Opoku: "Unnötig und naiv von uns"
Die Stimmen zum 1:3 an der Bremer Brücke
Trotz deutlicher Überlegenheit und zahlreicher Chancen in der ersten Hälfte verliert die Eintracht nach einem misslungenen zweiten Durchgang mit 1:3 bei Aufsteiger VfL Osnabrück. Die Stimmen zur Partie.
Aaron Opoku:
“Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel komplett unter Kontrolle und müssen uns da einfach belohnen. Jeder kennt es im Fußball, machst du es vorne nicht, kriegst du’s hinten rein. Das darf dir heute so in der zweiten Hälfte nicht passieren. Am Ende des Tages ist es unnötig und naiv von uns dieses Spiel aus der Hand zu geben, vor allem, wenn du so viel Kontrolle hattest. Wir müssen das aufarbeiten. Wir bringen Osnabrück selbst ins Spiel und fressen in den letzten Partien zu viele Gegentore, vor allem auch nach Standards. Genauso wie heute wieder. Das müssen wir definitiv abstellen, weil wir es eigentlich besser können. Besonders in der gegnerischen Hälfte müssen wir es einfach sauberer ausspielen und klarer in den Aktionen werden, damit wir uns belohnen können. Wir wurden nach den Gegentoren zu nervös und haben zu viel nachgedacht. Da müssen wir wieder mehr abgezockt werden. Dann denke ich, dass wir wieder in die Spur finden werden. Wir haben eine gute Truppe, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Qualitäten auch wieder auf den Platz bringen werden.”
Mehmet Can Aydin:
“In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut im Spiel und haben kaum Torschüsse des VfL zugelassen. Wir hatten unsererseits zwei bis drei Torchancen. Leider haben wir aber oft das Problem, dass wir die vorhandenen Möglichkeiten nicht nutzen und dann unruhig werden. In der zweiten Hälfte waren wir meiner Meinung nach noch okay, brechen aber nach dem Gegentreffer ein, was nicht passieren darf. Ich finde nicht einmal, dass wir die Spiele, in denen wir verloren haben, schlecht gespielt haben. Auch heute war unsere Leistung bis zum Gegentor gut. Wir werden morgen definitiv gucken, was wir besser machen müssen. Heute sah es einfach so aus, als wenn wir nach dem ersten Gegentreffer kopflos waren, so dann auch das zweite und dritte Tor kassieren. Daran müssen wir arbeiten. Tore nach Standards sind vermeidbar. Osnabrück hat es zwar gut gemacht, dennoch dürfen wir nicht zwei Tore nach Ecken bekommen. In der zweiten Liga kann man gegen jeden gewinnen. Das stimmt mich auch positiv für die kommende Woche gegen Dresden. Wir sind noch sehr früh in der Saison und müssen jetzt nach vorne schauen, um Zuhause zu gewinnen.”
Lars Kornetka:
“Zum Spielverlauf muss ich sagen, dass das Ergebnis so nach der ersten Hälfte nicht zu erwarten war. Wir haben in der ersten Halbzeit 7:0 Torschüsse, machen aber leider keinen Treffer. In der Pause haben wir besprochen, dass wir für den zweiten Durchlauf eigentlich noch eine Schippe drauflegen wollten. Dann bekommen wir in der zweiten Hälfte durch eine Situation, die wir vorab schon hätten besser verteidigen können, eine Ecke gegen uns. Das kann passieren im Spiel. Dass die Ecke dann aber rein geht, ist unglücklich. Wir liegen dann 0:1 zurück und das Ärgerliche ist, dass wir aus dem Gegentreffer keine positive Energie gezogen haben. Wir sind ab dem Moment einfach kopflos geworden und haben nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. So haben wir dann Osnabrück das gegeben, was wir im ersten Durchgang weggenommen haben: Umschaltmomente und gepaart damit immer wieder Standards auf unser Tor. So kippt dann das Duell und wir liegen wir dann 0:2 und 0:3 zurück. Positiv zu sagen ist, dass wir nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft haben. Dadurch erzielen wir noch einen Treffer und ein Zweiter wäre hinten raus auch noch drin gewesen. Das erste Gegentor hat uns aus der Bahn geworfen, der Spielverlauf in der Folge ärgert die Jungs und mich maßlos und das müssen wir definitiv abstellen.”
Timo Schultz (Cheftrainer VfL Osnabrück):
“Die Analyse von Lars ist zu 100 Prozent richtig. Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Gerade nach dem Mittwoch, was zum einen Kraft gekostet hat und zum anderen auch für alle ein Highlight war, trotzdem so den Schalter in der zweiten Hälfte umlegen zu können. Wir haben uns das am Ende verdient. Ich denke, dass aufgrund der beiden Halbzeiten sicherlich auch ein Punkt für beide Mannschaften verdient gewesen wäre. Hinten raus haben wir es aber sehr gut gemacht. Wir freuen uns über die drei Punkte.”
Foto: Kai Falk
Hier gibt's die Pressekonferenz nach der Partie im Re-Live!