Frenkert: "Uns hat der letzte Zug gefehlt"

Die Stimmen nach der 0:2-Niederlage in Fürth

Die Löwen unterliegen beim Kleeblatt mit 0:2 nach einem Doppelpack vom Fürther Felix Klaus.
Die Stimmen zum Spiel.

Lukas Frenkert
„Wir haben heute mehr als genug Chancen dieses Spiel zu gewinnen. Das ärgert mich extrem. Bei den Gegentoren macht es Fürth natürlich auch clever, manche Situationen kannst du auch nicht verhindern. Vom Gefühl her standen wir heute deutlich öfter vor dem Tor als der Gegner, der gefühlt aus den drei Chancen zwei Tore macht. Es ist uns heute nicht gelungen, unsere Chancen zu nutzen - das musst du allerdings in der 2. Bundesliga, um ein Spiel zu gewinnen. Da müssen wir dran arbeiten, um besser mit unseren Chancen umzugehen. Heute hat uns der letzte Zug gefehlt, um den Ball reinzudrücken. Wir hatten das Spiel eigentlich gut im Griff und haben wenig zugelassen. Trotzdem haben wir dann etwas das Tempo verloren und uns irgendwie beeindrucken lassen, dass wir unsere ersten Chancen nicht nutzen konnten. Fürth war dann eiskalt und genau diese Kaltschnäuzigkeit hat uns heute gefehlt, um hier was mitzunehmen. Es ist wichtig, dass wir heute enttäuscht und unzufrieden mit der Niederlage sind. Ganz klar ist, dass vor uns eine besondere Woche liegt. Jetzt dürfen wir alle sauer sein - jeder Einzelne, der es mit Eintracht Braunschweig hält. Aber am kommenden Wochenende brauchen wir maximalen Zusammenhalt: von außen wie von innen. Den Support wollen und müssen wir nutzen, um dann im Derby ein gutes Spiel und Ergebnis zu zeigen."

Florian Flick
„Es tut extrem weh, weil in dem Spiel viel mehr drin gewesen war. Fürth war heute in den richtigen Momenten cleverer und abgezockter. Wir haben in den entscheidenden Momenten zu lange gebraucht. Fürth hat dann aus den drei Chancen die sie hatten, zwei Tore gemacht. Da haben sie uns gezeigt, wie man schnell mit zwei Kontakten abschließt. Es war ein ziemlich einfaches Spiel von Fürth, was zum Erfolg geführt hat. Wir müssen mehr Konstanz reinbekommen und müssen dieses Auf und Ab abstellen."

Lars Kornetka
„Ich bin vom Spielverlauf extrem enttäuscht, weil wir mit leeren Händen jetzt nachhause fahren müssen. Das war vorher nicht so abzusehen. Wie wir ins Spiel gekommen sind war gut, wir hatten unsere Momente und wussten worauf wir uns vorbereiten müssen. Es ist uns schon immer wieder gelungen, durch die Ordnung von Fürth durchzuspielen. Es ist so ein 50:50 Spiel. Am Ende kriegen wir dann aus einer Situation, die eigentlich gar nicht so brenzlig war, das 0:1. Danach müssen wir uns erstmal wieder berappeln, weil das so ein Momentum ist, was nicht so einfach zu verkraften ist in dem Moment. In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal alles versucht. Es war klar, dass es auf beiden Seiten zu Umschaltmomenten kommt. Wir hatten mehrere Situationen, in denen wir gefährlich in der Box sind. Am Ende muss man aber auch den Hut vor Fürth ziehen, vor der Art und Weise, wie sie das heute hier verteidigt hat. Trotzdem haben wir die Qualität das besser auszuspielen, da fehlte heute immer der letzte Pass. Da muss am Ende einfach mehr rauskommen. Mit dem Konter und dem 0:2 war es dann mehr oder weniger besiegelt. Was man uns zu Gute halten muss und darf ist, dass wir danach weiter an und geglaubt haben und uns weitere Chancen erspielt haben.“

Heiko Vogel (Trainer SpVgg Greuther Fürth)
„Wir wussten, dass das heute kein leichtes Spiel wird, auch vom Kopf her. Wir alle können eine Tabelle lesen. Wir sind denkbar schlecht ins Spiel gestartet. Man hat gesehen, dass die Eintracht mit der von der letzten Saison nicht mehr viel zutun hat. Es ist eine junge, sehr veranlagte Mannschaft, die spielerisch sehr gute Akzente setzt. Wir haben gewonnen, weil wir uns reingerissen haben und eine Facette gezeigt haben, die wir so noch nicht zeigen mussten, konnten, wollten. Das zu Null freut mich besonders, weil wir eine Gier, eine Galligkeit auf dem ganzen Platz gezeigt haben. Der Gegner hat uns heute echt gefordert. Mich freut es vor allem für die Mannschaft und die Fans, die uns tatkräftig unterstützt haben. Ich bin sehr, sehr glücklich.“

Foto: Wolfgang Zink