Spielerisch gut, doch seit November sieglos
Der SC Preußen Münster in der Vorschau
Am Sonntag empfängt die Eintracht mit Preußen Münster einen direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte. Dennoch kommt ein Gegner an die Hamburger Straße, der spielerisch sehr ordentlich unterwegs ist - doch bei dem Punktetechnisch der Motor stottert. Seit November wartet die Mannschaft von Trainer Alexander Ende auf einen dreifachen Punktgewinn und rutschte nach ordentlicher Hinrunde in der Tabelle ab.
Wissenswertes
- Kein Team holte weniger Siege: Mit 23 Punkten belegt Münster Rang 15 und hat somit natürlich alle Chancen auf den Klassenerhalt. Interessant ist ein Blick auf die Saisonbilanz, denn nur fünf Siege holten die Preußen - kein Team feierte weniger “Dreier”. Acht Unentschieden kommen on top dazu - nur Darmstadt trennte sich häufiger Remis.
- Zweikampfmaschinen: Interessante Statistik: Mit 51 Prozent gewonnener Zweikämpfe weist Münster die zweitbeste Quote aller Zweitligisten aus, nur Hannover gewinnt im Schnitt noch mehr direkte Duelle für sich.
- Abschlüsse braucht das Team: Nur 27 erzielte Treffer, damit ist klar, wo der Schuh wirklich drückt: Münster braucht mit elf Versuchen relativ viele Torschüsse, um zu jubeln. Zugleich gaben nur zwei Ligakontrahenten weniger Torschüsse ab als die Preußen.
Unter Beobachtung
- Paul Jaeckel: Der Ex-Braunschweiger ist richtig angekommen in Münster und spielt seit seinem festen Wechsel von Union Berlin jedes Spiel - sofern der Verteidiger nicht gesperrt fehlt. Im Heimspiel gegen Kaiserslautern trug er zuletzt sogar die Binde - ein Ausdruck der Wertschätzung und des Stellenwerts von Jaeckel.
- Jorrit Hendrix: Der etatmäßige Kapitän ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Preußen, doch er fehlte zuletzt gegen den FCK aufgrund einer Kapselverletzung im Knie. Geht alles seinen Gang, kehrt Hendrix am Wochenende in den Spieltagskader zurück. Zwei Tore und zwei Vorlagen steuerte der Niederländer in dieser Saison bei, ist darüber hinaus aber auch der Initiator vieler Umschaltmomente.
- Imad Rondic: Die Abschlussschwäche im Angriff soll der ehemalige Kölner Mittelstürmer abmildern. Rondic ist vom “Effzeh” bis zum Sommer ausgeliehen, traf bislang ein Mal und legte einen weiteren Treffer direkt auf. Der Bosnier ist schnell angekommen und soll auch in den kommenden Wochen eine wichtige Alternative im Angriff darstellen.
Die Lage
Gefühlt steckt die halbe Liga im Abstiegskampf - aufgrund des engen Tabellenfeldes kann sich kein Team wirklich zurücklehnen. Dies trifft ebenso auf die Eintracht wie auf die Gäste aus Münster zu.
Die Preußen sind nach der Übernahme von Cheftrainer Alexander Ende wirklich gut in die Saison gekommen und mit 20 Punkten aus der Hinrunde durfte man zufrieden sein. Insbesondere die spielerische Linie der Preußen findet ligaweit Beachtung - zuletzt stotterte der Motor aber trotzdem. Nach dem dreifachen Punktgewinn im Derby bei Arminia Bielefeld wartet Münster auf seinen Sieg in Liga zwei - oder anders: Seit Ende November gelang dem SC kein weiterer Sieg mehr. Im Kalenderjahr 2026 sammelten die Ostwestfalen lediglich drei Punkte ein und rutschten so in der Tabelle ab. Mit aktuell 23 Punkten belegt Münster Rang 15 - und befindet sich damit knapp über dem Strich. Zuletzt unterlag die Ende-Elf im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:3.
Letzte Begegnung
Keine guten Erinnerungen haben die Löwen an das Hinspiel. An der Hammer Straße unterlag die Backhaus-Elf mit 1:3 und lieferte seinerzeit keine gute Leistung ab. Gegen spielerisch starke Münsteraner fand die Eintracht keine Lösungen - lag aber dennoch zur Halbzeit lediglich 0:1 zurück. Doch kurz nach Wiederanpfiff besiegelte ein Doppelschlag von Etienne Amenyido und Oliver Batista Meier die Niederlage, der Treffer von Erencan Yardimci zum 1:3 blieb nur Ergebniskosmetik.
Foto: DFL/Getty Images/Lilas Schulze