Flick: "Waren uns in gewissen Szenen einen Schritt voraus"
Die Stimmen zur 1:3-Niederlage im Saarland
Trotz der Torpremiere von Aaron Opoku stand nach den 90 Minuten in Elversberg eine Sache für die Blau-Gelben unter dem Strich: Auch bei der dritten Zweitligareise zur SVE sprang für die Eintracht leider kein Zähler heraus. Die Stimmen zur Partie.
Thorben Hoffmann
"Man muss die Leistung etwas trennen. Die ersten 45 Minuten waren desolat und enttäuschend. Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, und wenn doch, haben wir sie nicht richtig geführt. Wir lagen völlig zurecht hinten, das beste zur Halbzeit war noch das Ergebnis. Elversberg hat uns ein bisschen am Leben gelassen. Dann hat es in der Halbzeit ordentlich gekracht, dass muss man akzeptieren, weil wir einfach die Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht haben. So kann man hier nicht bestehen. In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, wohlwissend, dass wir auch nicht groß gefährlich waren. Und wir haben uns nicht aufgegeben. In dieser Mannschaft steckt Kampfgeist, in der vergangenen Saison wären wir vielleicht umgekippt. Elversberg ist grade vielleicht nicht auf unserer Augenhöhe, nächste Woche gegen Münster müssen wir das Spiel ziehen. Das ist ein direkter Konkurrent."
Florian Flick
"Wir hatten auch nach dem ersten Gegentreffer noch den gleichen Plan, den wir verfolgt haben. Leider haben wir die Chance zuvor versäumt, selbst früh in Führung zu gehen. Im Gegenzug tut es dann natürlich weh, das Gegentor kassieren zu müssen. Aber auch in Bielefeld mussten wir einen Rückstand wegstecken und sind zurück gekommen, deswegen glaube ich nicht, dass das heute der Knackpunkt war. In gewissen Szenen war Elversberg uns einen Schritt voraus. Sie wussten, welche Räume sie bei uns bespielen müssen, damit es gefährlich wird. Gerade in der ersten Halbzeit ist ihnen diese Dynamik gut gelungen, weshalb wir auch Glück hatten, dass wir nicht noch ein Tor mehr bekommen haben. Nächste Woche ist ein sehr wichtiges Spiel für uns gegen einen direkten Konkurrenten. Jedoch sind wir jetzt in einer Phase, in der jedes Spiel extrem wichtig ist. Wir wollen nächste Woche gegen Münster den Abstand nach unten wieder vergrößern."
Heiner Backhaus
"Der Sieg für Elversberg ist verdient. Aufgrund der ersten Halbzeit sage ich das so klar. Wir haben es taktisch nicht geschafft, das Zentrum zu schließen. Condé, Poreba und Pherai haben uns da hergespielt, wir hatten keinen Zugriff und weite Wege zu gehen. Wir waren nicht in der Lage, das umzusetzen, was wir wollten. Wir haben in der Halbzeit dreifach gewechselt, dann war Energie da und wir waren präsenter. Wir hatten super Ballgewinne, haben diese aber nicht konsequent zu Ende gespielt, hatten wenig Strafraumpräsenz und wenig Standards um die Box herum. Am Ende haben wir Glück dass Thorben den Elfmeter hält, sonst wäre die Ergebnis noch höher gewesen. Es ist eine verdiente Niederlage für uns. Wir müssen uns jetzt auf Münster vorbereiten, wo es wieder um alles geht. Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen, insbesondere, was die Zweikampfführung angeht. Wir hatten Glück, dass wir nur mit 1:2 in die Halbzeit gegangen sind. So möchte ich das Spiel heute abschließen."
Vincent Wagner (Cheftrainer SV 07 Elversberg)
"In der ersten Aktion haben wir geschlafen, danach haben wir 35 überragende Minuten gespielt. Fairerweise muss ich sagen, dass wir das 1:0 nach einer Balleroberung erzielen. Es war ein Ballverlust, darauf folgte der Ballgewinn und mit dem ersten Torschuss machen wir dann das Tor. Wir waren phasenweise zu kleinteilig über das Zentrum, da wurde es dann teilweise schon gefährlich. Wir hätten das 3:0 oder 4:0 in der ersten Halbzeit machen müssen, um das Spiel an der Stelle schon zu beenden. Ab dem 2:1 kam eine andere Energie und mehr Schwung auf, bei dem wir uns dann erst einmal gegen den Druck der Eintracht wehren mussten. Da sind einfach Dinge, in denen wir es uns selbst schwer machen. Trotzdem, als wir es dann geschafft haben, dagegen zu halten und als Braunschweig etwas nachgelassen hat, konnten wir wieder in unsere Momente kommen. Es hätte heute deutlich höher ausgehen können, ich bin aber mit dem 3:1 zufrieden."