Löwen verlieren Testspiel in Bielefeld mit 1:4
Anas Bakhat trifft beim Comeback
Bei der Eintracht rollt der Ball auch während der Länderspielpause. Auf dem Trainingsgelände der Bielefelder Arminia absolvierten die Blau-Gelben ein torreiches Testspiel gegen Arminia Bielefeld. Nach 90 Minuten unterlag die Kornetka-Elf dem DSC mit 1:4. Das Tor für die Eintracht erzielte Comebacker Anas Bakhat kurz vor dem Schlusspfiff.
Die Lage:
Bevor es für Cheftrainer Lars Kornetka zum ÖFB-Team von Ralf Rangnick geht, stand noch ein Testspiel in Bielefeld an. Dabei musste der 48-jährige Coach gleich auf mehrere Akteure verzichten, die in den kommenden Tagen für ihre Nationen auflaufen werden. Namentlich fehlten die Nationalspieler Elhan Kastrati (Albanien), Grant-Leon Ranos (Armenien), Jovan Mijatovic (U21-Serbien) und Hugo Luis Afonso (U21-Luxemburg). Kapitän Thorben Hoffmann absolviert in dieser Woche ein Rehaprogramm zur Stabilisation seiner Hüfte und Fabio Kaufmann verpasste den Test aufgrund seiner Trainerausbildung.
Die Partie:
Es war zunächst eine muntere Anfangsphase am Teutoburger Wald. Den Anfang machte die Eintracht. Gleich in der ersten Spielminute chippte Max Marie einen Freistoß in den Bielefelder Strafraum – fand allerdings keinen blau-gelben Abnehmer. Danach übernahm die Arminia das Kommando und spielte zielstrebiger nach vorne, entsprechend hatte Marko Rajkovacic in der Anfangsviertelstunde alle Hände voll zu tun. In der 15. Spielminute musste er sich dann auch erstmals geschlagen geben. Vorausgegangen war ein Steckpass auf den DSC-Offensivmann Semir Telalovic, der souverän flach verwandelte. Zehn Minuten später erhöhte Bielefeld durch den Treffer von Monju Momuluh. Bitter, denn zuvor rettete Rakovacic erst stark gegen Joel Grodowski, doch der Abpraller war für den Schlussmann dann nicht mehr zu verteidigen. Die Arminia nutze in dieser Phase das Momentum und legte nach einer guten halben Stunde erneut nach. Wieder war es ein Steckpass hinter die letzte Kette der Löwen, den Telalovic erneut zu nutzen wusste. Mit dem 0:3 ging es dann für beide Mannschaften auch in die Halbzeit. Es war ein verdienter Rückstand für die Eintracht, die keine gute erste Halbzeit auf den Rasen brachte.
Cheftrainer Kornetka nahm mit dem Seitenwechsel einige Wechsel vor und ermöglichte so auch jenen Jungs wichtige Spielzeit, die zuletzt weniger zum Zug kamen, darunter auch Louis Breunig oder auch Sidney Raebiger. Aber mit Kevin Ehlers, Robin Heußer und Aaron Opoku mischten nun auch Vielspieler der letzten Wochen mit. Letzterem gehörte auch der erste gute Abschluss im zweiten Durchgang – Opoku scheiterte aber am stark parierenden Schlussmann Leo Oppermann. Die Partie gestaltete sich insgesamt im zweiten Abschnitt deutlich ausgeglichener und chancenärmer. Die besten Torabschlüsse auf Seiten der Blau-Gelben hatten Ehlers nach einer Ecke (71‘) und Sidi Sane nur zwei Minuten später, der wieder an Oppermann scheiterte. Es war die beste Phase der Löwen, in die dann jedoch etwas überraschend das 0:4 folgte. Vorausgegangen war ein Freistoß aus halblinker Position, den Bielefelds Felix Hagmann nochmal scharf machte, sodass Marvin Mehlem anschließend nur noch einschieben musste. Den Schlusspunkt setzte aber die Eintracht: Opoku steckte nach einem starken Solo gut auf Anas Bakhat durch, der im ersten Versuch zwar noch an Oppermann scheiterte, den zweiten Ball aber im Netz versenkte. (89'). Bakhats Treffer markierte den Schlusspunkt.
Nach der Länderspielpause geht es für die Eintracht erst am Ostersonntag im Ligabetrieb weiter. Dann wartet mit dem 1. FC Nürnberg ein wichtiges Heimspiel für Blau-Gelb. Tickets für das Duell im heimischen EINTRACHT-STADION gibt es hier.
Das Spiel im Stenogramm:
Bielefeld (2. Halbzeit):
Oppermann – Bauer, Corboz (C), Telalovic, Grodowski, Momuluh (31' Rochelt), Sicker, Russo, Lannert, Knoche, Wörl.
Bielefeld (2. Halbzeit):
Oppermann – Hagmann, Telalovic, Corboz (C), Mehlem, Sicker (60' Handwerker), Großer, Rochelt, Schneider, Sarenren-Bazee, Wörl (60' Kracht).
Eintracht (1. Halbzeit):
Rajkovacic – Nkoa, Hoti, Flick, Aydin (C), Yardimci, Alidou, Marie, Bell Bell, Sane, Gómez.
Eintracht (2. Halbzeit):
Rajkovacic - Flick, Aydin (C), Breunig, Opoku, Bell Bell (60' Di Michele Sanchez), Ehlers, Sané (79' Bakhat), Heußer, Raebiger, Gómez (79' Izekor)
Tore:
1:0 Telalovic (15‘)
2:0 Momuluh (25’)
3:0 Telalovic (33’)
4:0 Mehlem (77’)
4:1 Bakhat (89’)
Schiedsrichter:
Dominic Stock