125 Jahre Eintracht Braunschweig

Sebastian Ebel tritt zurück

Erklärung von Ebel zu seinem Rücktritt

Liebe Eintracht Familie,

in der heutigen regulären Aufsichtsratssitzung habe ich meinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA erklärt. Da ich zeitgleich auch meinen Rücktritt als Präsident des e.V. erkläre, scheide ich auch aus dem Aufsichtsrat aus.

Diese Schritte fallen mir sehr schwer. Sind doch die Eintracht und die damit verbundenen Aufgaben ein wichtiger Teil meines Lebens geworden.

Gerade die vergangenen drei Jahre waren aber auch mehr als anspruchsvoll und anstrengend. Gerade nach dem Abstieg in die 3. Liga galt es den Absturz in die 4. Liga zu verhindern. Dass uns darüber hinaus jetzt der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang, ist für mich ein wunderschöner Abschluss meiner Arbeit.

Mit Peter Vollmann und Daniel Meyer sind wir für eine kontinuierliche sportliche Entwicklung gut gerüstet. Wolfram Benz und sein Team arbeiten mit Leidenschaft und mit sehr gutem Ergebnis.

Über zwölf Jahre die Eintracht durch schwere und fröhliche Zeiten im Ehrenamt zu führen, war eine anspruchsvolle Aufgabe, die manchmal nicht leicht zu bewältigen war.  Dass mir dies dennoch möglich war, lag u.a. sehr stark an dem  hinter mir stehenden Team auf dem Platz, in der Geschäftsstelle, dem Vereinsvorstand und dem Aufsichtsrat. Dafür danke ich sehr.

Danken möchte ich auch den Menschen, die mir gerade auch in schwierigen Zeiten Mut zugesprochen und ihr Vertrauen geschenkt haben. Dieser Dank gilt auch ganz besonders den vielen Fans und Vereinsmitgliedern und nicht zuletzt allen Sponsoren, die die Arbeit der Eintracht mit ihrem Engagement auch in schwierigen Zeiten unterstützt haben.

Dieser Zusammenhalt macht unsere Eintracht stark und hat mich auch Misserfolge ertragen lassen. Dabei habe ich die Kommunikation, trotz mancher Meinungsverschiedenheit, als konstruktiv im Sinne der Eintracht empfunden.

Neben den tollen vier Aufstiegen, die Qualifikation für die 3. Liga mit eingerechnet, wird die Entwicklung der Stadioninfrastruktur, des Nachwuchsleistungszentrums und die wirtschaftliche Gesundung mir in guter Erinnerung bleiben.

Neben einem kontinuierlichen sportlichen Erfolg und wirtschaftlicher Solidität wünsche ich mir, dass es uns gelingt, weiter an Mitgliedern zu wachsen, vielleicht auch durch die Fusion mit einem anderen Verein in Braunschweig. Darüber hinaus würde der Bau einen Mehrfeldhalle für die vielen Abteilungen im Kennel beim NLZ einen wichtigen Schritt nach vorne bedeuten. Hier haben wir gerade mit den Planungen begonnen. Ein Mitgliederwachstum erwarte ich auch durch die neugegründete Fanabteilung. Gemeinsam werden wir auch eine Satzungsänderung für die Wahl der zukünftigen Aufsichtsratsmitglieder einbringen. Dass dies gemeinsam erfolgen kann, erfreut mich sehr. Hatten wir doch auf der letzten Mitgliederversammlung noch vergeblich um eine einträchtige Lösung gerungen. Das gemeinsame Gespräch baut Vorurteile ab.

Ein herzliches Dankeschön auch an alle Abteilungsleiter bzw. Mitglieder des Vereinsvorstandes. Ihr habt mich in meiner Arbeit toll unterstützt.

Danken möchte ich auch meinen ehemaligen und heutigen Präsidiumskollegen. Ganz besonders Rainer Cech für seine langjährige tolle Arbeit zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität.

Auch die Zusammenarbeit mit den „jungen“ Präsidiumskollegen habe ich sehr geschätzt, allem voran mit meinem 1. Stellvertreter Christoph Bratmann.

Meine Aufsichtsratskollegen haben mich immer loyal unterstützt, gerade auch mein Stellvertreter Frank Fiedler.  

Für all das, was nicht gelungen ist, übernehme ich die volle Verantwortung

Ich trete jetzt zurück, weil ich davon überzeugt bin, dass wir wieder gut funktionierende Strukturen haben, die uns einen langfristigen Erfolg ermöglichen werden, sofern wir gemeinsam im Sinne der Eintracht kämpfen.  

Ich danke Christoph Bratmann sehr, dass er bis zur Wahl eines neues Präsidenten im November als amtierender Präsident und damit auch als Aufsichtsratsmitglied arbeiten wird. Frank Fiedler wird meine Aufgaben im Aufsichtsrat als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender übernehmen und somit sicherlich aus meiner Sicht erster Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz sein.

Ich freue mich sehr auf mehr Zeit und auch auf weniger Stress. Der Eintracht werde ich emotional verbunden bleiben. „Wahre Liebe hält eine Ewigkeit“.

Besonders freue ich mich darauf, wieder Spiele mit unseren Fans, gerade auch mit denen in der Südkurve, gemeinsam besuchen zu können. Ich hoffe, dass wir darauf nicht mehr allzu lange werden warten müssen.

Mit blau-gelben einträchtigen Grüßen
Ihr / Euer Sebastian Ebel