Uphoff: "Vom Kopf her war das kein Problem. Da ist man sofort da"
Torhüter Benjamin Uphoff im Interview nach seinem Debüt für die Eintracht
Benjamin Uphoff feierte beim Niedersachsenderby sein Pflichtspieldebüt für die Löwen. Im Interview spricht der Torhüter über den besonderen Nachmittag, seine Rolle nach der Verletzung von Thorben Hoffmann und die anstehende Aufgabe in Bielefeld.
Uppi, du bist am Sonntag ausgerechnet im Niedersachsenderby zu deinem Debüt für Eintracht Braunschweig gekommen. Wie blickst du mit etwas Abstand auf diesen besonderen Nachmittag zurück?
Benjamin Uphoff: “Es war etwas ganz Besonderes, ausgerechnet bei dem Niedersachsenderby mein erstes Pflichtspiel für Braunschweig machen zu dürfen. Ich glaube es war insgesamt einfach eine coole Atmosphäre, auch wenn sie getrübt worden ist durch die Vorfälle am Schluss. Aber jetzt im Nachgang ist es natürlich schon etwas Besonderes, so ein Spiel direkt als Debüt für einen Verein zu haben.”
Du wurdest nach der Verletzung von Thorben Hoffmann eingewechselt – ohne Zeit für ein echtes Warm-up. Wie schwierig war es, in so einer Situation sofort da zu sein und die nötige Sicherheit auszustrahlen?
Uphoff: “In erster Linie war es ungewohnt. Ich hatte das so in meiner Karriere noch nicht, dass ich wirklich während einem Spiel eingewechselt worden bin. Körperlich war ich natürlich nicht ganz so warm, da ich mich als Torwart im Normalfall nicht mit den Feldspielern aufwärme. Aber vom Kopf her war das kein Problem. Da ist man sofort da. Körperlich habe ich dann noch die ein oder andere längere Ballbesitzphase von uns genutzt, um mich noch ein bisschen warm zu machen. Zum Glück hat das alles funktioniert.”
Dein letztes Zweitligaspiel liegt schon einige Jahre zurück. Weißt du noch, wann das war? Kleiner Tipp: Damals wurde wegen der Corona-Pandemie noch ohne Zuschauer gespielt.
Uphoff: “Mein letztes Zweitligaspiel war damals mit Karlsruhe in Fürth im Juni 2020. Ich meine, wir haben 2:1 gewonnen und haben uns tatsächlich erst am letzten Spieltag mit Karlsruhe den Klassenerhalt gesichert. Es war auf jeden Fall ein besonderes Spiel, an das ich mich noch gut erinnern kann. Leider war das alles ohne Fans. Es wäre sicher schöner gewesen, wenn sie damals auch im Stadion gewesen wären.”
Nun also dein Comeback in der 2. Bundesliga. Musst du für dein Eintracht-Debüt eigentlich einen ausgeben?
Uphoff: “Ich glaube eigentlich nicht, dass ich für mein Debüt einen ausgeben muss (lacht). Ich habe schon einen Einstand gezahlt, als ich nach Braunschweig gewechselt bin.”
Du bist im Sommer aus Rostock nach Braunschweig gekommen. Wie hast du dich in den vergangenen Monaten bei der Eintracht, in der Mannschaft und in der Stadt eingelebt?
Uphoff: “Ich habe mich super eingelebt, die Jungs haben es einem sehr leicht gemacht. Mit Lino und Tristan kannte ich auch schon zwei Jungs, mit denen ich schon mal zusammengespielt habe, aber auch der Rest war wirklich problemlos. Auch in der Stadt fühlen wir uns wohl und es hat wirklich alles ohne Probleme geklappt.”
Ein Einsatz von Thorben ist – Stand heute – für Freitag noch offen. Bereitest du dich in dieser Woche anders vor als zuletzt, oder bleibt für dich im Trainingsalltag alles beim Gewohnten?
Uphoff: “Grundsätzlich muss man jetzt mal schauen, wie es Hoffi bis Freitag geht. Für mich ändert sich aber dahingehend jetzt erstmal in der Vorbereitung auf das Spiel nichts. Es ist auch eine kurze Trainingswoche, von daher würde sich da sowieso nicht viel ändern lassen. Wir fahren schon am Donnerstag hin und sind dann auch ganz normal im Hotel. Von daher bleibt eigentlich alles so wie es in den letzten Wochen auch war.”
Am Freitag wartet mit Arminia Bielefeld bereits die nächste Aufgabe. Was nehmt ihr aus dem Derbysieg mit, und worauf wird es ankommen, um auch dort etwas Zählbares mitzunehmen?
Uphoff: “Erstmal denke ich, dass wir aus dem Derbysieg eine gute Portion Selbstvertrauen mitnehmen dürfen und können. Das Spiel hat uns nochmal vor Augen geführt, wie man in so ein Zweitligaspiel reingehen muss. In Bielefeld darf auf keinen Fall weniger von uns kommen, nur weil es kein Derby ist und vielleicht nicht diese Brisanz wie am vergangenen Sonntag hat. Es kann grundsätzlich ein unangenehmes Auswärtsspiel sein. Ich glaube aber, dass wenn wir das auf den Platz bringen, was wir am Sonntag auch geschafft haben - dass wir einfach griffig in den Zweikämpfen sind und mit viel Intensität spielen - am Freitag mit dem Ziel nach Bielefeld fahren, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.”