"Der Druck fällt ab"

Die Stimmen zum Klassenerhalt auf Schalke

Geschafft! Die Eintracht spielt auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga! Die Stimmen zum letzten Spieltag in Gelsenkirchen.

Thorben Hoffmann:
"Es sind gerade so viele Emotionen in mir. Der Druck fällt im Moment einfach ab. Es war eine kräftezehrende Saison, deswegen kann ich gerade noch nicht realisieren, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Natürlich hätte man sich sicherlich auch ein wenig mehr freuen können, wenn man hier heute noch drei oder einen Punk mitgenommen hätte. Ich denke, wenn ein wenig Zeit ins Land gestrichen ist, könne wir alle darauf stolz sein, dass wir es geschafft haben. Trotzdem sollten wir einige Dinge ganz klar ansprechen. Ich habe mich in den gesamten 90 Minuten auf mein Spiel konzentriert und darauf, dass ich in der zweiten Halbzeit keinen Gegentreffer mehr kassiere. Ich habe mich dennoch gewundert, warum wir zum Ende hin Hinten drin so passiv  geworden sind.  Im Nachhinein, wenn man die Ergebnisse der andere Teams der 2. Liga sieht, macht es schon Sinn. Jetzt im Moment gilt erst einmal: Geschafft ist geschafft! Egal wie. Ich hoffe dann, dass wir einige Dinge richtig analysieren, aufarbeiten und richtige Entscheidungen treffen. Ich bin aber dennoch stolz auf meine Mannschaft und auch auf meine persönliche Performance, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreicht haben."

Lino Tempelmann:
„Es war brutal. Ich kann mich jetzt immer noch nicht so ganz freuen, weil einfach die Erleichterung noch überwiegt. Es war turbulent. Du kriegst das Drumherum natürlich ein Stück weit mit, aber dann auch nicht in Gänze.  In der Halbzeit sah e eigentlich ganz gut aus und dann haben sich die Ergebnisse noch mal  geändert. Es ist eigentlich Wahnsinn, dass die Saison wegen eines Tores entschieden wird, aber zum Glück zu unseren Gunsten. Ich bin echt happy, dass wir es geschafft haben. Wir haben selber versucht zu beeinflussen, was wir beeinflussen können. Und jetzt ist dann gut gegangen trotz der Niederlage. Die individuelle Qualität der Schalker ist schon enorm. Wir haben uns schon auch gute Chancen herausgespielt und hätten sicherlich auch ein Tor machen können. Jetzt ist es alles schwer zu sagen. Wir sind einfach froh, dass wir es geschafft haben. Also das Saisonfinale war unglaublich, als dann der Schlusspfiff kam und klar war, dass es auf dem anderen Platz auch vorbei ist, dann sind alle Dämme gebrochen. Ich froh, dass ich seit einigen Wochen wieder auf dem Platz stehen kann und meinen Teil zu dem Ergebnis beitragen konnte. Das war für mich extrem wichtig. Einfach erleichtert und hoffentlich können wir ja die Stellschrauben irgendwie drehen, um um die nächste Saison besser abschließen zu können.“

Johan Gómez:
„Es ist eine große Erleichterung, dass wir den Klassenerhalt heute auf dem direkten Wege geschafft haben. Ich denke, dass man das auch in den emotionalen Momenten nach Abpfiff aus unseren Gesichtern ablesen konnte. Natürlich sind wir nicht glücklich, dass wir das Spiel hier verloren haben, dennoch fühle ich gerade, dass der Druck abfällt. Für mich ist es eine große Ehre Teil dieses Traditionsvereins der 2. Bundesliga zu sein. Dass wir die Klasse gehalten haben, erfuhr ich erst, als unsere Fans und unser Staff kurze Zeit nach Abpfiff gejubelt und gefeiert haben. Ich habe dieses Jahr erneut gelernt, dass in dieser Liga alles möglich ist und jeder jeden schlagen kann. Gerade in den letzten Woche unter unserem Coach Kornetka haben wir eine positive Entwicklung mitgemacht und sind die richtigen Schritte gegangen. Wir hatten dieses Jahr viele junge Spieler. Vielleicht gehörte das auch zum Lernprozess dazu. In der kommenden Saison werden wir alle ein Jahr älter und erfahrener sein. 
Jetzt sind wir erst einmal glücklich, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, geschafft haben.“

Benjamin Kessel:
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie sie heute in dieser Drucksituation aufgetreten ist. Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht und sind einfach froh, dass wir das Ding gezogen und die Klasse gehalten haben. Daran hat Lars einen großen Anteil, er hat eine neue Spielidee und Energie in die Mannschaft gebracht. Die Jungs haben das gut angenommen und fußballinhaltlich in dieser Zeit einen Schritt nach vorne gemacht. Unabhängig davon ist uns völlig klar, dass wir nicht von einer guten Saison sprechen können. Platz 15 und zittern bis zum Saisonende war nicht unser Ziel, dennoch steht am Ende der wichtige Klassenerhalt. Ich sehe ein Fundament, auf dem wir aufbauen können und werden: Wir haben einen Top-Trainer und der Kern der Mannschaft hat laufende Verträge. Wir werden die Sommerpause nutzen, um die richtigen Lehren aus der Saison zu ziehen. Es geht um qualitative Anpassungen am Kader und anschließend um ein realistisches Erwartungsmanagement für die neue Saison.“

Die PK mit den Stimmen von Schalke-Coach Miron Muslic und Löwen-Cheftrainer Lars Kornetka gibt es hier unten im Re-Live!