Hoffmann: "Der Punkt wird uns weiterhelfen"

Die Stimmen zum 2:2-Unentschieden gegen Darmstadt

Die Löwen trennen sich in einem kurzweiligen Spiel mit 2:2 von Spitzenreiter SV Darmstadt. Nach einem Doppelschlag in Durchgang eins durch Mehmet Can Aydin per Elfmeter und Johan Gomez führte die Eintracht mit 2:0 zur Pause und war damit auf Kurs Heimsieg. Allerdings glichen die Lilien nach der Halbzeit durch einen Doppelpack von Matej Maglica aus. Die Stimmen zum Spiel. 

Mehmet Can Aydin
„Am Anfang der Saison habe ich schon gesagt, dass ich mich drauf fokussieren möchte, mehr Scorer zu sammeln. Das gelingt mir jetzt gerade. Es freut mich nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft, der ich damit helfen kann. Ich bin dem Trainer sehr dankbar, dass er mir die Chance gibt, im Zentrum zu spielen. Ich bin auf der Position einfach zentraler vor dem Tor und komme dort zum besseren Abschluss. Außerdem habe ich zentral mehr Zweikämpfe als außen. Ich fühle mich im Mittelfeld einfach wohler. Ich würde heute nicht über zwei verlorene Punkte sprechen. Wir sind gegen den Tabellenführer mit einer Führung in die Halbzeit gegangen. Gegen so einen Gegner ist es sehr schwer, 45 Minuten lang das 2:0 zu verteidigen. Dennoch hätten wir uns natürlich sehr gefreut, die drei Punkte mitzunehmen.“

Ron-Thorben Hoffmann
„Wir waren uns in der Halbzeit bewusst, dass es nicht verdient 2:0 für uns steht. Wir waren zwar zufrieden, haben aber auch gesagt, dass wir die Sinne schärfen müssen und eine andere Performance in der zweiten Halbzeit brauchen. Wir haben schon eine Reaktion von Darmstadt erwartet und wollten gegen die Wucht, die sie dann entwickeln können, dagegen halten. Es ist dann bitter, dass du nach einem Standard das 2:2 kriegst. Es ist sehr ärgerlich, weil wir nicht konsequent zu Ende verteidigt haben. Trotzdem brauchen wir uns mit einem Punkt gegen den Tabellenführer nicht verstecken. Wir müssen emotional immer auf der Höhe sein, um unsere beste Performance abrufen zu können. Das haben wir heute gut geschafft, denn wir konnten die Fans mitziehen und können stolz auf die Performance sein, denn es war ein schwieriges Spiel heute. Den Punkt nehmen wir definitiv so mit und er wird uns auch weiterhelfen.“

Heiner Backhaus
„Darmstadt hatte mehr Ballbesitz und einen höheren xG-Wert. Und trotzdem fühlt man sich, wenn man 2:0 führt, logischerweise eher so, dass man zwei Punkte hat liegenlassen. In Summe sehe es ich wie Flo (Anm. d. Red.: Florian Kohfeldt). Ich habe großen Dank an die Fans zu sagen. Man sieht, wenn wir gemeinsam in unserem Stadion agieren, dann sind wir in der Lage, jeden Gegner zu schlagen oder so Paroli zu bieten, dass wir auf Augenhöhe sind. Das waren wir heute, auch wenn wir leiden mussten. Wir sind acht Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Das war erwartbar, so wie die Woche auch in der Kommunikation war. Das ist der Mutterboden für die Punkte, die wir holen. Ich glaube, wir haben heute mit Darmstadt einen Aufsteiger gesehen. “

Florian Kohfeldt (Trainer SV Darmstadt 98)
„Am Ende war das heute für uns nach der ersten Halbzeit ein gewonnener Punkt. Es war ein sehr schweres Auswärtsspiel, da Braunschweig uns das Leben erwartbar schwer gemacht hat. Es ist hier auswärts immer schwierig. Im Großen und Ganzen kann ich aber meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir hatten über die 90 Minuten eine gute Spielkontrolle, haben aber die einfachen Dinge heute nicht gut gemacht. Die zwei Gegentore müssen wir anders verteidigen. Trotzdem hatten wir auch in der ersten Halbzeit schon zwei große Chancen, um in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann versucht, uns wieder auf die Dinge zu besinnen, die uns stark macht. Wir hatten eine schwere Woche mit vielen Krankheitsfällen. Ich bin stolz, dass wir in der zweiten Halbzeit die Moral bewiesen haben und den Ausgleich erzielen konnten."

Foto: Kai Falk