Frischer Start an der Elbe

Der 1. FC Magdeburg in der Vorschau

Auftakt in der Avnet Arena! Der Saisonstart führt die Eintracht erneut zum 1. FC Magdeburg. Die Blau-Weißen wollen nach einer starken Vorbereitung mit einem Heimsieg in die neue Spielzeit starten und den schwierigen Kampf um den Klassenerhalt in der vergangenen Saison vergessen machen. Alles Wissenswerte zum ersten Gegner der Saison gibt es in unserer Vorschau.

Wissenswertes

  • Starke Heimkulisse: Die Avnet Arena zählt regelmäßig zu den stimmungsvollsten Spielstätten der Liga. Der FCM startet mit einem Heimspiel in die Saison und will die Euphorie nach einer überzeugenden Vorbereitung direkt mitnehmen. Einziges Manko: Magdeburg geht in seine sechste Saison in der 2. Bundesliga und startete noch nie mit einem Sieg.
  • Sander, der Heilsbringer: Magdeburg stand in der Vorsaison nach dem 26. Spieltag auf dem letzten Platz. An den letzten acht Spieltagen gelangen dann jedoch noch fünf Siege und damit der Klassenerhalt. Der mittlerweile 65-jährige Petrik Sander legte 2025/26 somit das überraschendste Trainer-Comeback der Saison hin. Vor 20 Jahren war er bereits mit dem FC Energie Cottbus in die Bundesliga aufgestiegen, war für 40 Spiele Erstliga-Coach und besiegte gar Trainerkollegen wie Jürgen Klopp und Jupp Heynckes.
  • Mutiger Fußball: Auch unter Sander soll der FCM seiner offensiven Spielidee wie in der Rückrunde treu bleiben. Die Blau-Weißen suchen früh den Weg nach vorne, wollen den Ball kontrollieren und ihre Gegner mit hohem Tempo unter Druck setzen. Die erfolgreiche Vorbereitung hat gezeigt, dass diese Spielweise bereits wieder gut funktioniert. 

Unter Beobachtung

  • Baris Atik: Der Offensivspieler bleibt das kreative Herz der Magdeburger. Mit seiner Technik, seinen gefährlichen Standards und seinem Zug zum Tor prägt der 31-Jährige das Angriffsspiel des FCM seit Jahren. Kurz vor Saisonbeginn verlängerte Atik seinen Vertrag langfristig.
  • Dominik Reimann: Seit mehreren Jahren zählt der Torhüter zu den verlässlichsten Akteuren der Elbestädter. Als Kapitän übernimmt der Schlussmann Verantwortung und überzeugt sowohl mit starken Paraden als auch mit seiner Ruhe und Übersicht im Spielaufbau.
  • Mateusz Zukowski: Nach einer starken Rückrunde bleibt der Stürmer den Magdeburgern erhalten und unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2029. Mit seinem hohen Tempo, seiner Torgefahr und 17 Treffern in der vergangenen Saison gehört der Angreifer zu den wichtigsten Offensivkräften des FCM.

Die Lage

Der 1. FC Magdeburg blickt mit Optimismus auf den Saisonauftakt. Nach einem schwierigen Jahr mit vielen Aufs und Abs und insgesamt 15 Spieltagen auf einem direkten Abstiegsplatz blieb man deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Die Vorbereitung zur Saison 2026/27 verlief nun nahezu ideal. Die Mannschaft blieb in allen Testspielen ungeschlagen und präsentierte sich defensiv deutlich stabiler als noch in der Vorsaison. Fünf Siege und ein Remis – darunter ein 1:1 gegen Premier-League-Absteiger West Ham United – sorgen für reichlich Selbstvertrauen. Cheftrainer Petrik Sander trat dennoch auf die Euphoriebremse und betonte mehrfach, dass die guten Ergebnisse aus der Vorbereitung erst zum Ligastart bestätigt werden müssten. Das Ziel ist dennoch klar: In der neuen Saison soll der Klub möglichst früh Abstand zum Tabellenkeller gewinnen. Ein entscheidender Ansatzpunkt ist dabei die Chancenverwertung. Obwohl die Magdeburger in der vergangenen Saison ligaweit die meisten Torchancen herausspielten, fehlte es lange an der nötigen Effizienz. Erst in der Rückrunde fand die Offensive um Baris Atik und den zu Saisonbeginn verletzten Mateusz Zukowski zu ihrer Stärke. Vor allem Zukowski drehte auf und erzielte insgesamt 17 Saisontore, wodurch er nicht nur das Interesse einiger Bundesligisten auf sich zog. Seine Vertragsverlängerung beim “Club” bis 2029 sorgte demnach für ordentlich Jubel an der Elbe. Auch der Verbleib von wichtigen Säulen und Identifikationsfiguren des Teams wie Spielmacher Baris Atik, Tobias Müller und Torhüter Dominik Reimann war wichtig für den weiteren Weg des FCM. Dank der Einnahmen aus dem Verkauf von Rayan Ghrieb konnten unter anderem mit Tony Reitz, Ex-Löwe Paul Jaeckel, Düsseldorfs Emmanuel Iyoha und Rückkehrer Moritz Kwarteng zudem noch gezielt Verstärkungen verpflichtet werden. Um das angestrebte Ziel eines ruhigen Saisonverlaufs zu erreichen, braucht es jedoch nicht nur eine gefestigte Defensive, sondern auch eine Mannschaft, die ihre zahlreichen Torchancen konsequenter nutzt. Darauf leigt nun zum Start der neuen Spielzeit der Fokus in Magdeburg.

Letzte Begegnung

Im letzten Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Magdeburg mussten sich die Löwen vor heimischer Kulisse mit 0:3 geschlagen geben. Die Gäste erwischten den besseren Start und kamen bereits in der Anfangsphase zu guten Möglichkeiten, doch Thorben Hoffmann bewahrte die Eintracht zunächst mit einer starken Parade vor dem frühen Rückstand. Erst nach rund 20 Minuten fanden die Braunschweiger besser in die Partie und näherten sich durch einen Distanzschuss von Sven Köhler sowie einen Kopfball von Erencan Yardimci erstmals dem gegnerischen Tor an. Kurz vor der Pause belohnte sich der FCM jedoch für seine spielerische Überlegenheit: Nach einem Angriff über Baris Atik staubte Mateusz Zukowski zur 1:0-Führung ab. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Magdeburg die tonangebende Mannschaft. Kevin Ehlers verhinderte zunächst noch mit einer starken Rettungsaktion das mögliche 0:2, ehe Hoffmann sein Team mit mehreren Paraden lange im Spiel hielt. Rund zehn Minuten vor Schluss erhöhte Atik mit einem platzierten Abschluss auf 2:0, bevor der eingewechselte Maximilian Breunig in der Nachspielzeit den 0:3-Endstand herstellte. So musste die Eintracht nach einem insgesamt schwierigen Abend eine deutliche Heimniederlage hinnehmen und verlor im Januar dieses Jahres den Rückrundenauftakt im Jubiläumstrikot zum 130-jährigen Vereinsbestehen. Am morgigen Samstag ist also Zeit für die Revanche!

Foto: IMAGO/Christian Schroedter