Eintracht unterliegt in Lautern mit 0:1

Drei verletzungsbedingte Wechsel runden gebrauchten Tag ab

Die Eintracht bleibt im fünften Ligaspiel in Folge sieglos und unterliegt beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:1. Den Treffer des Tages erzielte ausgerechnet Ex-Löwe Erencan Yardimci in der 73. Spielminute. Zu allem Überfluss musste Cheftrainer Lars Kornetka insgesamt drei Mal verletzungsbedingt Wechseln. 

Ausgangslage:
Die Eintracht wollte vor der anstehenden XXL-Länderspielpause unbedingt Punkte einfahren, um mit positivem Gefühl die zwei freien Wochenenden verbringen zu können. In der Vorwoche konnten die Löwen bereits die Niederlagenserie beenden und trennten sich von der SG Dynamo Dresden mit einem 2:2-Remis. 

Aufstellung:
Für drei Veränderungen entschied sich Cheftrainer Lars Kornetka bei seiner Startaufstellung. Noah Katterbach startete auf der linken Defensivseite für den unter der Woche angeschlagenen Fabio Di Michele Sanchez, Jan Urbich ersetzte in der Spitze den verletzten Maximilian Entrup. Spannend war zudem die Startelfnominierung für Isidoros Koutsidis, der damit sein Debüt in der 2. Bundesliga feierte. Dafür nahm Andi Hoti auf der Bank Platz. 

Die Partie:
Kaum war die Partie angepfiffen, sah sich Kornetka schon zum ersten Wechsel gezwungen. Ausgerechnet bei Debütant Isidoros Koutsidis machte der linke Oberschenkel früh nicht mehr mit, er wurde durch Andi Hoti ersetzt. Kurz drauf gab es den ersten Abschlussversuch der Hausherren, doch der Freistoß von Kapitän Marlon Ritter landete in der Mauer und brachte letztlich keine Gefahr (12‘). Dann meldete sich die Eintracht in der Offensive doppelt an, doch erst köpfte Aaron Opoku vorbei, dann scheiterte Jan Urbich an Keeper Julian Krahl (17‘ und 20‘). Und ein Unglück kommt selten allein, so musste wenige Minuten später auch Urbich vom Feld. Der Angreifer klagte über Schmerzen im Fuß, weiter ging es auch für ihn nicht. Für ihn kam Jovan Mijatovic ins Spiel (27‘). Bis zur Halbzeit sollten nicht mehr die großen Highlights folgen, wenngleich Thierry Tazemeta aus spitzem Winkel die dickste Möglichkeit hatte. Sein Versuch ging aber doch klar über den Querbalken (43‘). Und bereits vor Ende kündigte sich der dritte verletzungsbedingte Wechsel bei der Eintracht an. Innenverteidiger Hoti kämpfte mit Oberschenkelproblemen, rettete sich aber zumindest bis zur Halbzeit durch das Spiel, um nicht in Durchgang eins das dritte und damit letzte Wechselfenster auszuschöpfen. 

Hoti blieb dann aber erwartbar in der Kabine, Lukas Frenkert verteidigte nun an der Seite von Kevin Ehlers in Durchgang zwei. Die Eintracht erwischte einen ordentlichen Start in Hälfte zwei, doch beim Fernschuss von Samuele Di Benedetto war Krahl sicher zur Stelle (53'). Wenn die Lauterer in dieser Phase gefährlich wurden, dann nur, weil die Löwen Fehler machten. Aber Thorben Hoffmann rettete gegen Kanaté sicher und resolut (55'). Kurz danach köpfte Kevin Ehlers eine BTSV-Ecke auf das Tordach, das war durchaus knapp (61'). Das Spiel war ausgeglichen und keineswegs hochklassig, immer wieder ging es bei beiden Teams nicht über Ansätze hinaus, wenngleich die Löwen offensiv etwas gefälliger wirkten. Bis zur Minute 73, als der Eintracht eine eigene Ecke um die Ohren flog. Krahl sicherte sich das Leder und machte dann per langem Schlag das Spiel schnell. Die Restverteidigung der Löwen passte in diesem Moment nicht, sodass Memo Aydin sowohl gegen Kanaté als auch gegen Yardimci verteidigen musste. Im hart geführten Zweikampf setzte sich der FCK durch, Ex-Löwe Yardimci überlupfte Hoffmann und stellte auf 1:0 (73'). Und ähnlich wie in Osnabrück bot die Kornetka-Elf defensiv nun viel an, doch Yardimci und Tazemeta scheiterten kurz nach der Führung (77' und 79'). Und der FCK blieb angetrieben vom Betzenberg auf dem Gaspedal, doch Sahin traf nur den Pfosten (81'). Kornetka probierte nochmal, mit personellen Wechseln ins Spiel einzugreifen. Doch die Schlussoffensive blieb aus, die Eintracht kam nicht mehr zurück. Für die Löwen war es das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg in der Liga. 

Für die Eintracht ist nun Länderspielpause. Erst am Freitag, dem 9. Oktober um 18.30 Uhr, geht es mit dem Heimspiel gegen Holstein Kiel weiter. 

Das Spiel im Stenogramm:
1.FC Kaiserslautern
Krahl – Murphy, Gyamfi, Ritter (C) (65' Yardimci), Sahin, Kanaté (89' Berisha), Haas, Joly (80' Asta), Elvedi, Robinson (65' Kunze), Tazemeta (80' Sauer).

Eintracht
Hoffmann (C) – Katterbach, Flick, Sturm, Aydin (84' Zé), Di Benedetto (84' Tempelmann), Marie, Opoku, Ehlers, Koutsidis (9‘ Hoti; 46' Frenkert), Urbich (27‘ Mijatovic).

Tore:
1:0 Yardimci (73')

Gelbe Karten:
Kunze  / Ehlers, Flick

Schiedsrichter:
Jarno Wienefeld

Zuschauer auf dem Betzenberg:
44.053 (darunter rund 1.100 Eintracht-Fans)