Hoffmann: "Brauchen jeden Punkt"

Die Stimmen zur Punkteteilung mit der Hertha

Im Abstiegskampf zählt jeder Punkt - auch dieser! Die Eintracht kämpft sich nach einem Rückstand zurück in das Duell mit den Berlinern und sichert sich durch eine Leistungssteigerung in Halbzeit zwei das Remis. Die Stimmen zur Partie.

Thorben Hoffmann:
“Gerade Zuhause könnten wir die Siege gebrauchen. So, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, darf man nicht auftreten. Es geht gefühlt immer erst los, wenn wir was zu verlieren haben. Das darf so nicht sein, gerade in den letzten vier Spielen jetzt nicht. In der Halbzeit haben wir noch einmal ganz klar über den Matchplan gesprochen und klar gemacht, wie wir anlaufen und weiterspielen wollen. Vor allem aber, dass wir den Ball und uns bewegen müssen. Wir müssen mehr Tiefe anbieten. Bei dem Elfmeter war die Gelbe Karte absolut gerechtfertigt, mir blieb aber in der Situation leider auch nichts anderes übrig, da wir vorher einfach zu schlecht verteidigt haben. Die zweite Halbzeit und gerade auch die letzten Minuten geben aber Hoffnung für die verbleibenden Spiele. Wir haben jetzt zwei Auswärtsspiele hintereinander. Auswärts haben wir uns in der Vergangenheit oft schwer getan, aber das darf jetzt einfach nicht passieren. Wir brauchen jetzt jeden Punkt - die Konkurrenz schläft nicht. Jetzt gilt es, die Performance der zweiten Halbzeit auch schon in der ersten Hälfte an den Tag zu legen.”

Max Marie:
“Es war natürlich ein schönes Gefühl, wieder ein Tor geschossen zu haben. Leider gab es heute keinen Sieg für uns, aber wir bauen darauf auf, vor allem auf der zweiten Halbzeit. Die wollen wir nutzen, um in Kaiserslautern eine gute Leistung zu zeigen. Insgesamt ist der Punkt gerecht. Wir waren zum Ende hin näher dran am Führungstor. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, und das wäre heute eine Partie gewesen, die man hier zuhause vor den eigenen Fans hätte gewinnen können. Da war einiges drin. Wir sind in der ersten Halbzeit nicht wirklich in die Tiefe gekommen, sondern haben außen herumgespielt und es nicht geschafft, mal den Weg in den Herthaner Strafraum zu finden. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlich besser gemacht und uns dadurch auch das Unentschieden verdient.”

Lars Kornetka:
“Wir haben heute keine gute erste Halbzeit gespielt. Grade nach dem 0:1 haben wir aufgehört, Fußball zu spielen. Wir hatten das Ziel, den Gegner zu bespielen. Wir haben es nicht geschafft, die zehn tiefstehenden Feldspieler von Hertha zu überwinden, hatten keinen Tiefgang und haben einen Konter nach dem anderen bekommen. Wir hatten Glück, dass wir mit 0:1 in die Halbzeit gehen. Wir sind besser in die zweite Halbzeit gekommen, haben uns Chancen erspielt und verdient. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns da auch schwer getan. Es wurde besser mit dem Tiefgang und auch mit den Möglichkeiten. Am Ende haben wir uns mit dem 1:1 belohnen können. Danach haben wir es nicht mehr so geschafft, uns in Überzahl Chancen herauszuspielen. Hertha hat es auch mit Leidenschaft und Mann und Maus verteidigt, das war nicht einfach. Wir sind nicht mit dem zufrieden, was wir geliefert haben, aber sind froh über den Punkt.”

Stefan Leitl (Cheftrainer Hertha BSC):
“Ich bin schon sehr enttäuscht, muss ich sagen, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Aufgrund der Tatsache, dass wir in der ersten Hälfte viele Chancen hatten, höher in Führung zu gehen. Das macht dann mit so einer Mannschaft, wie der Eintracht, die ein bisschen weiter unten in der Tabelle steht, schon etwas. Da muss man schon sagen, dass wir die Dinger zu einfach hergeben. Nach der Pause baut der Gegner mehr Druck auf, dann ist es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende ist ein 1:1, das wir akzeptieren müssen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen.”

Foto: Kai Falk