Eintracht geht in Osnabrück leer aus

Löwen geben beim 1:3 das Spiel nach der Pause aus der Hand

Beim Auswärtsspiel in Osnabrück mussten sich die Löwen dem VfL mit 1:3 (0:0) geschlagen geben. Nach einer starken ersten Hälfte mit mehreren guten Möglichkeiten ging die Eintracht trotz klarer Überlegenheit torlos in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel schlug Osnabrück durch Daniel-Kofi Kyereh (53‘), Bjarke Jacobsen (76‘) und Robin Meißner (80‘) gleich dreimal zu. Yann Sturm gelang in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer (88‘), sodass die Löwen ohne Punkte die Heimreise antreten mussten.

Ausgangslage:

Die Eintracht gestaltete die August mit dem 6:1-Sieg beim FC Magdeburg zwar enorm erfolgreich, in drei aufeinanderfolgenden Heimspielen im Pflichtspielbetrieb stockte der Motor dann allerdings. Trotz ordentlicher bis guter Leistungen unterlagen die Löwen gegen den VfL Bochum und gegen Hertha BSC im Ligabetrieb - zudem gab es das knappe und bittere Pokalaus gegen Bundesligist Union Berlin. In der Punkte sollte nun wieder gepunktet und damit der Trend gestoppt werden. 
Die Hausherren vom VfL Osnabrück spielten erst unter der Woche ihr DFB-Pokalspiel gegen Rekordmeister FC Bayern München. Trotz früher wie sehenswerter Führung schied auch der VfL letztlich aus dem Pokal aus - die Bayern siegten mit 4:1.

Aufstellung:

Cheftrainer Lars Kornetka entschied sich für zwei personelle Veränderungen in seiner Startelf. Noah Katterbach und Lukas Frenkert mussten sich diesmal mit dem Platz auf der Bank begnügen, dafür vertraute unser Coach auf Andi Hoti und Di Michele Sánchez. Im Kader stand in Osnabrück auch wieder Jovan Mijatovic, der zuletzt angeschlagen fehlte. Auch Rechtsverteidiger Damjan Kovacevic durfte sich über einen Platz im Aufgebot freuen.

Die Partie:

Die Eintracht brauchte einige Minuten, um im Spiel anzukommen. Dennoch ließen die Löwen in den ersten Spielminuten keine Torchancen von Osnabrück zu. Nach rund einer Viertelstunde fand die Kornetka-Elf zunehmend zu ihrem Spiel und drückte diesem ihren Stempel mehr und mehr auf. Die Feldüberlegenheit mündete auch in klaren Abschlusssituationen. Erstmals meldete Samuele Di Benedetto seine Farben mit einem wuchtigen Abschluss bei VfL-Keeper Jonas Krumrey an (12'). Kam der Schlussmann in dieser Situation noch entscheidend an den Ball, wäre er zehn Minuten später geschlagen gewesen. Nach einem Eckball bekommt die Eintracht den zweiten Ball, der Versuch von Andi Hoti aus der zweiten Reihe landete jedoch abgefälscht am Pfosten (21'). Auch in der Folge verpasste die Eintracht die verdiente Führung, weil Yann Sturm gleich zweimal seinen Meister in Krumrey fand (25' und 34'), ehe Max Marie ebenfalls am Osnabrücker scheiterte (39'). Es blieb bis zur Halbzeit torlos. Die Führung hätten die Löwen dank klarem Chancenplus verdient gehabt, vom VfL kam kein klarer Abschluss in den ersten 45 Minuten auf das Tor von Thorben Hoffmann.

In der Halbzeit wechselte Osnabrück einmal und brachte mit Daniel-Kofi Kyereh einen neuen Angreifer. Und der Joker stach kurz nach Wiederanpfiff. Eine VfL-Ecke kriegt die Eintracht nicht verteidigt. Zwar hält Hoffmann den Kopfball von Bjarke Jacobsen noch stark, doch über Umwege landete das Leder bei Kyereh. Der Stürmer hatte leichtes Spiel und brachte die Hausherren überraschend in Führung (53'). Der Treffer emotionalisierte das Stadion, um ein Haar legte der VfL dann auch nur eine Minute später nach. Doch mit etwas Fortune kam Ismail Badjie doch nicht mehr zum Abschluss. Kurz drauf gelang dies Badjie dann doch, aber der Ball ging genau in die Arme von Hoffmann (59'). Der Eintracht-Keeper stand in Minute 63 ein weiteres Mal im Fokus. Andi Hoti und Fabio Di Michele Sanchez verlieren durch ein Missverständnis den Ball an der Strafraumkante, den Schuss von Kyereh parierte Hoffmann mit etwas Glück zumindest zur Ecke. Die Gastgeber verstärkten ihre defensive Kompaktheit und boten der Eintracht nur wenig Platz zum kombinieren an. Ein Fernschuss von Memo Aydin war noch die klarste Aktion. Und der VfL blieb beim Kontern gefährlich, so traf Robin Meißner nach einer Umschaltaktion nur das Außennetz. Und dann erhöhte Osnabrück tatsächlich auf 2:0. Und wieder war es eine Ecke, die die Löwen nicht verteidigt bekommen. Und erneut ist es Jacobsen, der das Kopfballduell im Sechzehner gewinnt und Hoffmann keine Chance ließ (76'). Vier Minuten später legte der VfL dann sogar nach. Erst scheiterte Gomez, dann Münst an Hoffmann. Doch Versuch Nummer drei verwandelte Meißner aus Nahdistanz (80'). Die Vorentscheidung in einer zweiten Hälfte, die komplett an der Eintracht vorbeilief. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Sturm noch an der Latte scheiterte - auch hier war Krumrey noch entscheidend dran (84'). Kurz vor Abpfiff dann aber nicht mehr. Erneut versuchte es Sturm aus dem Sechzehner heraus und traf mit links in lange Eck (88'). Am Ausgang des Spiels änderte das nichts mehr, die Eintracht verliert in Osnabrück und reist ohne Punkte nach Hause. 

Kommende Woche empfangen die Löwen die SG Dynamo Dresden im heimischen EINTRACHT-STADION. Anpfiff ist um 13 Uhr - Tickets sind weiterhin verfügbar. Zum Online-Ticketshop!

Das Spiel im Stenogramm:

VfL Osnabrück
Krumrey – Badjie (73' Münst), Meißner (86' Raimund), Jacobsen, Beck, Müller (C), Wiemann, Wagner (46' Kyereh), Fabinski, Kammerbauer, Gómez (86' Faber).

Eintracht
Hoffmann (C) – Hoti, Flick, Sturm, Aydin, Entrup (73' Mijatovic), Di Benedetto (79' Tempelmann), Marie (61' Urbich), Opoku (61' Zé), Ehlers, Di Michele Sánchez (79' Katterbach).

Tore:
1:0 Kyereh (53')
2:0 Jacobsen (76')
3:0 Meißner (80')
3:1 Sturm (88')

Gelbe Karten:
Wagner / Ehlers, Aydin, Di Michele Sánchez, Katterbach

Schiedsrichter:
Wolfgang Haslberger

Zuschauer an der Bremer Brücke:
15.741 (davon 1.400 Löwen im ausverkauften Gästeblock)

Foto: Kai Falk