
Aufsteiger Bielefeld mischt die 2. Bundesliga auf
Pokalfinalist mit starkem Saisonstart
Drei Spieltage sind absolviert und die Arminia hat gezeigt, dass sie in der 2. Bundesliga angekommen ist. Der 5:1-Auftaktsieg gegen Fortuna Düsseldorf war ein Statement, der anschließende 2:0-Erfolg in Kiel die Bestätigung ihrer Frühform. Und auch im DFB-Pokal konnte sich die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat gegen Erstligist Werder Bremen mit 1:0 durchsetzen und reitet die Erfolgswelle im nationalen Pokalwettbewerb weiter. Mit sechs Punkte weisen die morgigen Gäste ebenso viele Zähler auf der Habenseite auf wie die Löwen.
Wissenswertes:
- Bielefelds größtes Markenzeichen ist das Laufpensum: Keine andere Mannschaft lief an den ersten drei Spieltagen mehr als die Ostwestfalen. In drei der vier Partien mit den größten Laufstrecken war die Arminia beteiligt.
- Auch bei den schnellsten Aktionen liegt Bielefeld vorn: Mit durchschnittlich 167 Sprints pro Spiel gehören die Ostwestfalen zu den Top-Teams in dieser Disziplin. Dazu kommen beeindruckende 752 intensive Läufe pro Partie, ebenfalls Bestwert der Liga. Damit setzt die Mannschaft von Mitch Kniat ihre Gegner permanent unter Druck.
- Die enorme Intensität hat Nebenwirkungen: Bereits elf Gelbe Karten und zwei Platzverweise stehen für die Arminia zu Buche. Trotz hoher Laufleistung und Tempo gilt das Team aber nicht als übermäßig unfair. Vielmehr sind es die vielen engen Zweikämpfe, die immer wieder Verwarnungen nach sich ziehen.
Unter Beobachtung:
- Noah Sarenren Bazee
Der 29-Jährige Mittelfeldspieler konnte in dieser Saison bereits zwei Tore erzielen. Seit August 2023 steht er bei Arminia unter Vertrag. Seine Stärken liegen insbesondere in der Geschwindigkeit, seinen Dribblings und seiner Abschlussstärke, was ihn für die Bielefelder zu einem Schlüsselspieler macht. Im Team gilt er als wichtige Stütze. Mit seinen Treffern und Vorlagen setzte er bereits in der Vergangenheit entscheidende Impulse, so auch im DFB-Pokalhalbfinale in der Saison 2024/2025. - Joel Grodowski
Mit Preußen Münster gelang ihm bereits der Aufstieg in die 2. Bundesliga, mit dem DSC gelang ihm dieser Erfolg im Sommer ein zweites Mal. Auch er trug sich bisher zweimal in die Torschützenliste ein. Der Mittelstürmer scheint angekommen auf der Alm, sein Riecher vor dem Tor soll auch in Zukunft ein wichtiger Erfolgsgarant bleiben. - Marius Wörl
In der vergangenen Woche bebte die Alm, als Marius Wörl den Rasen betrat. Dabei tat er das nicht etwas mit Fußballschuhen, sondern noch in privater Kleidung. Denn Wörl kickte bereits in den vergangenen beiden Jahren für den DSC, jedoch auf Leihbasis. Nun kehrte er aus Hannover zurück nach Bielefeld und machte damit viele Fans glücklich. In Braunschweig könnte Wörl sein Comeback im Arminen-Trikot geben.
Die Lage:
Beide Teams starteten mit zwei Siegen in die Saison und verloren zuletzt erstmals. Sowohl die Eintracht als auch die Arminen sind damit stark gestartet. Die morgigen Gäste konnten sogar noch ein Highlight draufsetzen: Sie besiegten mit dem SV Werder Bremen in der 1. Pokalrunde - mal wieder - einen Bundesligisten und setzten damit ihre Erfolgsgeschichte im DFB-Pokal fort. Aber auch die Eintracht spielte ein grandioses Duell gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart, an dessen Ende Dienstagabend die extrem bittere Niederlage im Elfmeterschießen stand.
Das letzte Aufeinandertreffen
Ein Blick auf die letzte Begegnung lohnt sich definitiv. Am 5. März 2023 gastierte die Arminia zuletzt an der Hamburger Straße und führte seinerzeit bereits nach 20 Minuten deutlich mit 3:0. Damals auf der Trainerbank des DSC? Der spätere Eintracht-Cheftrainer Daniel Scherning! Der coachte damals das Team, welches früh wie deutlich Kurs in Richtung Auswärtssieg nahm. Doch die Eintracht kam zurück, bereits vor der Halbzeit verkürzten die Löwen durch einen Doppelpack von Immanuel Pherai auf 2:3. Nach dem Seitenwechsel war es dann Anthony Ujah, der auf 3:3 stellte und wenigstens noch das Remis sicherte. Nach der Partie musste Scherning bei der Arminia gehen, dennoch stiegen die Bielefelder am Ende der Spielzeit ab und kehrten erst in diesem Sommer in Liga zwei zurück. Die Löwen hielten die Klasse.
Foto: DFL/Getty Images/Reinaldo Coddou H.