Torloses Remis in Fürth
Trotz langer Überzahl verpasst die Eintracht den Auswärtssieg
Die Eintracht trennt sich torlos von der SpVgg Greuther Fürth und wahrt damit den Vorsprung von fünf Punkten auf den heutigen Gegner. Doch die Löwen waren fast über die gesamte Spieldauer in Überzahl und spielbestimmend - traf jedoch nicht. Es ist der erste eingesammelte Zähler im Kalenderjahr 2026.
Die Lage:
Die Niederlage aus dem Spiel gegen den 1. FC Magdeburg wurde in allen Bereichen aufgearbeitet und Heiner Backhaus erwartete einen anderen Auftritt seiner Schützlinge als im Heimspiel. Mit fünf Zählern Vorsprung ging seine Elf in die Partie im Frankenland und wollte diesen bestenfalls ausbauen, um sich etwas Luft beim Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Die Gastgeber aus Fürth starteten ebenfalls mit einer Niederlage in das neue Kalenderjahr und verbuchten im Dezember zum Jahresausklang nur zwei Punkte auf der Habenseite, wohingegen es sieben bei der Eintracht waren.
Die Aufstellungen:
Robin Heußer und Johan Gomez konnten unter der Woche nur dosiert trainieren, waren jedoch pünktlich zum Spiel wieder einsatzbereit. Mehmet Aydin meldete sich ebenfalls zurück und ersetzte Heußer in der Startelf. Zwei weitere Wechsel nahm Eintracht-Coach Backhaus vor. In der Offensive durfte Sidi Sane anstelle von Neuzugang Faride Alidou starten und in der Defensive bekam Lukas Frenkert den Vorzug vor Florian Flick. Heiko Vogel änderte seine Anfangsformation sogar auch vier Positionen. Lukas Reich, Paul Will, Felix Higl und Brynjar Bjarnason standen für Jannik Dehm, Luca Itter, Felix Klaus und Julian Green von Beginn an auf dem Platz.
Die Partie:
Nach dem Anstoß nahmen die Löwen das Heft des Handelns sofort in die Hand und es waren keine 60 Sekunden gespielt, als sich der VAR zum ersten Mal einschaltete. Auf Höhe der Mittellinie traf Maximilian Dietz Erencan Yardimci an der Wade, was überprüft werden musste. Nach Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichter Patrick Schwengers auf ein grobes Foulspiel und stellte den Fürther mit einer Roten Karte vom Platz (3‘). Fortan agierten die Blau-Gelben in Überzahl und hatten in der sechsten Minute die große Chance zur frühen Führung. Allerdings schafften es sowohl Max Marie als auch Yardimci nicht, aus einer unübersichtlichen Situation im Strafraum den Ball über die Linie zu drücken. Die Folgeminuten nutzten beide Teams, um sich auf die geänderte personelle Situation einzustellen. Die Hausherren zogen sich teilweise weit zurück und überließen den Löwen das Mittelfeld. Allerdings stellten die Franken die Räume in der Defensive entsprechend zu, sodass es schwierig wurde in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen. Dieses Bild zeigte sich bis weit in den ersten Durchgang hinein, als die Backhaus-Elf den Druck erhöhte. Der mitgereiste Eintracht-Anhang hatte schon den Torjubel auf den Lippen, aber eine gut getretene Flanke von Leon Bell Bell platzierte Yardimci per Kopf nur an den rechten Pfosten (39‘). Auch in der Nachspielzeit von Durchgang eins gelang die Führung nicht. Zunächst fischte Timo Schlieck einen Freistoß von Mehmet Can Aydin aus dem Winkel, bevor Bell Bells Schuss aus der zweiten Reihe nur knapp über die Querlatte strich. Schließlich blieb es bei dem 0:0-Pausenstand, obwohl die Eintracht mit über 70% Ballbesitz mehr Spielanteile auf ihrer Seite hatte.
Backhaus nahm zur Pause einen Wechsel vor und brachte Fabio Di Michele Sanchez für den bereits gelb-verwarnten Sven Köhler. Das Kleeblatt kam unverändert aus der Kabine und präsentierte sich sofort wieder in seinem tiefstehenden 5-3-1. Demzufolge setzte sich das Spielgeschehen aus der ersten Halbzeit auch nach dem Wiederanpfiff fort. Die Gastgeber stellten die Defensive zu und die Angriffsbemühungen der Löwen endeten ohne Torerfolg. Die Blau-Gelben fanden kein probates Mittel, um das Abwehrbollwerk der Spielvereinigung zu überwinden. Obwohl mit Anas Bakhat und Faride Alidou neue Kräfte für die Offensive kamen, fehlte der letzte Punch in der Box, um das 1:0 zu erzielen. Stattdessen ließen die Franken zwölf Minuten vor dem Ende aufhorchen, als sie sich zum ersten Mal im zweiten Durchgang in der Offensive zeigten. Branimir Hrgota setzte Dennis Srbeny in Szene, dessen Schuss Aydin mit einer Grätsche vereitelte. Da die Löwen den Ball auch in der restlichen Spielzeit nicht im Tor unterbringen konnten, stand nach dem Abpfiff ein torloses Remis auf der Anzeigentafel. Somit nimmt die Eintracht einen Zähler mit in die Heimat und rangiert weiterhin fünf Punkte vor der SpVgg Greuther Fürth.
Am kommenden Samstag empfangen die Löwen im heimischen EINTRACHT-STADION den Karlsruher SC. Anpfiff der Partie ist um 13 Uhr.
Das Spiel im Stenogramm:
SpVgg Greuther Fürth
Schlieck – Reich, Ziereis, Münch, Futkeu (77' Marita), Hrgota (C), Will, Keller (90. Dardari), Higl (43' Srbeny), Bjarnason.
Eintracht
Hoffmann – Nkoa, Aydin, Yardimci, Marie, Bell Bell (90' Flick), Ehlers (68' Alidou), Sané, Köhler (C) (46' Di Michele Sanchez), Frenkert, Gómez (58' Bakhat).
Tore:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Higl, Srbeny, Ziereis / Köhler, Ehlers
Rote Karte:
Maximilian Dietz (3. Spielminute)
Schiedsrichter:
Patrick Schwengers
Zuschauer im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer:
10.496