Kornetka: "Ich denke die ganze Zeit nach vorne"

Die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC

Heimspielzeit für die Löwen - zum vorletzten Mal in dieser Saison! Am Sonntag um 13.30 Uhr erwartet die Eintracht das Duell mit der Alten Dame aus der Hauptstadt. Bevor die Löwen sich mit der heimischen Kulisse im Rücken wichtige Zähler für den Klassenerhalt sichern wollen, gab Cheftrainer Lars Kornetka auf der Pressekonferenz einen Einblick in sein Seelenleben vor dem Duell und ließ die Pressevertreter trotz des Rückschlags in Bochum am vergangenen Wochenende seinen Optimismus spüren. Auf der PK sprach der Fußballlehrer unter anderem über…

…das Personal:

Lars Kornetka: “Bei Patrick Nkoa sieht es so aus, dass er zwar im MRT unauffällig ist, er aber immer noch auf Belastung mit Schmerz reagiert. Deswegen müssen wir aktuell davon ausgehen, dass er uns auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht. Wir können das jetzt noch nicht genau ablegen, wie weit in der Zukunft es ist. Wir können aber aktuell nicht mit ihm planen, der Schmerz ist noch da. Deswegen kann er uns gerade nicht helfen. Sidi Sané macht den Verlauf richtig gut mit. Alles, was uns prognostiziert wurde, wird auch eingehalten. Er fängt schon wieder mit dem Lauftraining an und wir sind guter Hoffnung, dass er nächste Woche wieder ins Teamtraining einsteigen kann. Aaron Opoku konnte mittrainieren und wir sind positiv gestimmt, dass er am Sonntag auch spielbereit sein wird.”

…anderen Druck innerhalb der Woche:

Kornetka: “Ich bin der Meinung, dass wir von Anfang an wussten, dass es bis zum Ende eine heiße Nummer wird und es sehr wahrscheinlich am letzten Spieltag entschieden wird, wer wo steht. Das hat sich für uns so nicht verändert. Was natürlich schwieriger geworden ist, dass es immer weniger Spiele werden, in denen wir punkten können. Das ärgert uns sehr. Das hat angefangen mit den Zählern, die wir im Derby nicht einsammeln konnten, dann weitergehend im Heimspiel gegen Nürnberg und jetzt auch wieder Punkte, die wir uns eigentlich holen wollten. Das hat man auch gemerkt, wie wir in die Partie gegangen sind, dass wir heiß und hungrig waren. Das ist nun mal jetzt der Status quo: Wir müssen punkten. Was mich sehr positiv stimmt, ist, dass man sieht, dass man in dieser Liga jeden schlagen kann, dass wir mitspielen können und, dass wir Phasen im Spiel haben, in denen wir dominant und bestimmend sein können. Das Thema, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und selbstbestimmt zu sein, das ist bei uns omnipräsent. Daran arbeiten wir und das stimmt mich hoffnungsvoll. Was ich auch sehr gut fand, man hat keine Mannschaft erlebt, die sich aufgrund des Spielstandes aufgegeben hat. Die Jungs wollten immer noch weiter machen, obwohl es irgendwann schwer wurde, noch etwas mitzunehmen. Da hat keiner den Kopf in den Sand gesteckt, das war nicht spürbar. Diese Körpersprache und diese Motivation mit Rückschlägen umzugehen, die hilft uns auch in den nächsten Duellen positiv zu sein.”

…den Gegner aus Berlin:

Kornetka: “Ich finde, dass sie sehr gute Abläufe mit dem Ball und eine klare Linie haben, wenn es darum geht, den Ball nach vorne tragen zu wollen. Sie sind eine außergewöhnlich gute Umschaltmannschaft mit schnellen Spielern, die auch da gute Abläufe haben und die wissen, wo der Ball hin soll. Das gilt es für uns zu unterbinden.”

…die Gefahren in den kommenden Wochen:

Kornetka: “Ich hab mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Was das angeht, bin ich vielleicht auch ein naiver, positiv denkender Mensch, der die ganze Zeit schaut, was man besser machen kann. Ich denke lösungsorientiert. Natürlich war das am vergangenen Wochenende ein Rückschlag, natürlich hat das 1:4 brutal weh getan. Vor allem auch in der Höhe und wenn man gesehen hat, wie wir in die Partie gegangen sind und was wir eigentlich auf den Platz bringen können. So tat es umso mehr weh. Wenn man so eine Begegnung chancenlos verliert, dann geht man vielleicht anders raus. Wenn man aber merkt, dass man das Spiel eigentlich an sich reißen kann, dann tut es richtig weh. Und das war bei uns so. Ich denke die ganze Zeit nach vorne. Ich denke mit meinen Kollegen und den Spielern darüber nach, was wir besser machen können, wie wir Fehler abstellen und noch souveräner und kontrollierter sein können. Damit wir nicht auf einmal ein Tor bekommen, was aus dem Nichts heraus passiert. Wie können wir das alles zur Seite schieben und nur unseren Fußball auf den Platz bringen, damit wir das Spiel dominieren. Ich denke überhaupt nicht darüber nach, was an Worst-Case-Szenarien passieren könnte.”

Die gesamte Pressekonferenz gibt es hier im Re-Live!