1:1 - Eintracht mit Punkt gegen die Hauptstadt

Marie trifft mit drittem Saisontor zum Ausgleich

Am 30. Spieltag erspielten die Löwen gegen Hertha BSC vor 22.861 Zuschauern ein 1:1-Unentschieden. Fabian Reese vollendete einen Foulelfmeter im Nachschuss und brachte die Hauptstädter nach elf Minuten in Führung. Die Blau-Gelben liefen damit einem frühen Rückstand hinterher. Trotz einiger Chancen in der Schlussphase des ersten Durchgangs gelang der Ausgleich nicht und es ging mit einem 0:1 in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff blieben gute Möglichkeiten ungenutzt, ehe Max Marie die Eintrach-Anhänger erlöste und auf 1:1 stellte (78‘). Zu diesem Zeitpunkt agierten die Blau-Gelben bereits in Überzahl, da Kennet Eichhorn zuvor die Rote Karte gesehen hatte (73‘). Am Ende blieb es bei der Punkteteilung.

Ausgangslage:

Für die Löwen ging es darum, weitere wichtige Punkte im Abwehrkampf zu sammeln, während die Gäste aus der Hauptstadt noch auf den Relegationsplatz für den Aufstieg schielten. Die Bilanz der letzten Pflichtspiele sprach mit drei Eintracht-Niederlagen für die Hertha, aber die Blau-Gelben wollten mit einer engagierten Leistung das Umschaltspiel der Gäste unterbinden und die Zähler im heimischen EINTRACHT-STADION behalten. Hierzu hatte das Trainerteam unter Woche die Fehler aus dem Bochum-Spiel analysiert und ihrer Elf entsprechende Lösungen mitgegeben.

Aufstellung:

Nach seiner langen Verletzungspause und zwei Kurzeinsätzen in den letzten Spielen stand Lino Tempelmann erstmals wieder in der Startelf.  Ansonsten nahm Lars Konetka keinen weiteren Wechsel ins seiner Anfangsformation vor. Sein Trainerkollege Stefan Leitl nahm hingegen vier Veränderungen vor. Kevin Sessa, Dawid Kownacki, Niklas Kolbe und Deyovaisio Zeefuik saßen zunächst auf der Bank und machten Platz für Michael Cuisance, Luca Schuler, Michal Karbownik und Linus Gechter.  

Die Partie:

Die Löwen kamen gut in die Partie und arbeiteten sich früh in den gegnerischen Strafraum vor. Allerdings musste sie in der elften Spielminute den ersten Rückschlag verkraften. Nach einem Pass von Marten Winkler in den Lauf von Jan-Luca Schuler wusste sich Thorben Hoffmann nur noch mit einem Foul zu behelfen und Schiedsrichter Patrick Alt zeigte sofort auf den Punkt. Zunächst Partie der Eintracht-Schlussmann den Strafstoß von Fabian Reese, aber dem Nachschuss den Hertha-Kapitäns war er schließlich geschlagen – 0:1 (11‘). In der Folgezeit versuchten die Blau-Gelben das Spiel wieder an sich zu ziehen, fanden zunächst jedoch keine Lücken in der Berliner Abwehrreihe. Mitte des ersten Durchgangs erhöht die Hertha wieder die Schlagzahl. Reese wollte es zu genau machen und setzte das Anspiel von Linus Gechter nur ins Außennetz (24‘) und Andi Hoti verhinderte mit einem starken Zweikampf gegen Hoti eine weitere gefährliche Torchance. Die Elf von Lars Kornetka kämpfte weiterhin um jeden Meter, schaffte es aber nicht wegen des guten Stellungsspiels der Hauptstädter in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen. In der 34. Minute hatte die Eintracht das Glück auf ihrer Seite, als Schuler nur den rechten Pfosten traf und das 0:2 liegen ließ. Obwohl die Löwen unentwegt am Ausgleich arbeiteten, gelang dieser nicht, da mehrere aussichtsreiche Abschlüsse in der Nachspielzeit entweder geblockt oder von Keeper Tjark Ernst pariert wurden. Daher ging es mit einer knappen 1:0-Gästeführung in die Kabine.

Die Kornetka-Elf kam motiviert und engagiert aus der Kabine und hatte durch Lino Tempelmann die große Chance zum Ausgleich als sein Abschluss nur wenige Zentimeter das Ziel verfehlte (50‘). Auch in der nächsten Situation gelang dem 27-Jährigen der Ausgleich nicht, weil Ernst den Schuss vereitelte (55‘). Aber auch die Hertha spielte weiterhin mit. Aus der eigenen Hälfte spielten die Gäste schnell nach vorne, wo der finale Abschluss von Schuler an die Oberkante der Querlatte klatschte (60‘). In den Folgeminuten drängten die Löwen auf den Ausgleich, aber Jovan Mijatovic scheiterte am Berliner Schlussmann (62‘) und Faride Alidou verfehlte den Torerfolg nur knapp (65‘). In der nächsten Situation stand das Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt. Nachdem Alt zunächst Gelb gegen Kennet Eichhorn gezeigt hatte, schaltete sich der VAR ein. Nach Ansicht der Videobilder lag ein grobes Foulspiel vor und das Herthaner Eigengewächs wurde mit der Roten Karte vom Platz gestellt (73‘). Die Löwen nutzten kurz darauf ihre Überzahl und erzielten durch Max Marie den vielumjubelten Ausgleich (78‘). In der Schlussphase spielte die Eintracht spielbestimmend. Kornetka brachte mit Fabio Kaufmann, der damit sein 150. Spiel für die Blau-Gelben bestritt, noch einmal einen frischen sprintstarken Spieler, aber die Führung blieb den Löwen verwehrt. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden, was einen weiteren Punkt auf der Habenseite einbrachte.

Am kommenden Freitag, 24. April 2026, gehen die Löwen unter Flutlicht gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Punktejagd. Anpfiff auf dem Betzenberg ist um 18.30 Uhr.

Das Spiel im Stenogramm:

Eintracht
Hoffmann (C) – Hoti (88' Kaufmann), Flick, Aydin, Mijatovic, Marie, Tempelmann (64' Yardimci), Ehlers, Di Michele Sánchez (64' Bell Bell), Heußer (64' Alidou), Gómez.

Hertha BSC
Ernst – Cuisance (85' Sessa), Reese (C) (85' Kownacki), Schuler (79' Zeefuik), Winkler (68' Krattenmacher), Eichhorn, Seguin, Dardai, Karbownik, Leistner, Gechter.

Tore:
0:1 Reese (11‘)
1:1 Marie (78')

Gelbe Karten:
Hoffmann, Tempelmann, Ehlers, Marie / Gechter, Zeefuik, Seguin

Besondere Vorkommnisse:
Kennet Eichhorn (73'/Rote Karte nach grobem Foulspiel)

Schiedsrichter:
Patrick Alt

Zuschauer im EINTRACHT-STADION:
22.861 (2.474 davon Gäste)

Fotos: Kai Falk