Hoffmann: "In den Augen gesehen und in den Beinen gespürt"

Die Stimmen zum Heimerfolg über Dynamo Dresden

Heimsieg geholt, Luft verschafft! Die Eintracht feiert am vorletzten Spieltag einen wichtigen Dreier und kann im Kampf um den Klassenerhalt die Konkurrenz unter Druck setzen. Die Stimmen zum Sieg.

Thorben Hoffmann:
"Typisch Eintracht" unterschreibe ich. Immer dann, wenn wir müssen, sind wir da. Die Fragen warum wir immer in solche Situationen kommen, die müssen wir uns heute nicht stellen. Heute können wir es genießen. Ich bin sehr stolz auf uns, dass wir das heute so gezogen haben. Es war wieder eine sehr effiziente Leistung. Nicht gut Fußball gespielt, aber effizient gewesen. Das hat heute den Ausschlag in unsere Richtung geben. Für mich persönlich war es natürlich ein sehr positives Spiel. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass es heute so geklappt hat. Der Elfmeter war wahrscheinlich die Schlüsselszene. Wenn es da schon 2:1 steht, wird es vielleicht nochmal knapper. Auch danach wirds aber knapp und wir haben die Wucht gespürt, die Dynamo entfachen kann. Wir haben es trotzdem mit Leib und Seele im Verbund verteidigt und uns damit mit drei Punkten belohnt. Heute hat jeder den Ernst der Lage begriffen. Das hat man in den Augen gesehen und in den Beinen gespürt. Wir haben uns in jeden Zweikampf geschmissen, das Publikum hat uns heute getragen. Sie haben uns überragend supportet. Sie haben uns vorher gesagt, dass wir ihnen was geben müssen. Damit sie die Energie auf dem Feld spüren. Das war der Schlüssel. Wir sind es als Alles-oder-Nichts-Spiel angegangen und jetzt stehen wir mit den drei Zählern hier. Insgesamt können wir auf diese Leistung stolz sein, egal, was morgen passiert.”

Lino Tempelmann:
“Es war extrem nervenaufreibend. Ich habe auf der Bank einen halben Herzkasper bekommen und mit geschrien. Ich glaube, meine Stimme ist auch in Mitleidenschaft gezogen worden. Das ist aber komplett egal. Wir haben es geschafft heute, das Ding zu ziehen und das tut extrem gut. Es ist schon auch eklig, wenn Dresden mit Vermeij und Kutschke als Zielspieler vorne drin sind. Jeder Ball wird lang reingeschlagen und da haben wir es schon ein bisschen schwergetan. Nach dem Treffer hatten sie dann schon auch eine Wucht. Wir haben vieles sehr gut wegverteidigt und hatten einen sehr guten Torhüter mit Thorben zwischen den Pfosten. Dann kann man so auch mal ein Spiel gewinnen. Das Sonderlob gab es schon vom Stadion. Ohne ihn hätten wir das Spiel nicht gewonnen. Ich hatte von Minute eins an das Gefühl, dass jeder da war. Wir hatten genau den Modus, den du für so einen Sieg brauchst. Mit dem Sieg heute stehen wir gut da, es ist noch nicht vorbei, aber mit einer Niederlage wäre es richtig eklig geworden. Das wusste jeder.”

Lars Kornetka:
“Das Wort Glück kann man heute bei den Glückwünschen mit einbeziehen. Natürlich haben wir heute ein Spiel gesehen, dass wir so erwartet hatten. Wir haben eine super Unterstützung von den Rängen erlebt, aber wir haben auch eine Mannschaft erwartet, die uns alles abverlangt. Dresden ist gerade im Flow, spielt einen tollen Fußball mit und gegen den Ball. Darauf haben wir uns vorbereitet. Wir haben aber auch gesehen, wie schwer es ist, gegen so ein Team zu bestehen, obwohl man gut vorbereitet ist. Wir hatten vor immer wieder zu unseren Momenten zu kommen. Heute hatten wir dann auch das Fortüne, diese Chancen auch zu nutzen. So gehen wir in Führung. Wir haben vorher aber auch gute Gelegenheiten vom Gegner gesehen. Da muss man sagen, dass wir einen überragenden Torwart hinten drin hatten. Er hat uns damit im Spiel gehalten. In der zweiten Halbzeit machen wir das 2:0, dass wir uns auch erarbeitet haben. Am Ende haben wir in der Crunchtime ziemlich viele Chancen des Gegners zugelassen, die Expected-Goals-Werte sprechen da eine klare Sprache. Trotzdem ist das etwas, was wir uns in der Saison erarbeitet haben. Dass wir dieses Glück hinten auch mal auf unserer Seite haben und uns vorne für die Dinge, die uns vorgelegt werden, mit den wenigen Möglichkeiten belohnen. Die Stimmung heute war toll, es war eine bockstarke Unterstützung. Es war eine sehr positive, anheizende Stimmung über das ganze Spiel hinweg. Dass uns das trägt, wenn wir in Führung sind, hat man heute gesehen. Ein großes Dankeschön in diese Richtung. Man hat bei den Auswechslungen auch gesehen, dass die Jungs an ihre Grenzen gegangen sind.”

Thomas Stamm (Cheftrainer SG Dynamo Dresden):
“Wir hatten genügend Chancen heute mindestens einen Punkt mitzunehmen. Es geht einfach extrem um Effizienz aber auch darum, in den entscheidenden Momenten da zu sein und gierig zu sein. Da war Braunschweig heute einfach besser. Sonst haben wir eigentlich ganz wenig zu gelassen. Ich kann meiner Mannschaft für die Art und Weise keinen Vorwurf machen. Wir belohnen uns heute nicht und müssen uns jetzt für nächste Woche schütteln und wieder alle fit kriegen.”

Die gesamte PK nach dem Duell gibt's hier im Re-Live!