Frenkert: "Sollten diese Niederlage schnell abhaken"

Die Stimmen zur 2:3-Niederlage in Bielefeld

Die Eintracht verliert gegen einen direkten Konkurrenten knapp mit 2:3 und lässt damit Arminia Bielefeld tabellarisch erstmal vorbeiziehen. Die Löwen gerieten schon sehr früh in Rückstand, rappelten sich jedoch wieder auf und gingen durch ein Traumtor von Lukas Frenkert in Führung. Dem Druck der Hausherren konnte man insbesondere kurz nach der Pause jedoch nicht standhalten. Am Ende fehlte der Eintracht die offensive Durchschlagskraft, um nochmals auszugleichen. So sahen es die Protagonisten des Spiels: 

Lukas Frenkert
“Die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten ist unfassbar bitter. Wir haben uns für das Spiel viel vorgenommen, haben es aber nicht über 90 Minuten geschafft, das umzusetzen. Arminia war über die meiste Spielzeit intensiver. Es waren gute Phasen dabei. Wir haben es aber nicht geschafft, es final zu Ende zu spielen. Ich glaube, dass wir auch einfach zu viele Standards zugelassen haben. Da müssen wir in Zukunft zusehen, dass wir das vermeiden. So ein schönes Tor habe ich in der 2. Bundesliga noch nicht geschossen, das ist etwas besonderes für mich. Aber letztlich trübt die Niederlage diesen Moment sehr. Wir sollten diese Niederlage schnell abhaken. Es bringt nichts, zu lange damit zu hadern. Mund abwischen und weitermachen.”

Grant-Leon Ranos
"Es war ein sehr schönes Gefühl hier das erste Mal für die Eintracht aufzulaufen. Dennoch hab ich mir das Ergebnis natürlich anders vorgestellt. Leider sind wir sehr früh in Rückstand geraten, konnten aber mit dem Tor von Sidi sehr schnell eine gute Reaktion zeigen. Die Führung hat uns am Ende leider nicht weitergeholfen. Trotzdem haben wir von Anfang an alles reingeworfen. Wir werden weitermachen und hoffentlich im nächsten Spiel wieder die drei Punkte holen."

Aaron Opoku
"Es war heute kein einfaches Spiel. Das Stadion drückt und Bielefeld hat eine sehr gute Qualität, das haben wir heute am eigenen Leib spüren müssen. Sidis Tor hat uns direkt einen Push gegeben, vor allem für den Kopf. Dann gehen wir noch in der ersten Halbzeit mit einem super Tor von Frenki in Führung, aber danach sind wir oft einen Schritt zu spät gekommen und Bielefeld konnte mit ihrer individuellen Qualität jeden Fehler brutal bestrafen. Wir müssen nach vorne gucken, das Ganze aufarbeiten und nächste Woche wieder angreifen." 

Cheftrainer Heiner Backhaus
"Die drei Punkte für Arminia sind nicht unverdient. Wir kommen nach dem frühen Gegentor gut zurück ins Spiel, waren überlegen und machen mit der ersten Chance das Ausgleichstor. Das war super herausgespielt, der Tiefenlauf war schwer aufzunehmen für den Gegner. Wir machen mit einem sehenswerten Treffer das 2:1. Dann war es so, wie fast in jedem Zweitligaspiel: Die Mannschaft, die führt, hat nun was zu verlieren. Es gab viele Pressingmomente, viele Umschaltaktionen. Es sieht vielleicht nicht immer so schön aus, aber es ist brutal schwer, gegen dieses Energiefeld auf der Alm zu spielen. Bei den Standards war Arminia klar besser. Wir haben noch einmal die Chance von Yardimci und machen diese nicht - so müssen wir uns heute geschlagen geben gegen einen richtig guten Gegner."

Mitch Kniat (Trainer DSC Arminia Bielefeld)
"Wir wollten Standardsituationen wieder als Waffe nehmen und ich denke, dass das heute ganz gut funktioniert hat. Wir sind gut ins Spiel reingekommen. Die Mannschaft, die geführt hat, wurde immer hinten reingedrückt. Ich habe trotzdem eine gute erste Halbzeit gesehen, in der es am Ende wieder 2:2 steht. Die Standardsituationen haben dann die Partie in unsere Richtung kippen lassen. Ich habe aber auch ein paar gefährliche Situationen von Braunschweig gesehen, wie der Kopfball von Yardimci. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war heute sehr gut und der Gegner hat es uns heute sehr schwer gemacht. Wir sind glücklich und stolz über die drei Punkte.“