Köhler: "Waren nicht zwingend genug"
Die Stimmen zur Partie in Fürth
Trotz fast 90-minütiger Überzahl verpasst die Eintracht bei der SpVgg Greuther Fürth den dreifachen Punktgewinn, hält aber zumindest einen Kontrahenten im Tabellenkeller mit fünf Zählern auf Distanz. Zumindest bis zum Abendspiel in der 2. Bundesliga zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden bedeutet der eine Zähler der Sprung von Rang 16 auf Platz 12. Die Stimmen zur Begegnung am Ronhof.
Heiner Backhaus:
“Ich bin enttäuscht, dass wir die lange Überzahl nicht besser genutzt haben. Ich glaube, dass wir damit riesige Probleme hatten. Wir haben in dieser Saison noch keine Überzahl gehabt, wir kennen die Perspektive nur von der anderen Seite. Nämlich, dass wir dezimiert werden und über uns hinauswachsen müssen. Wir haben sehr viele falsche Entscheidungen im letzten Drittel getroffen. Wir hatten viele Situation dort, waren unsauber, zu unplatziert. Aber solche Spiele kannst du auch verlieren, denn mit jeder Minute wächst der Druck, dass du das Spiel gewinnen musst. Am Ende sind es für uns zwei verlorene Punkte. Ich kann jeden Eintracht-Fan verstehen, der sauer ist. Der Punkt wird trotzdem wichtig werden, weil wir es geschafft haben, den Gegner auf Distanz zu halten. Kommende Woche haben wir wieder unsere Kernkompetenzen: Pressing und Umschalten. In den Ballbesitzphasen haben wir heute gesehen, dass wir mehr tun müssen.”
Sven Köhler:
“Mit dem Spielverlauf sind wir alle ein Stück weit enttäuscht. Es hört sich erstmal gut an, wenn man so früh in Überzahl ist, trotzdem ist es schwer, so eine tiefstehende Mannschaft dann zu bespielen. Wir hatten in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Chancen, da kann es klingeln. Aber am Ende muss man sagen, dass wir nicht zwingend genug waren. Das ist einfach Fakt. In solchen Situationen müssen wir mehr herausholen, weil wir heute eine große Chance hatten, die haben wir nach meinem Gefühl nicht genutzt. Am Ende des Tages nehmen wir den Punkt mit aus Fürth, das steht über allem. Es war aber mehr drin. Bei der Einstellung kann man niemanden einen Vorwurf machen, wir waren da.”
Heiko Vogel (Trainer SpVgg Greuther Fürth):
“Wir haben uns sehr viel vorgenommen und sind mit viel Vehemenz ins Spiel gestartet. Nach einer Minute war der Matchplan dann jedoch völlig hinüber. Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis, haben 0:0 gespielt und zwei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Heimspiel verloren. Aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Sie haben die Basis, die sie letzte Woche nicht gezeigt hat, vollumfänglich erfüllt. Sie hat ihr Herz auf dem Platz gelassen. Aus dem Spiel heraus haben wir nahezu garnichts zugelassen und Standards wegverteidigt. Das tut gut. An diesen Dingen haben wir viel gearbeitet. Das ist die Basis für die Zukunft.”