Frenkert: "Es gilt, sich alle gemeinsam zusammenzureißen"

Die Stimmen zum 0:2 an der Förde

Die Eintracht nimmt nach der Niederlage in Kiel keine Punkte mit auf die Heimreise. Die Stimmen zur Partie.

Thorben Hoffmann:
“In der vergangenen Woche in Kaiserslautern haben wir es hinbekommen, effizient zu sein. Heute wurde uns gezeigt, wie es geht. Grade an beiden Lattentreffern hat man gesehen, dass bei uns oftmals der Zentimeter fehlt. Die Gegentore sind viel zu lasch und unerwachsen verteidigt. Es wirkt, als würden wir Fußball schauen und gehen gar nicht in Situationen. Im tiefen Block müssen wir manchmal einfach mehr aushalten. Es war heute viel zu passiv. Zu den kommenden zwei Spielen kann ich jetzt gerade noch nichts sagen. Wir dürfen es nicht als selbstverständlich nehmen, dass wir es immer auf den letzten Drücker schaffen. Es ist heute wirklich einfach bitter, weil wir das Spiel noch hätten ziehen können. Meiner Meinung nach waren wir nicht die schlechtere Mannschaft, aber leider nicht die abgezocktere. Die letzten beiden Spiele gilt einfach: Helm auf und da durch. Wir müssen jetzt versuchen zu kontrollieren, was wir kontrollieren können."

Lukas Frenkert:
“Dass wir jetzt zwei Endspiele vor der Brust haben, ist kein Geheimnis. Nächste Woche geht es gegen Dynamo Dresden, sie haben heute gewonnen. Ein Sieg ist Pflicht. Mein Appell ist, dass wir als Mannschaft noch geschlossener werden und noch enger zusammenrücken. Es gilt, sich alle gemeinsam zusammenzureißen und die kommenden zwei Spiele mit vollem Einsatz anzugehen. Wir haben die nötige Qualität und die nötige Mentalität. So wollen wir die nächsten zwei Wochen unser gemeinsames Ziel erreichen.”

Lars Kornetka:
“Wir wollten heute einen großen Schritt gehen und einen Dreier einfahren, da hatten wir uns einiges vorgenommen. Ich finde auch, dass wir recht gut ins Spiel gekommen sind und hatten ein paar Momente, bei dem das Spiel zu unseren Gunsten kippen kann. Dann kriegen wir leider ein bitteres 0:1, was mich brutal ärgert. Weil es nicht unsere Spielweise ist und wir in der eigenen Box passiv werden. Wir hatten keine gute Aufteilung im Raum, das haben wir nicht gut verteidigt. Dann kommt es, wie es seitdem ich da bin, immer mal wieder passiert ist. Wir müssen einem 0:1 hinterherlaufen gegen eine Mannschaft, die mit Herz und Leidenschaft verteidigt. Das war nicht einfach, trotzdem haben wir immer mal wieder Momente kreiert. Am Ende kriegen wir dann aus einer kontrollierbaren Situation den Konter, da war das Spiel dann leider gegessen. Wir haben alles versucht und die Mannschaft hat nach dem 0:1 gezeigt, dass sie unbedingt will.”

Tim Walter (Cheftrainer Holstein Kiel):
“Genauso ärgerlich wie das Tor für den Gegner war, hat meine Mannschaft das gut herausgespielt. Am Ende war es ein Stück weit zu wenig. Man hat den Jungs schon angemerkt, dass sie heute etwas nervöser waren, als sonst. Das ist, glaube ich, normal für diese Situation, weil wir es heute schaffen konnten. Trotzdem ist mein Maßstab ein anderer. Mein Maßstab ist der, den sie in den vergangenen Wochen an den Tag gelegt haben. Die Leidenschaft war aber immer da, die war auch heute da. In der zweiten Hälfte war es hart an der Linie zu stehen und immer wieder die langen Bälle des Gegners zu sehen und dabei selbst wenig kreieren zu können. Manchmal muss man aber pragmatisch und effizient sein. Das waren wir heute.”