Tempelmann: "Habe die Reha gut hinter mich gebracht"

Mittelfeldspieler zurück in Braunschweig - Training mit Ball der nächste Schritt

Mittelfeldspieler Lino Tempelmann konnte der Mannschaft in den vergangenen Monaten nur aus der Distanz unterstützen. Nach seiner Operation im November und einer intensiven Rehaphase in München kehrte er Ende vergangenes Jahres zunächst in die Löwenstadt zurück, ehe er in den vergangenen Wochen erneut in München Aufbautraining absolvierte. Nun ist der 27-Jährige erneut zurück in Braunschweig – mit spürbarer Vorfreude auf die nächsten Schritte auf dem Platz. Im Gespräch spricht er über den langen Weg zurück, die mentalen Herausforderungen seiner Verletzungspause und die besondere Bedeutung der Unterstützung durch die Fans.

Lino, du bist zurück in Braunschweig. Wie fühlt es sich an, wieder hier zu sein und wie geht es dir aktuell?
Lino Tempelmann: „Ich bin natürlich froh, wieder hier zu sein, die Jungs um mich zu haben und dem Rasen wieder ein Stück näher zu sein. Mir geht’s aktuell gut und das war auch das klare Ziel, erst wieder aufzuschlagen, wenn das Training mit dem Ball realistisch ist. Und das ist jetzt der Fall.“

Für dein Rehaprogramm bist du nach München gegangen. Warum hast du dich für diesen Schritt entschieden – und wie sah dein Trainingsalltag dort inhaltlich aus?
Tempelmann: „Nach meiner Operation im November hat sich der Heilungsprozess leider etwas länger gezogen als ursprünglich erhofft. Ich habe mich für die Reha in München entschieden, weil dort die Ärzte und Therapeuten meines Vertrauens sind, die meinen Körper am besten kennen und mich seit Beginn meiner Karriere begleiten. Mein Trainingsalltag dort war sehr umfangreich von 5-6 Stunden am Tag. Vom Pensum her war es definitiv sehr intensiv.“ 

Die Reha ist nun planmäßig abgeschlossen. Wie sehen die nächsten Schritte aus und warum ist es für dich wichtig, jetzt wieder hier in Braunschweig zu sein?
Tempelmann: „Die Rehaphase abseits des Platzes habe ich gut hinter mich gebracht, sodass der nächste Schritt die Integration ins Training auf dem Platz sein wird. Und da hoffe ich natürlich, schnellstmöglich vom individuellen Training zu den Jungs stoßen zu können. Darauf arbeite ich nun hin.“

Du bist Teil des Mannschaftsrates und damit einer der Führungsspieler im Team. Wie herausfordernd ist es – gerade auch mental –, diese Rolle auszufüllen, wenn man selbst nicht auf dem Platz stehen und direkt helfen kann?
Tempelmann: „Die Jungs nur aus der Ferne unterstützen und selbst keinen spürbaren Teil beitragen zu können fällt mir tatsächlich sehr schwer. Allgemein würde ich sagen, dass in solchen Zeiten das mentale „Leid“ teilweise schwerer wiegt als das körperliche. 
Die Entscheidung, meine Reha extern zu machen, war allerdings eine bewusste und mit der Eintracht abgestimmte, um mich voll und ganz meiner körperlichen Genesung zu widmen. Aber natürlich hat man mit den Jungs, die man sonst tagtäglich sieht und mit denen man auch privat viel macht, nach wie vor Kontakt. Und klar ist auch: selbst, wenn ich nicht auf dem Platz stehen kann, spielt der Fußball mit die größte Rolle in meinem Leben.“

Haben dich in den vergangenen Wochen Nachricht erreicht, die dich besonders gefreut haben?
Tempelmann: „Ich habe zahlreiche Nachrichten von den Fans bekommen, in denen hauptsächlich zu lesen war, dass sie mir eine schnellstmögliche Genesung wünschen und mich hoffentlich bald wieder auf dem Platz sehen zu können. Das gibt mir natürlich Kraft und spornt mich umso mehr an schnellstmöglich zurück zu sein. Für diese Unterstützung bin ich dankbar.“