zeit angeht. Überwiegend bin ich in meiner Heimat Köln, weil ich dort die Reha absolviere. Neben den täglichen Trainingseinheiten lese ich viel und gucke meine Serien, ab und zu kommen auch meine Freunde vorbei."

Vielen Dank Basti, weiterhin gute Genesung und bis hoffentlich bald auf dem Trainingsplatz!