Backhaus: "Die Jungs strotzen vor Selbstvertrauen"

Die Pressekonferenz vor dem Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Magdeburg

Am morgigen Freitag startet die Eintracht mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg in die Rückrunde. Nimmt man die Bilanz des Jahresendspurts als Grundlage, treffen im EINTRACHT-STADION zwei formstarke Teams aufeinander, die beide vor Weihnachten kräftig punkten konnten. In der ersten Pressekonferenz des Jahres 2026 sprach Cheftrainer Heiner Backhaus unter anderem über… 

…die vergangenen Vorbereitungstage:
Heiner Backhaus: „Es waren turbulente Tage. Wir sind voller Überzeugung hier in Braunschweig geblieben, dann hat Bochum das geplante Testspiel abgesagt. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und gegeneinander gespielt. Vorher mussten wir den Rasen jedoch vom Eis befreien. Ich hatte eine große Klappe und dachte, wir brauchen 20 Minuten, am Ende waren es vier Stunden. Die Jungs haben es gut gemacht und strotzen vor Selbstvertrauen. Die Wochen vor Weihnachten waren Balsam für die Eintracht-Seele. Das merkt man auch im Training. Es geht darum, jetzt wieder nach vorne zu schauen. Es geht bei 0:0 wieder los - es wird hochintensiv. " 

…den 1. FC Magdeburg:
Backhaus: „Magdeburg geht es ähnlich wie uns. Beide Mannschaften hatten zuletzt hervorragende Ergebnisse im Schlussspurt des Jahres. Ich bin mir sicher, dass beide Teams noch nicht bei 100 Prozent sind, ähnlich wie nach einer Sommerpause. Im Hinspiel hatten wir sehr viel Glück und haben keinen guten Fußball gespielt. Wir hoffen, dass wir auch morgen das Glück wieder auf unserer Seite haben. Es ist eine Mannschaft, die auch vor dem Trainerwechsel inhaltlich schon gut unterwegs war. Es ist eine Mannschaft, die auf gar keinen Fall da unten in die Tabelle gehört - vom Potential und der spielerischen Klasse her ist es eine Top-Mannschaft. Sie haben gegen jeden Gegner in der Regel mehr als 50 Prozent Ballbesitz."

…den Abgang von Chris Conteh:
Backhaus: „Trotz aller Professionalität tut der Abgang total weh - auf der einen Seite sportlich, auf der anderen Seite menschlich. Ich habe Chris im Sommer kennengelernt, seine menschliche Entwicklung ist unfassbar. Er wurde zu einem Spieler, der permanent gelacht hat und dem die Spielfreude ins Gesicht stand. Genau wegen solchen Spielern machen wir den Trainerjob, weil es eine Freude ist, diesen Jungs beim Fußball spielen zuzuschauen. Aber mit den Emotionen bei Seite: Er ist verletzt und hätte morgen, vermutlich auch kommende Woche nicht spielen können. Daher ist der Abgang überhaupt kein Alibi für die nächsten Tage und Wochen. Ich hatte eine schlaflose Nacht, als ich die Info bekam und er mir gesagt hat, dass er gehen möchte. Aber ich denke, dass unser Weg so klar ist, dass wir uns den Fehler nicht erlauben dürfen, Spieler festzunageln. die ihr Potential hier abgeliefert haben. Der Weg von Eintracht ist genau dieser, wir müssen das ertragen.“

…einen möglichen Einsatz von Faride Alidou:
Backhaus: „Faride kann eins zu eins die Position von Chris spielen. Er kennt die Liga bestens, hat schon Bundesliga gespielt und durfte die Champions League-Hymne hören. Das ist schon nicht so schlecht. Er ist aber auch ein Spieler, der hier den Prozess der Entwicklung durchgehen muss. Er braucht Stabilität, vorher müssen wir die Beziehungsebene klären. Er hat das Beste weit vor sich. Er ist entwicklungsfähig und wir haben mit der Kaufoption die Hand drauf. Faride ist hier und kann sofort ein Thema sein für das Spiel morgen.“