Frenkert: "Können auf hohem Niveau mithalten"
Die Stimmen zum Pokalaus gegen Union Berlin
2:1 geführt, lange deutlich mehr als Paroli geboten, doch am Ende reicht es leider knapp nicht gegen den Bundesligisten. Die Stimmen zum Spiel.
Lukas Frenkert:
“Jetzt im Moment sind wir alle extrem enttäuscht. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf hohem Niveau spielen und mithalten können. Auch die Reaktion der Fans hat gezeigt, dass wir heute eine gute Leistung auf den Platz gebracht haben. Sowohl für uns, als auch für unsere Fans ist das Ergebnis also leider enttäuschend und sehr bitter. Dennoch standen sie die gesamten 90 Minuten hinter uns und haben uns angefeuert. Es fühlt sich gerade einfach sehr komisch an, weil wir die gesamte Zeit über das Gefühl hatten, dass wir die Oberhand haben und gut drin sind. Wir gehen zwei Mal vor heimischer Kulisse in Führung und haben das leider aus der Hand gegeben. Zum Ende hin aber wir alles gegeben, um das 3:3 zu machen, standen dadurch hinten offen. So fangen wir uns dann das 4. Gegentor. Dementsprechend sind wir alle enttäuscht. Es darf jetzt die nächsten 1-2 Tage wehtun, aber dann müssen wir unseren Blick auf das Spiel am Freitag gegen Hertha mit freiem Kopf legen.”
Noah Katterbach:
“Es war mein erster Startelf-Einsatz für die Löwen. Vor der wahnsinnigen Kulisse hat es mir einfach super viel Spaß gemacht. Umso bitterer ist es natürlich, dass wir heute verloren haben. Dennoch haben wir ein super Spiel abgeliefert und können daraus Einiges für die kommende Woche gegen Hertha BSC mitnehmen. Wir konnten Vieles von dem umsetzen, was das Trainerteam uns mitgegeben hat. Wir hatten viele Positionswechsel im Flügel, also haben unsere Spieler heute sehr viel rotiert. Das hat insgesamt sehr gut geklappt. Der Fußball, den wir hier spielen, passt super zu meinem Spielstil, weil ich jemand bin, der alles gerne spielerisch löst. Genau das fordert der Ansatz vom Chefcoach. Das kommt mir als Spielertyp sehr entgegen.”
Lars Kornetka:
“Glückwunsch zum Weiterkommen an Union. Das hätten wir uns auch gewünscht. Über weite Strecken haben wir uns heute auch erarbeitet, dort hinzukommen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben starke Phasen gehabt und sind in Situationen gekommen, die wir uns mit Rochaden über die Flügel so vorgestellt haben. Dann gehen wir in Führung. Nach dem 1:0 haben wir mit dem Ball Probleme gehabt, weil Union uns gut zugestellt hat. Wir konnten in der Phase unsere Achter und Außenbahnspieler nicht finden. In Folge des 1:1 haben wir nochmal probiert, auf die Jungs Einfluss zu nehmen. Zum Ende der ersten Hälfte haben wir es wieder vermehrt geschafft, die Partie auf unsere Seite zu ziehen. In der zweiten Hälfte waren wir mit Ball sehr dominant, aber auch gegen den Ball in der Restverteidigung haben wir Vieles gut im Griff gehabt. Klar, es kann gerade gegen so eine kopfballstarke Mannschaft immer mal wieder passieren, dass diese Hünen Gefahr bringen. Da haben wir uns auch drauf vorbereitet. Trotzdem ist es nicht immer möglich, alles wegzunehmen. So haben wir zu viele Standards zugelassen. Ich mache da aber niemandem einen Vorwurf, das ist eine Bundesliga-Mannschaft mit Qualität in der Luft. Danach haben wir probiert, wieder dominanter zu werden, uns Torchancen zu erarbeiten. Beim Stand von 2:1 hatten wir genug Möglichkeiten schon auf 3:1 zu erhöhen. Auch beim Stand von 2:2 war das der Fall. Es ist uns auch im Rückstand nicht gelungen. Es tut weh. Wir haben das auch in der Kabine besprochen. Wir hatten den Traum, lange in dem Wettbewerb dabei zu sein. Natürlich ist uns aber klar, dass wir auch Aufgaben in der Liga haben, die brutal wichtig sind. Da müssen wir punkten und wir haben eine kurze Woche vor uns. Auf das Spiel am Freitag werden wir uns gut vorbereiten.”
Mauro Lustrinelli (Cheftrainer 1. FC Union Berlin):
“Eintracht hat es gut gemacht heute. Sie haben genau das Spiel umgesetzt, was wir erwartet haben. Trotzdem sind wir gut in das Spiel reingekommen, verpassen allerdings den Führungstreffer. Dann gehen wir zweimal in Rückstand und dennoch konnte meine Mannschaft in gewisser Weise die Ruhe bewahren. Wir haben so weiter gemacht als wäre nichts passiert. In der zweiten Hälfte konnten wir mehr Kontrolle und Organisation auf den Platz bringen. Damit konnten wir unser Spiel verbessern. Am Schluss ist es glaube ich ein verdienter Sieg.”
Foto: Kai Falk