Mit Rückenwind an den Ronhof

Fürth im Gegnercheck

Die Eintracht reist an den Ronhof und fordert die SpVgg Greuther Fürth im Rahmen des 8. Spieltags heraus. Die Gastgeber konnten erst eines ihrer sieben bisherigen Ligaspiele gewinnen und stehen mit einem Punkt weniger als die Eintracht aktuell auf Rang 15. Zuletzt gab es eine knappe Niederlage bei Spitzenreiter Hertha BSC. Alles Wissenswerte zum kommenden Gegner gibt es in unserer Vorschau.

Wissenswertes

  • Die Fürther Heimbilanz gegen Blau-Gelb: Fürth ist seit acht Heimspielen gegen Braunschweig ungeschlagen (Vier Siege und vier Remis). Der letzte Sieg unserer bei der SpVgg liegt über elf Jahre zurück, im April 2015 gab es in der 2. Bundesliga einen 2:1-Erfolg. Der heutige Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel bereitete das Siegtor von Ken Reichel vor. In der Vorsaison blieb Braunschweig gegen Fürth unbesiegt (zu Hause 3:2 und auswärts 0:0).
  • Die Fair-Play-Fürther: Fürth und Braunschweig sind die Teams, die in dieser Saison die wenigsten Fouls am Gegenspieler begingen – die SpVgg 62 und die Eintracht 68. Die Franken gingen ligaweit auch insgesamt am seltensten in einen Zweikampf. Das Vogel-Team kassierte auch mit Abstand die wenigsten Gelben Karten (sieben) und keinen Platzverweis.
  • Offensives Umschaltspiel: Mit bisher zehn erzielten Toren liegen die Fürther knapp unter dem Durchschnitt in Liga zwei. Was dabei auffällt: Noch kein einzigen Torerfolg konnte das Kleeblatt dabei nach eigenem Ballgewinn und darauffolgendem Konter feiern. Ganz anders die Eintracht: Sie traf in jenen Momenten sechs Mal und stellt damit den Ligabestwert auf.  

Unter Beobachtung

  • Felix Klaus: Er ist und bleibt das Aushängeschild des Vereins: Kapitän Felix Klaus ist unverzichtbar im Spiel der Fürther - in sieben Ligaspielen kommt er bisher auf eine herausragende Quote von fünf Toren und zwei Vorlagen. Damit knüpft er nahtlos an seine starke vergangene Saison an: 17 Scorer in 27 Ligaspielen sprachen schon da für den Stellenwert des mittlerweile 34-Jährigen.
  • Florian Hellstern: Der Torhüter ist er 18 Jahre jung, spielt seine erste Saison in der 2. Bundesliga und überzeugt bisher auf ganzer Linie. Der Schlussmann ist reaktionsstark, athletisch und wurde von Cheftrainer Heiko Vogel bereits nach dem ersten Spieltag als “brilliant” - die Zukunft im deutschen Fußball dürfte Hellstern gehören. Er ist jedoch nur ausgeliehen von Bundesligist VfB Stuttgart.
  • Faton Ademi: Auch er ist eine sehr interessante Personalie und mit viel Talent gesegnet: Faton Ademi. Der 20-Jährige spielte im vergangenen Jahr in der 3. Liga bei Alemannia Aachen groß auf und wagte im Sommer den Schritt ins Unterhaus. Erst kurz vor Transferschluss verpflichtet, kommt der zentrale Mittelfeldspieler bisher auf vier Einsätze - wenngleich er nicht bei allen in der Startelf stand. Dennoch dürfte auch Ademi eine wichtige Rolle bei den Fürthern einnehmen. 

Die Lage

Hinter den Fürthern liegt eine schwache Saison, an dessen Ende sie sich aber zumindest über den Umweg Relegation in der 2. Bundesliga halten konnten. Was folgte war ein gewaltiger Umbruch im Kader, aber auf der Trainerbank blieb mit Heiko Vogel der gleiche Trainer am Werk. Doch auch in dieser Saison sind die Ergebnisse maximal durchwachsen - erst ein Sieg aus sieben Spielen, dazu drei Unentschieden katapultieren die Kleeblätter aktuell auf Rang 15. Die Realität heißt also eher Abstiegskampf, wenngleich die Liga so früh in der Saison noch so eng beieinander liegt, dass die Tabelle noch nicht die größte Aussagekraft hat. Am vergangenen Sonntag unterlag die Vogel-Elf bei Spitzenreiter Hertha BSC mit 0:2 - und das trotz guter Leistung. Ein Punkt wäre wohl allemal verdient gewesen. 
Die Eintracht hingegen feierte einen wichtigen 1:0-Heimerfolg über Holstein Kiel und verschaffte sich so etwas Luft. Mit sieben Punkten hat Blau-Gelb aber auch lediglich einen Zähler mehr auf dem Konto als Fürth. Es ist ein Duell zweier direkter Konkurrenten. 

Die letzte Begegnung

Die war schwer zu ertragen! Am 24. Januar gastierten die Löwen zuletzt im Sportpark Thomas Sommer am Ronhof und trennten sich damals mit einem 0:0 von den Hausherren. Dabei lief vieles früh in die Richtung der Löwen, denn die frühe Rote Karte für Maximilian Dietz führte dazu, dass die Eintracht fast über die gesamte Spielzeit in Überzahl spielen konnte. Doch in der Offensive blieb man harmlos, von den Gastgebern gab es selbst kaum Angriffsbemühungen. So endete die schwache Partie torlos. Es war damals immerhin der erste Punkt im Jar 2026 für die Eintracht. 

Foto: Bundesliga/Getty Images/Leonhard Simon