Opoku: "Müssen es auf dem Platz zeigen"
Die Stimmen nach der 0:1-Niederlage auf dem Betzenberg
Die Löwen unterliegen knapp in Kaiserslautern und verpassen leider auch beim intensiven und umkämpften Duell auf dem Betzenberg den erhofften Befreiungsschlag vor der Länderspielpause. Die Stimmen zur Partie.
Thorben Hoffmann:
„Der Trainer hat gesagt, dass er etwas Positives und etwas Negatives mitnimmt. Das Positive ist, dass wir alles reingehauen und gekämpft haben und über lange Strecken mit Lautern auf Augenhöhe waren. Darauf können wir aufbauen. Spielerisch hat uns heute etwas gefehlt. Bis zum Tor haben wir es allerdings kämpferisch gut gemacht. Das Gegentor ist mit dem Zwei gegen Eins natürlich fahrlässig verteidigt. Es tut heute extrem weh, dass wir diesen Punkt nicht mitnehmen können, weil wir es durch die kämpferische Art und Weise, glaube ich, trotzdem verdient gehabt hätten. Natürlich tut diese Serie gerade weh, aber es hilft nichts. Wir können und dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir arbeiten täglich mit allem was wir haben daran, den Bock umzustoßen.“
Florian Flick:
“Ich finde, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben. Wir haben nicht viel zugelassen und standen gut, fahren aber leider mit einer 0:1-Niederlage nach Hause. Wir hatten auch Chancen, selbst in Führung zu gehen, nutzen sie aber nicht. Dann werden wir eiskalt bestraft. Die Enttäuschung ist sehr groß. In einem Spiel, in dem man nicht viel zulässt, ist es extrem bitter, aus einer eigenen Ecke so einen Konter zuzulassen und sich dadurch das entscheidende Tor zu fangen. Wir haben heute die gegnerischen Standards gut verteidigt. Dass wir aber so einen Gegentreffer bekommen, darf nicht passieren. Wir haben Dinge, an denen wir arbeiten müssen, und da kommt uns die Länderspielpause gelegen.”
Aaron Opoku:
“Ich bin sehr enttäuscht, weil jeder weiß, dass hier heute mehr gegangen wäre. Wir müssen Taten sprechen lassen. Wir müssen uns in jeden Ball schmeißen, egal wie groß der Gegner ist und jeden Ball weghauen. Das kriegen wir im Moment nicht gut hin. Wir können nur versuchen, es Woche für Woche wieder neu zu machen, wieder neu Gas zu geben und noch einmal mehr die Sinne zu schärfen. Wir müssen darüber reden, aber am Ende müssen wir es auf dem Platz zeigen. Auch an der Chancenauswertung müssen wir definitiv arbeiten. Auch ich selbst habe eine Chance, bei der der Ball normalerweise reingehen muss. Wir müssen alle Überlegungen ausschalten und einfach unseren Fußball spielen. Ich denke, die Länderspielpause kommt jetzt für den Kopf gelegen.”
Lars Kornetka:
„Es war eine schwierige Situation für uns, weil wir wussten, dass es hier auswärts auf dem Betzenberg schwer wird. Dann ist es bitter, dass wir in der ersten Halbzeit gleich drei Verletzungen hinnehmen mussten. Die Wechsel haben uns dann in der zweiten Hälfte etwas den Mut mit dem Ball genommen, um das umsetzen zu können, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren technisch nicht immer ganz sauber und haben zu viele Chipbälle gespielt, was wir so eigentlich nicht vorhatten. Dann war es mehr ein wildes Spiel, in das wir uns aber sehr gut reingekämpft haben. Diese Courage, die wir da gezeigt haben war sehr gut. Da kann ich nur den Hut vor den Jungs ziehen. Das ist nicht immer so einfach mit so einer jungen Mannschaft. Wir kommen dann eigentlich gut aus der Halbzeit raus, haben uns mehr Mut erspielt und wurden etwas klarer. Allerdings konnten sich beide Mannschaften nicht die klaren Torchancen rausspielen. Es war ein 50/50-Spiel und dann aus dem Nichts kriegen wir bei eigener Ecke einen sehr langen Konter, den wir nicht gut verteidigen. So ein Gegentor dürfen wir nicht kassieren. Daraus müssen wir lernen. Am Ende haben wir uns schwer getan nochmal eine klare Torchance herauszuspielen. Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen und ich denke auch, dass der okay gewesen wäre.“
Torsten Lieberknecht (Cheftrainer 1. FC Kaiserslautern):
“Ich kann sehr Vieles unterschreiben, was Lars hier eben gesagt hat. Wir gewinnen hier heute und dabei sprechen wir von einem so genannten "Arbeitssieg". Es war sehr wichtig, dass wir die Stabilität hier heute lange aufrecht gehalten haben. Wir wussten auch aus der letzten Saison, dass die Umschaltsituation sehr gefährlich sein können. Es ist immer ein Thema, wenn du im Ballbesitz versuchst, Räume zu finden. Da waren wir heute nicht schnell und präzise genug. Bei solchen Räumen musst du auch mental auf der Höhe sein, weil auf beiden Seiten immer ein Konter passieren kann. Wir hatten diese Umschaltmoment über Krahl, der in dem Moment schnell geschaltet hat und Eren, der sich da gut durchsetzt. So wird das Spiel dann entschieden. Danach kannst du natürlich den Deckel drauf machen. Beide Mannschaften haben aber heute vor allem auch physisch alles dafür getan, dass die Punkte auf ihrer Seite bleiben. Wir sind dann am Ende der glückliche Sieger, weil wir den einen Moment für uns mitnehmen konnten.”