Kornetka: "Wollen das Momentum in unsere Richtung drücken"
Die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Kiel
Die Löwen melden sich nach der Länderspielpause mit einem Heimspiel zurück und empfangen am Freitagabend Holstein Kiel an der Hamburger Straße. Während Frederik Jäkel und Max Entrup weiterhin fehlen, entscheidet sich bei Noah Katterbach erst nach dem Abschlusstraining, ob er gegen die Störche zur Verfügung steht. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell blickte Lars Kornetka auf die zurückliegenden Wochen, die aktuelle Personalsituation und den kommenden Gegner. Dabei sprach der Fußballlehrer über…
…das Personal:
Lars Kornetka: “Wir verzichten nach wie vor noch auf Freddy Jäkel, der braucht noch ein bisschen. Ähnlich ist es bei Noah Katterbach, er hat Schmerzen im Knie. Da schauen wir morgen beim Abschlusstraining, ob er dabei sein kann. Junior Zé ist noch nicht von der Nationalelf zurück, weil er noch gespielt hat. Er stößt aber morgen wieder zum Team. Nach seiner Anreise konnte Jovan Mijatovic heute noch nicht wieder trainieren. Er wird aber definitiv morgen wieder mit am Start sein. Bis auf Weiteres wird uns auch noch Max Entrup fehlen. Bei allen anderen bin ich sehr zuversichtlich, dass sie Teil des Abschlusstrainings sind und uns damit auch am Freitag zu Verfügung stehen werden.”
…die Arbeit in der Länderspielpause:
Kornetka: “Wir haben uns viel Zeit genommen, das Spiel in Kaiserslautern zu reflektieren. Das war auch notwendig. Wir haben eine umfangreiche Analyse gestartet. Ich hatte aber schon vor der Partie auf dem Betzenberg und unmittelbar danach Ideen, welche Thematiken wir auf jeden Fall angehen müssen. Das haben wir auch getan. Wir haben uns im mentalen Bereich mit uns auseinander gesetzt und mit den Dingen, in denen wir uns individuell und als Gruppe noch verstärken wollen. Taktisch haben wir uns damit auseinandergesetzt, was jeder Einzelne noch in die Spielidee einbringen kann, um erfolgreicher Fußball zu spielen. Natürlich kamen aber auch die fußballerischen Dinge nicht zu kurz, sei es physisch oder im Fußball an sich. Das haben wir nach einer freien Zeit, die wir benötigt haben, auch auf den Platz gebracht. Dabei haben wir nichts vernachlässigt. Wenn man eine Sache im Training weniger berücksichtigt, ist es auch weniger präsent. Das dürfen wir uns nicht erlauben. Wir hatten eine gute Trainingswoche vor dem Testspiel gegen Eintracht Frankfurt und jetzt auch eine gute Woche vor dem wichtigen Duell mit Holstein Kiel.”
…den Gegner aus Kiel:
Kornetka: “Es ist eine gute Mannschaft mit guter Führung, die klare Abläufe hat und einen besonderen Fußball spielt, vor allem mit dem Ball. Sie können aber auch mal einfach und geradlinig agieren, das haben wir am eigenen Leib erfahren, als wir in der vergangenen Saison dort gespielt haben. Ansonsten ist aber eine klare Handschrift von Tim Walter zu erkennen. Es wird ein schweres Spiel, losgelöst von den Teams, die unten stehen. Die Saison ist noch jung, es sind alles gute Teams. Genauso geht es uns ja auch, wir hätten auch einige Punkte mehr haben können. Es ist eine zweite Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Wir wollen das Momentum in unsere Richtung drücken und uns die Punkte holen, die wir zuletzt nicht einfahren konnten.”
…die Parallelen zum KSV:
Kornetka: “Es gibt bestimmte Phasen im Spiel, die sie ähnlich gestalten wie wir. Sie spielen von der Systematik her ebenfalls ähnlich wie wir. Auch in der Dynamik gibt es Parallelen, sie sprinten extrem viel. Sie sind das Team mit den meisten Sprints und wir sind da auch ganz vorne mit dabei. Insofern gibt es diese Analogie, was das Thema Expected Goals angeht. Gerade bei den Datenanalysen muss man genau hinschauen, das haben wir auch gemacht. Wir ziehen da sehr viele Anbieter aber auch unsere eigenen fachlichen Qualiäten zu Rate, indem wir eine qualitative Analyse an den Tag legen. In dieser beschäftigen wir uns intensiv mit Spielphasen und Spielergruppen und werten diese individuell aus. Dort schauen wir, was haben wir uns vorgenommen, wie sind wir dahingekommen, was können wir noch besser machen, wie kann man das trainieren und wie können wir das am Spieltag auf den Platz bringen. Wenn das dann alles zusammenkommt, entsteht eine sehr umfangreiche Analyse. Hinzu kommt aber auch, dass das Fußballspiel manchmal ungerecht sein kann, weil man besser gespielt hat, als das Ergebnis aussagt und es kann glücklich sein, weil man keine gute Begegnung abgeliefert hat und trotzdem als Sieger vom Platz gegangen ist. Da sind wir realistisch und probieren uns vernünftig einzuschätzen und einzuordnen. Da habe ich mich mit mehr mit uns auseinandergesetzt als mit den Parallelen zu Kiel. Wir müssen schauen, dass wir die Chancen in unserem Spiel einfach nutzen. Das müssen wir erhöhen, indem wir viel mehr vom Gegner wegnehmen, weil wir bei den Expected Goals für den Gegner zu viel zugelassen haben. Das sind Werte, an denen wir uns orientieren können.”
Foto: Stefan Kastner
Die gesamte PK gibt es hier nochmal als Re-Live zu sehen!