Kessel: "Den langersehnten Entwicklungsschritt gehen"
Benjamin Kessel und Kapitän Thorben Hoffmann sprachen am Dienstag zu den Medien
Am Samstag startet für die Eintracht die neue Spielzeit. Der Auftakt erfolgt erneut beim 1. FC Magdeburg (8. August 2026, 13 Uhr). Unmittelbar nach der öffentlichen Trainingseinheit am Dienstag sprachen Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel sowie Kapitän Thorben Hoffmann ausführlich zu den Medien und sprachen dabei unter anderem über das intern festgelegte Saisonziel.
Über das Saisonziel:
Benjamin Kessel: “Es geht darum, den lang ersehnten Entwicklungsschritt zu gehen. Wir haben in den vergangenen Jahren immer unser Mindestziel, den Klassenerhalt, erreicht und deswegen dürfen wir das fünfte Jahr in Folge in der 2. Bundesliga spielen. Aber wir haben nie die 40-Punkte-Marke geknackt, das ist das erste Ziel. Und darüber hinaus wollen wir die Marke von 45 Punkten attackieren und im gesicherten Mittelfeld landen.”
Thorben Hoffmann: “Ziele sind das eine, sie mit Leben zu füllen das andere. Das ist unsere Aufgabe und da sind wir in der Verantwortung. Das wollen wir angehen und am besten schon in Magdeburg damit starten. Ich will dieses Image etwas abschütteln, was wir uns über die letzten Jahre aufgebaut haben. Dass wir uns immer mit Ach und Krach in der Liga gehalten haben."
Über den Kader und die fußballerische Ausrichtung:
Kessel: “Wir haben eine gute Mischung in der Truppe. Mit unserer Erfahrung und gepaart mit unseren jungen Spielern sind wir guten Mutes, dass wir eine gewisse Konstanz an den Tag legen. Dass die Wellenbewegungen, die wir im letzten Jahr hatten, nicht zu groß werden. Es geht darum, konstant zu punkten. Wir wissen aber auch, dass es schwierig wird in dieser extrem ausgeglichenen Liga. Das ist eine bockstarke Liga, auf die wir uns brutal freuen. Wir sind gut gewappnet.”
Hoffmann: “Der Verein soll für eine gewisse Art von Fußball stehen. Die Leute sollen Bock haben, ins Stadion zu kommen. Unser Fußball soll auch ein Stück weit anzünden. Es ist ein frischer Start, ein Neustart. Und den müssen wir mit Leben füllen. Ich freue mich drauf, in Magdeburg brennt der Kessel. Wir sind hungrig auf die neue Saison."
Über mögliche Zu- und Abgänge:
Kessel: "Bis zum Magdeburg-Spiel wird nichts mehr passieren. Natürlich schauen wir, wie wir hineinkommen. Wir haben den Rückschlag mit Robin Heußer, der uns extrem wehtut. Nach den beiden Einwechslungen hat er noch mal richtig frischen Wind hineingebracht, und er fehlt uns als kreativer Spieler im Zentrum. Wir müssen schauen, wie wir Lino Tempelmann auf die Platte bekommen und inwieweit wir ihn belasten können – das ist bisher nicht absehbar. Maximilian Entrup hat heute das erste Mal wieder richtig mit der Mannschaft trainiert, auch da müssen wir gucken. Der August wird noch sehr aufschlussreich, auch für uns: Wo stehen wir wirklich? Grundsätzlich hat sich nichts verändert im Vergleich zu dem, was wir im Trainingslager besprochen haben. Es kann sein, dass auf beiden Seiten – Zugang wie Abgang – noch etwas passiert.“
Über den aktuellen Stand bei Lino Tempelmann:
Kessel: „Das ist ein schwieriges Thema, weil wir Lino auf dem Platz brauchen – als Spieler, aber auch als Führungspersönlichkeit. Er fehlt uns aktuell. Er hat immer noch eine Knieproblematik, das haben wir oft thematisiert. Jetzt geht es darum, wie er die Belastung wegsteckt. In der Vorbereitung ist die Belastung höher als in einer normalen Saison, in der du den Spieltag hast und danach wieder ein Stück weit Regeneration. Das Knie hat hier und da reagiert. Unser Ziel ist, Lino im Laufe der Saison so häufig wie möglich auf den Platz zu bekommen. Jetzt hat das Knie leider noch mal reagiert, deswegen wird er für Samstag höchstwahrscheinlich kein Thema sein. Aber wir werden ihn im Laufe der Saison brauchen.“