Kornetka: "Auf unsere Aufgabe konzentrieren"
Die Pressekonferenz vor dem 34. Spieltag auf Schalke
Noch ein Duell zu gehen in der regulären Saison der 2. Bundesliga! Rein rechnerisch ist für die Eintracht noch jedes Szenario möglich. Bevor die Blau-Gelben also auf Schalke am letzten Spieltag um den Ligaverbleib spielen, sind die verschiedenen Konstellation im Tabellenkeller mehr als unübersichtlich. Chefcoach Lars Kornetka fordert daher nicht nur seine Jungs auf, bei sich zu bleiben, auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Denn immerhin wartet der Zweitligameister auf die Löwen. Auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag, um 15.30 Uhr, sprach der Fußballlehrer auf der Pressekonferenz über…
…das Personal:
Lars Kornetka: “Wir müssen nach wie vor auf Sidi Sané, Anas Bakhat und auf Patrick Nkoa verzichten. Alle anderen Spieler konnten beschwerdefrei das Training mitmachen, stehen auch morgen im Abschlusstraining und für Sonntag zur Verfügung.”
…über den Gegner und Zweitligameister:
Kornetka: “Es ist eine Mannschaft, die eine wunderbare Saison gespielt und die eine sehr starke Leistung über eine ganz lange Strecke gezeigt hat. Sie kann mit Einzelspielern aufwarten, die Sondergleichen sind und gerade vorne in dem Bereich schon gute Abläufe haben, die in ihrem System gefestigt sind. Durch ihre Wechsel wissen wir nicht genau, was uns erwartet, wer da spielen wird. Einige davon kenne ich, weil ich gegen sie gespielt habe oder sie auch schon mal Teil meiner Mannschaft waren, wie Dejan Ljubicic zum Beispiel. Deswegen sind wir in der Analyse ganz klar. Wir wissen, was auf uns zukommt und erwarten eine Mannschaft, die uns jetzt auch nicht den Gefallen tun wird, den Saisonendspurt austrudeln zu lassen, sondern gerade vor der Kulisse erwarten wir da nicht nur ein volles Haus, was die Fans angeht, sondern auch ein volles Haus, was den Gegner angeht und darauf bereiten uns vor. Wir wollen, die Mentalität, die wir zuletzt gezeigt haben, auf den Platz bringen. Nämlich niemals aufzustecken, uns jeden Widrigkeiten entgegenzustellen und uns reinzubeißen in so ein Spiel mit allem, was wir haben.”
…Besonderheiten in der Trainingswoche:
Kornetka: “Nein, das einzig Besondere war, dass wir zweimal im Stadion trainieren konnten, was sehr schön ist, weil der Platz toll ist. Ansonsten haben wir an bestimmten Dingen gearbeitet, die wir schon gut gemacht haben, die wir noch mal verstärken wollen, forcieren wollen und natürlich an bestimmten Dingen, die jetzt auch auf Schalke zu erwarten sind. Daran haben wir gearbeitet. Von der Atmosphäre und von der Stimmung her ist die Mannschaft echt scharf. Auch heute im Training hat man gesehen, dass sie sich auch untereinander sehr gut coacht. Das beginnt tatsächlich bei der Nummer eins und endet dann bei der Nummer 24 oder 21, wenn wir von den Feldspielern ausgehen. Die Jungs haben echt mal wieder bewiesen, dass sie alle da sind, wenn man sie braucht. Zudem gibt es eine große Fairness untereinander und ein großes Gönnen. Da gibt es keinen Neid auf Einsatzzeiten, sondern einen klaren Support untereinander.”
…die Vorzeichen vor dem Saisonfinale:
Kornetka: “Diese Saison hat gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Die Spielverläufe sind teilweise so kurios, wie sie vielleicht kurioser gar nicht mehr sein könnten. Es ist einfach alles möglich. Klar ist auch, wenn du in die Führung gehst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das Spiel ziehst einfach größer. Das ist einfach eine Wahrscheinlichkeitsrechnung und trotzdem ist es schon häufig passiert, dass das Spiel auf einmal kippt, durch einen Ausgleich geht es auf einmal in die andere Richtung. Sicherlich gibt es manchmal auch kuriose Schiedsrichterentscheidungen. Da braucht man auch manchmal ein bisschen Glück. Also es kann alles passieren und das ist uns auch klar. Von daher probiere ich da wirklich bei mir zu bleiben und das sag ich auch dem Team. Jungs, lasst uns bei uns bleiben. Lasst uns an unsere Aufgaben glauben und darauf konzentrieren, was wir zu tun haben. Alles andere regeln die anderen draußen. Wir haben einen Trainerstab, wir haben Teammanagement, wir haben eine Führungsriege. Die können auch Ergebnisse im Auge behalten. Aber wir müssen uns auf die Aufgaben auf dem Platz konzentrieren, denn da kommt ein Gegner auf uns zu, der uns keine Sekunde Zeit geben wird, da über irgendwas nachzudenken. Gerade, wenn man mal einen Gegenschlag kriegt oder wenn man in Führung geht. Gerade dann muss man hellwach bleiben, weil das dann oft die Momente sind, wo ein Spiel kippen kann, weil man schnell den Ausgleich bekommt, weil man vielleicht zu lange feiert oder man noch in Trance ist, weil man einen Gegentreffer bekommen hat und dann fällt direkt das 0:2. Solche Dinge dürfen wir halt nicht annehmen, das darf nicht passieren. Wir müssen messerscharf bleiben, gerade in diesem Spiel.”
Die gesamte PK gibt es hier im Re-Live!