Fokus auf das Saisonziel
Der 1. FC Nürnberg in der Vorschau
Der Club kommt! Der 1. FC Nürnberg reist als zweikampfstarkes und defensiv stabiles Team an die Oker. Mit zuletzt zwei Siegen im Rücken will die Klose-Elf den positiven Trend fortsetzen und im Saisonendspurt weiter Boden gutmachen. Wir werfen einen Blick auf den kommenden Gegner in der Vorschau.
Wissenswertes
- Hart, Härter, FCN: Nur die Störche von Holstein Kiel (6083) schmeißen sich aktuell in mehr Zweikämpfe als die Nürnberger (6052). Und dabei gehen sie auch rigoros vor, denn insgesamt gewinnen sie 51,4 Prozent. Das ist die viertbeste Quote der 2. Bundesliga.
- Weder von weit weg, noch aus der Luft: Distanzschüsse führen gegen die Franken fast nie zum Erfolg. Ein einziger Weitschuss landete bisher bei der Klose-Elf im Kasten. Kein anderer Zweitligist musste weniger hinnehmen. Auch bei Kopfbällen passiert recht wenig. Nürnberg ließ nur vier Gegentore durch einen Kopfball zu - einzig Kaiserslautern ist in der Luft noch stabiler.
- Jokertore sind bisher Mangelware: Beim FCN trifft einfach immer die Startelf. 103-mal hat Chefcoach Klose bisher in der laufenden Saison gewechselt, nur zweimal konnte sich ein Einwechselspieler in die Torschützenliste eintragen.
Unter Beobachtung
- Luka Lochoshvili: Der Innenverteidiger ist ein Fels in der Brandung für die Klose-Elf. Mit seiner Zweikampfquote von 63 Prozent steht er ligaweit in den Top-10 und nur Magdeburgs Marcus Mathisen konnte bisher in der 2. Bundesliga öfter den Ball vom Gegner erobern als der georgische Nationalspieler.
- Mohamed Ali Zoma: Der Top-Torjäger des “Glubbs” steht aktuell bei zehn Treffern. Nur fünf Akteure sind in der laufenden Saison in der 2. Bundesliga mehr ins Dribbling gegangen, als der 22-jährige Italiener. Gemeinsam mit Erencan Yardimci gehört er zu den Top-10 der schnellsten Spieler in der aktuellen Spielzeit.
- Julian Justvan: Beim FCN übernimmt der Mittelfeldmann die Rolle des Spielmachers, doch auch im Abschluss sorgt er gut für Gefahr. 59 Torschüsse sind die sechsmeisten der Liga. Bei über der Hälfte davon nahm er aus der Distanz Maß.
Die Lage
Mit Aufwind vor der Länderspielpause ist der Club aus dem Frankenland wieder in der Spur und will nun die eigentlichen Saisonziele erneut ins Visier nehmen. Die Unterbrechung vom Ligaalltag wurde beim FCN vor allem genutzt, um Kraft für die verbleibenden Spieltage zu sammeln. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge ist das ausgeschriebene Ziel von mindestens Platz sieben durchaus wieder möglich. Vor dem Start in den Saisonendspurt an der Oker ließ Chefcoach Miroslav Klose deshalb schon verlauten: Experimente will er keine mehr machen. Die beste Mannschaft soll auf dem Platz stehen. Erfolg in der Tabelle steht beim Weltmeister von 2014 aktuell über der individuellen Entwicklung. Beim letzten Auftritt vor der Länderspielpause feierten die Nürnberger gegen einen harmlosen 1. FC Kaiserslautern einen souveränen 3:0-Heimsieg.
Letzte Begegnung
Im Hinspiel beim 1. FC Nürnberg musste die Eintracht früh einen Rückschlag hinnehmen, als Mehmet Can Aydin bereits in der Anfangsphase verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Trotz dieses frühen Dämpfers fanden die Löwen gut in die Partie und hatten durch einen aberkannten Treffer von Levente Szabó zunächst Pech. Effizienter zeigte sich der FCN, der mit seinen ersten beiden Chancen durch Mohamed Zoma und Finn Ole Becker auf 2:0 stellte. Die Eintracht hielt spielerisch dagegen, verkürzte noch vor der Pause durch Kevin Ehlers und ging mit mehr Ballbesitz, aber einem 1:2-Rückstand in die Kabine. Auch im zweiten Durchgang bestimmten die Braunschweiger weitgehend das Spiel, konnten ihre Überlegenheit jedoch nicht in zwingende Chancen ummünzen. In der Schlussphase drängten die Löwen auf den Ausgleich, mussten nach einer Gelb-Roten Karte gegen Ehlers jedoch in Unterzahl weiterspielen. So blieb es trotz größerer Spielanteile bei der knappen 1:2-Niederlage.