Auswärtssieg auf dem Betze!

Löwen bezwingen den FCK mit 2:0

2:0! Die Eintracht ringt auswärts am 31. Spieltag den 1. FC Kaiserslautern nieder und sichert sich wichtige drei Zähler für die Mission Klassenerhalt! Bereits früh gingen die Löwen in Führung, als Faride Alidou bei einem Abpraller goldrichtig stand und zur Führung einschob (14'). Danach drückten die Roten Teufel auf den Ausgleich, eine souveräne Eintracht ließ aber bis zur Halbzeit nicht viel zu. Nach der Pause konnte Erencan Yardimci in Folge eines gut ausgespielten Konters gar noch erhöhen (72'), den Rest der Spielzeit standen die Blau-Gelben in der Defensive sicher und brachten den Vorsprung konsequent über die Zeit.

Ausgangslage:

Die Eintracht hing auch vor Spieltag 31 dick mit drin im Abstiegskampf - aufgrund der engen Tabellenkonstellation dürfte eine Entscheidung, ob Blau-Gelb auch im kommenden Jahr Zweitligist sein wird, erst am Saisonende fallen. Gepunktet werden sollte aber schon am Freitagabend in Kaiserslautern, um die Konkurrenz entsprechend unter Druck zu setzen. In der Vorwoche reichte es zu einem 1:1-Unentschieden gegen die Hertha aus Berlin. Auf einen Sieg wartete die Kornetka-Elf seit fünf Spieltagen. 

Aufstellung:

Cheftrainer Lars Kornetka entschied sich für zwei Wechsel in seiner Startelf. Im Gegensatz zum Remis gegen die Hertha begannen Leon Bell Bell auf der linken Seite sowie Faride Alidou im Angriff. Dafür rotierte Robin Heußer auf die Bank, Fabio Di Michele Sanchez fehlte krankheitsbedingt gänzlich im Kader. In diesem stand jedoch Schlussmann Marko Rajkovacic, der den Vorzug gegenüber Elhan Kastrati erhielt.
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht nahm gleich vier Änderungen an seiner Startelf vor, unter anderem verhalf er dem 18-jährigen Keeper Enis Kamga zu seinem Debüt in Liga zwei. 

Die Partie:

Die Hausherren kamen etwas schwungvoller in die Partie, ohne sich jedoch Abschlüsse zu erarbeiten. Entweder klärte die Eintracht entscheidend, oder dem FCK fehlte die Präzision. Besser machten es nach rund einer Viertelstunde die Löwen selbst, die mit dem ersten Schuss in Führung gingen. Ein Dropkick von Lino Tempelmann aus rund 20 Metern geriet eigentlich zu zentral, doch FCK-Keeper Enis Kamga konnte den strammen Schuss nicht festmachen. Beim Abpraller stand Faride Alidou goldrichtig, zeigte sich hellwach und schob zur blau-gelben Führung ein (14'). Fünf Minuten später wollte Kaiserslautern dann zurückschlagen, doch nach Flanke von Luca Sirch und Kopfball von Paul Joly parierte Thorben Hoffmann klasse (19'). Auch anschließend versuchten es die Gastgeber, aber die Eintracht stand kompakt und legte nach einer halben Stunde um ein Haar nach. Beim Rückpass auf Kamga setzte Alidou den jungen Keeper massiv unter Druck, doch den Abpraller klärte Maxwell Gyamfi vor dem einschussbereiten Angreifer. Wieder wäre es ein klarer Torwartfehler gewesen. In der Folge sollten Aufreger ausbleiben - auch die kurze Nachspielzeit von lediglich 60 Sekunden war ein klarer Beleg dafür, dass sich nicht mehr allzu viel tat. Die Eintracht ging mit der 1:0-Führung in die Kabine, weil sie hinten sicher stand und vorne effizient zuschlug.

Das blieb auch zunächst nach dem Seitenwechsel so, als zahlreiche Eckbälle und Flanken in den Strafraum der Eintracht segelten. Doch sie stand sicher, ließ in Minute 57 aber eine Top-Chance zu. Bei einer flachen Hereingabe von Joker Norman Bassette entwischte Naatan Skyttä in der Mitte, legte den Ball aber am langen Eck knapp vorbei. Das Duell blieb zerfahren und auf überschaubarem Niveau, weil sich immer wieder leichte Fehler einbauten. Der FCK versuchte, seine Offensivbemühungen zu intensivieren und bot dafür in der Defensive immer mehr an. Eine Kontermöglichkeit nutze die Eintracht dann blitzsauber. Nach Steckpass von Flick stand Joker Erencan Yardimci frei vor Torhüter Kamga und versenkte eiskalt im langen Eck - das 2:0 für die Löwen (72'). Es war Yardimcis Tor-Comeback nach ziemlich genau fünf Monaten. Damals traf er im Hinspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im heimischen EINTRACHT-STADION. In der Folge hatten die Hausherren abgesehen von einigen Hereingaben, die für den BTSV problemlos zu verteidigen waren, kaum mehr offensive Ideen. Im Angriff fehlten sowohl Einfallsreichtum als auch Entschlossenheit komplett. Die tief stehenden Löwen ließen zudem kaum Chancen zu. So blieb es auch nach 90 Minuten beim 2:0 aus Braunschweiger Sicht, die damit den ersten Auswärtssieg in 2026 und drei immens wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt feiern dürfen. Ein wichtiger Schritt.

Für die Eintracht geht es am kommenden Wochenende schon mit dem nächsten Auswärtsspiel weiter. Am Samstag, dem 2. Mai 2026, ist der BTSV um 13 Uhr an der Förde bei Holstein Kiel gefordert.

Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Kaiserslautern
Kamga – Asta (65' Ritter), Kleinhansl (46' Redondo), Gyamfi, Kunze (C) (46' Bassette), Sahin, Rasmussen, Skyttä (82' Gibs), Berisha (65' Hanslik), Joly, Sirch.

Eintracht
Hoffmann (C) – Hoti, Flick, Aydin, Alidou (58' Yardimci), Mijatovic (90'+1 Raebiger), Marie, Bell Bell, Tempelmann (58' Heußer), Ehlers, Gómez (77' Kaufmann).

Tore:
0:1 Alidou (14')
0:2 Yardimci (72')

Gelbe Karten:
Kunze, Ritter / Hoffmann

Schiedsrichter:
Lars Erbst

Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion:
44.353