Kornetka: "Brauchen dieses Gefühl in uns"

Die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden

Die Löwen empfangen im letzten Heimspiel vor der langen Länderspielpause morgen um 13 Uhr Dynamo Dresden zum Aufeinandertreffen an der Hamburger Straße. Cheftrainer Lars Kornetka kann dabei bis auf Robin Heußer und Frederik Jäkel auf seine komplette Mannschaft zurückgreifen. Auch Deadline-Day-Neuzugang Isidoros Koutsidis ist eine Option für den Spieltagskader. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit den Dresdenern sprach der Coach über…

…den Gegner aus Sachsen:
Lars Kornetka: “Dynamo ist ein guter Gegner, das haben wir in der vergangenen Saison schon gesehen. Personell haben sie sich etwas verändert. Das Duell liegt soweit zurück, dass kann man nicht mehr vergleichen. Wir hatten ja auch die Begegnung im Trainingslager, weil sie im selben Hotel wie wir waren. Sie sind ein Team, das gut geführt wird und einen klaren Plan verfolgt. Im Hinblick auf Spielweise und Formation bleiben sie auch in den Partien taktisch variabel. Das haben wir uns angeschaut und trainiert. Natürlich haben wir aber auch die vergangenen Spiele aufgearbeitet. Wir gehen voller Vorfreude und Zuversicht in ein spannendes Spiel, dass es werden wird. Auf jeder Begegnung in der 2. Bundesliga ist für uns Druck drauf. Das beeinflusst aber nicht unsere aktuelle Situation, das wäre unter anderen Umständen genauso.”

…über die Resilienz der Mannschaft:
Kornetka: “Das werden wir jetzt sehen, wie die Saison voranschreitet. Wir haben das thematisiert und wir haben auch den vergangenen Spielverlauf aufgearbeitet. Wir sind alle hart mit uns ins Gericht gegangen, was wir besser machen wollen. Da muss ich auch den Jungs ein großes Kompliment aussprechen, weil man da überhaupt keine Gegenwehr wahrnimmt. Es sind Dinge, die auf dem Tisch liegen. Wir wollen uns gemeinsam entwickeln und da geht auch jeder voll mit - sowohl im Training als auch in den gemeinsamen Gesprächen und Analysen. Da sind wir alle lösungsorientiert, das gefällt mir extrem gut. Das wird auch der Weg sein, den wir einschlagen müssen, dass wir uns immer wieder berappeln. Nicht nur nach dem Spiel, sondern auch während der Partien. Sodass wir diese Resilienz auch entwickeln, wenn mal ein Zweikampf nicht geglückt oder ein Pass nicht angekommen ist. Dann brauchen wir auch diese kleinen Momente der Resilienz. Es wird ein Thema sein, dass uns die ganze Saison über verfolgt. Umso schneller wir diesbezüglich stabil werden, zu uns finden und dem Spielfluss folgen, desto besser werden dann auch ganz sicher die Ergebnisse.”

…die Stimmung im Umfeld:
Kornetka: “Ich kann nur das Umfeld beschreiben, dass ich wirklich wahrnehme. Das ist die Mannschaft, der Verein, mein privates Umfeld. Die Leute sind aus meiner Sicht immer noch sehr gespannt darauf, wie sich die Spielzeit entwickelt. Sie sehen auch die Arbeit, die wir leisten. Das sehe ich auch bei den Spielern so. Wir erkennen schon, dass wir in einigen Bereichen Fortschritte machen und, dass wir auch in der Lage sind, die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, auf den Platz zu bringen. Wir haben gute Minuten und gute Phasen gesehen. Uns fehlt aber noch so dieser Spielmoment, der dann bei uns bleiben muss. Wenn wir wie in Osnabrück eine gute erste Hälfte spielen, dann müssen wir auch den zweiten Durchgang für uns so bestreiten wollen. Wir müssen auch nach den ersten zehn Minuten bei einer Ecke scharf bleiben. Das wissen aber auch alle Jungs und auch wir als Trainerteam, dass das noch mehr als vorher notwendig ist. Am liebsten lernen wir aus positiven Erlebnissen, dann wächst die Zuversicht und das Selbstverständnis. Wir müssen aber auch mal aus negativen Erlebnissen lernen. Wichtig ist dabei, dass wir eben lernen, lösungsorientiert bleiben, nach vorne blicken und die nächsten Schritte gehen. Das stimmt uns zuversichtlich. Das ist das Gefühl, dass ich aus der Mannschaft wahrnehme. Harte Kritik an sich und uns zu üben, wenn es notwendig ist, aber lösungsorientiert zu bleiben und vor allem den Spaß am Spiel nicht zu verlieren. Wir wollen guten und erfolgreichen Fußball zeigen, dafür brauchen wir dieses Gefühl in uns.”

…das Momentum vor der Länderspielpause:
Kornetka: “Es wäre toll, wenn wir die nächsten beiden Spiele für uns positiv gestalten. Aber alles fängt damit an, dass wir eine Positivität im Trainingsalltag, in der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und wie wir in so ein Spiel reinstarten, haben. Das haben wir geschafft in dieser kurzen Woche. Wir haben gute Trainingseinheiten von den Jungs erlebt. Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzusehen. Wir hatten heute ein gutes Abschlusstraining. So muss das sein. Dann kommt eins nach dem anderen.”

Die gesamte Pressekonferenz gibt es hier im Re-Live!