Heimsieg gegen Dynamo!

Löwen ziehen das Duell mit den Sachsen und siegen 2:1

Am vorletzten Spieltag empfingen die Löwen Dynamo Dresden im heimischen EINTRACHT-STADION und wollten weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Nach einem engagierten Auftritt siegten die Blau-Gelben mit 2:1 (1:0) und sicherten sich die wichtigen drei Punkte. Die Eintracht lag durch die Tore von Florian Flick (20‘) und Faride Alidou (50‘) lange Zeit in Führung ehe die Sachsen das Spiel mit dem Anschlusstreffer durch Stefan Kutschke noch einmal spannend machten (86‘).

Ausgangslage:

In der 2. Bundesliga konnten die Löwen auf eine positive Bilanz gegen die Kicker aus der sächsischen Landeshauptstadt zurückblicken. In elf Aufeinandertreffen gelangen den Blau-Gelben fünf Siege und vier Mal teilten sich beide Teams die Punkte. Lediglich bei zwei Begegnungen ging die Eintracht als Verlierer vom Platz. Um die wichtigen drei Punkte einzufahren, wollten die Löwen den erfolgreichen Auftritt aus dem umkämpften Hinspiel wiederholen. Hier gelang ein 3:2-Auswärtserfolg, bei dem Patrick Nkoa den Siegtreffer erzielte.

Aufstellung:

Ganze fünf Wechsel nahm Lars Kornetka bei seiner Startelf vor. Robin Heußer fehlte aufgrund einer Gelbsperre und Andi Hoti, Jovan Mijatovic, Leon Bell Bell sowie Johan Gómez rotierten zunächst auf die Ersatzbank. Die frei gewordenen Positionen wurden durch Fabio Kaufmann, Erencan Yardimci, Faride Alidou, Fabio Di Michele Sánchez und Lukas Frenkert neu besetzt.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm nahm lediglich eine Veränderung in der Abwehr vor und brachte Lukas Boeder für den erkrankten Friedrich Müller.

Die Partie:

Ohne eine Abtastphase starteten beide Teams temporeich in die Partie und im Mittelfeld wurde verbissen um jeden Meter gekämpft. Die fünf Wechsel in der Startelf waren den Löwen nicht anzumerken. Mit Geschwindigkeit versuchten sie immer wieder, den Ball nach vorne in die gefährliche Zone zu bringen. Die Abwehr der Gäste zeigte sich jedoch sattelfest und ließ, wie auch die Eintracht-Defensive, keine größeren Chancen zu. Folglich dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe die Kornetka-Elf ihren ersten Abschluss verbuchen konnte, der sofort zum viel umjubelten 1:0 führte. Nach Vorarbeit von Max Marie und Lino Tempelmann gelangte der zunächst geklärte Ball bei Florian Flick, der überlegt zur Führung traf. Die SGD versuchte umgehend den Ausgleich zu erzielen, aber Thorben Hoffmann verhinderte mit einer blitzschnellen Reaktion das mögliche 1:1 von Stürmer Vincent Vermeij (22‘). Da der nächste Schuss von Fabio Kaufmann aus dem Rückraum zu ungenau war (24‘), bleib es beim 1:0. In der Folgezeit beruhigte sich die Partie etwas, wobei die Sachsen zielstrebiger agierten. In der 35. Minute bewahrte Hoffmann sein Team erneut vor dem Ausgleich, als Fabio Di Michele Sánchez einen Pass unglücklich Richtung eigenes Tor abfälschte. In der Schlussphase des ersten Durchgangs neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend, sodass es mit der knappen, aber nicht unverdienten 1:0-Führung in die Kabine ging.

In der Pause wechselte SGD-Coach Stamm einmal, wohingegen Kornetka die gleiche Elf auf das Feld schickte. Dieses zahlte sich aus. Kurz nach dem Wiederanpfiff sorgte die Eintracht für den nächsten Paukenschlag. Nach einer präzisen Flanke von Kaufmann in den Fünfmeterraum erkannte Alidou die Chance und drückte die Hereingabe zum 2:0 über die Linie (50‘). Die Blau-Gelben zogen sich auch nach der Zwei-Tore-Führung nicht zurück und spielten weiter engagiert nach vorne. Allerdings meldete sich Mitte der zweiten Halbzeit der VAR als Vincent Vermeji nach einem Zweikampf mit Kaufmann im Strafraum zu Boden ging. Nach Ansicht der Videobilder entschied Christian Dingert auf Strafstoß für Dresden. Hoffmann ahnte jedoch die Ecke und krönte seine Leistung, indem er Elfmeter von Stefan Kutschke parierte (67‘). Den Löwen eröffneten sich zwar durch Gómez (71‘) und Yardimci (78‘) die Möglichkeiten zum 3:0, aber die Chancen blieben ungenutzt. Stattdessen nutzten die Gäste eine Ecke, um den 1:2-Anschluss zu erzielen. Kutschke überwand mit seinem Kopfball sowohl Hoffmann als auch Johan Gómez, der noch auf der Linie zu klären versuchte (86‘). Die Schlussphase sowie die siebenminutige Nachspielzeit sorgten noch einmal für Spannung im ausverkauften EINTRACHT-STADION und waren nichts für schwache Nerven. Zunächst traf Tony Menzel per Kopf nur die Latte (90‘+6) ehe Sidney Raebiger mit seinem Schuss aus über 50 Metern das leere Tor nur knapp verfehlte. Am Ende siegten die Löwen mit 2:1 und machten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Der Fokus rückt nun mit dem Dreier im Rücken auf die Aufgabe in Gelsenkirchen am letzten Spieltag, wo die Eintracht am Sonntag um 15.30 Uhr zum 34. Spieltag beim frischgebackenen Aufsteiger und Meister der 2. Bundesliga antritt. 

Das Spiel im Stenogramm:

Eintracht
Hoffmann (C) – Flick, Kaufmann (Mijatovic, 70‘), Aydin, Yardimci (Raebiger, 90‘), Alidou (Ranos, 70‘), Marie, Tempelmann (Gómez, 58‘), Ehlers, Di Michele Sánchez, Frenkert (Hoti, 70‘)

Dynamo Dresden
Schreiber – Amoako (Kutschke, 58‘), Ceka (Lemmer, 69‘), Vermeji, Wagner, Rossipal, Bobzien, Hauptmann (C) (Menzel, 77‘), Boeder, Sterner (Faber, 69‘), Keller (Kammerknecht, 46‘)

Tore:
1:0 Flick (20‘)
2:0 Alidou (50‘)
2:1 Kutschke (86‘)

Gelbe Karten:
Tempelmann, Kaufmann / Bobzien, Sterner

Schiedsrichter:
Christian Dingert

Zuschauer:
22.480 (ausverkauft)

Fotos:
Kai Falk