Eintracht verliert in Bielefeld mit 2:3
Treffer von Sané und Frenkert reichen nicht für Punkte
Eintracht Braunschweig unterliegt im Duell mit Arminia Bielefeld mit 2:3. Schon nach wenigen Sekunden geriet die Backhaus-Elf in Rückstand, zeigte aber Moral und drehte das Spiel durch Sidi Sané und Lukas Frenkert zu ihren Gunsten. Doch der DSC glich noch vor der Pause und ging in Durchgang zwei erneut in Führung. Blau-Gelb fehlte in der Schlussphase letztlich die Durchschlagskraft, um doch noch mit Punkten die Heimreise anzutreten.
Die Lage:
Die Löwen reisten mit neuem Selbstvertrauen nach Ostwestfalen, gelang in der Vorwoche gegen den Karlsruher SC doch der erste Pflichtspielsieg im neuen Jahr. Aber das enge Tabellenbild erlaubt kein Durchatmen und Zurücklehnen, zu eng geht es in der unteren Tabellenhälfte zu. Dort befindet sich auch die Arminen aus Bielefeld, vor Anpfiff trennten beide Teams lediglich drei Punkte voneinander. Cheftrainer Heiner Backhaus sprach daher von der Zielsetzung, den Vorsprung mindestens zu wahren, nach Möglichkeit jedoch auszubauen. Soll heißen: Seine Mannen sollten mindestens mit einem Zähler die Heimreise antreten.
Die Aufstellungen:
Hinter der Eintracht lag ein bewegter Deadline-Day und ohnehin ein umtriebiges Wechselfenster. Sechs Spieler verließen den Verein, sieben neue Jungs sind neu dabei - vier davon kamen erst am vergangenen Montag. Und einer von ihnen schaffte sogleich den Sprung in die Startelf: Aaron Opoku. Er ersetzte den gelbgesperrten Max Marie, es blieb die einzige Änderung im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC in der Vorwoche. Neben Marie fehlte auch Fabio Di Michele Sanchez aufgrund der fünften gelben Karte, mit Grant-Leon Ranos und Ken Izekor saßen zwei Neuzugänge vom Montag zudem auf der Bank.
Die Partie:
Die Hausherren erwischten einen Traumstart, denn schon nach 30 Sekunden führte der DSC. Nach feinem Spielzug und einer Hackenablage von Jannick Rochelt traf Robert Uldrikis aus der zweiten Reihe - weil Keeper Thorben Hoffmann der Ball durchrutschte (1'). Aber die Eintracht zeigte Nehmerqualitäten und kam schnell zurück. Ein tiefer Ball erreichte Johan Gomez, dessen Flanke den Kopf von Sidi Sane fand. Der Angreifer versenkte entschlossen per Kopf zum Ausgleich (8'). Die anschließende kurze Ruhephase durchbrach Innenverteidiger Lukas Frenkert per Traumtor. Der Sommerneuzugang hatte im Zentrum zu viel Platz und versenkte das Leder traumhaft in den rechten Winkel (24'). Dass es nicht zur Halbzeitführung reichte, lag letztlich an Marius Wörl. Der DSC-Akteur bekam am Sechzehner zu viel Platz, zog noch innen und schlenzte den Ball sehenswert ins lange Eck (31'). Diesmal war Hoffmann ohne Chance. Insgesamt war es eine turbulente erste Halbzeit.
Aus dieser kamen dann erneut die Hausherren besser ins Spiel. Erst scheiterte Robin Knoche per Kopfball an Hoffmann, dann blieb der Eintracht-Keeper wieder Sieger gegen Momuluh. Doch in dieser Phase traf Bielefeld doch noch. Ein Eckball von Tim Handwerker köpfte Uldrikis ins lange Eck (54'). Heiner Backhaus versuchte, mit offensiven Wechseln entgegenzuwirken, und die Eintracht kam besser rein. Doch bis auf ein Kopfball von Erencan Yardimci blieben die richtigen Chancen bis in die Schlussphase aus. Und trotz dem Umstand, dass die Löwen mittlerweile alle möglichen Offensivspieler auf dem Platz hatten, blieb der Ausgleichstreffer aus. Daran änderte auch ein weiterer Versuch von Frenkert aus der Distanz nichts, die Löwen fahren mit leeren Händen zurück.
Am Samstag empfängt Eintracht Braunschweig nun Spitzenreiter SV Darmstadt. Anpfiff der Partie ist um 13 Uhr im EINTRACHT-STADION. Tickets gibt es hier.
Das Spiel im Stenogramm:
Arminia Bielefeld
Kersken – Bauer, Corboz (C), Momuluh (76' Sarenren Bazee), Russo (89' Großer), Rochelt (76' Boakye), Lannert, Uldrikis (76' Telalovic), Handwerker, Knoche, Wörl (90' Mehlem).
Eintracht
Hoffmann (C) – Nkoa, Aydin, Yardimci, Opoku, Bell Bell (81' Alidou), Ehlers, Sané (59' Mijatovic), Frenkert, Heußer (86' Flick), Gómez (59' Ranos).
Tore:
1:0 Uldrikis (1')
1:1 Sané (8')
1:2 Frenkert (24')
2:2 Wörl (31')
3:2 Uldrikis (54')
Gelbe Karten:
- / Nkoa, Frenkert, Ranos
Schiedsrichter:
Max Burda