U15 mit Heimsieg gegen Osnabrück

U23 verpasst nächsten Befreiungsschlag

Ein intensives und ereignisreiches Wochenende liegt hinter dem Nachwuchs und der 1. Frauen der Eintracht– mit bitteren Rückschlägen, wichtigen Erkenntnissen und eindrucksvollen Offensiv-Statements war von allem etwas dabei. Wir werfen einen Blick auf die Spiele und die Ergebnisse des letzten Aprilwochenendes.

Heeslinger SC - Eintracht U23 4:0 (1:0)

Die U23 musste sich beim Heeslinger SC trotz engagierter Anfangsphase am Ende deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Bei strahlendem Sonnenschein erwischten die Blau-Gelben zunächst einen ordentlichen Start in die Partie. Die Eintracht agierte mutig, setzte die Gastgeber früh unter Druck und ließ in der Anfangsphase kaum klare Möglichkeiten zu. Mit viel Einsatz und guter Abstimmung hielt man das Spiel offen und zeigte, dass man dem Tabellenzweiten Paroli bieten kann. Ein Knackpunkt der Partie folgte jedoch nach rund 20 Minuten: Nach einem Foulspiel sah Raffael Ziegele die Rote Karte, sodass die Löwen früh in Unterzahl agieren mussten. In der Folge kippte die Begegnung zunehmend zugunsten der Gastgeber, die ihre numerische Überlegenheit ausspielten und kurz vor der Pause zur Führung kamen. Auch nach dem Seitenwechsel stemmte sich die Eintracht mit großem Einsatz gegen die drohende Niederlage. Doch trotz kämpferischer Leistung und einzelner Entlastungsangriffe gelang es nicht, den Ausgleich zu erzwingen. Stattdessen nutzte Heeslingen seine Chancen konsequent und erhöhte im zweiten Durchgang Schritt für Schritt. Bis zum Schlusspfiff hielten die Blau-Gelben dagegen, mussten sich letztlich aber der Effizienz und Überzahl des Gegners beugen. So steht am Ende eine deutliche Niederlage, die den Spielverlauf jedoch nur bedingt widerspiegelt: Vor allem in Gleichzahl zeigte die Eintracht eine ordentliche Leistung und viel Einsatzwillen, auf den sich für die kommenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt aufbauen lässt. Mit dem BSV Rehden, dem MTV Wolfenbüttel und dem U.S.I. Lupo-Martini Wolfsburg geht es nun auch zum Saisonabschluss gegen gleich drei direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller.

U23: Rajkovacic - Schlothauer, Laatsch (C), Placinta (86' Dabrowski), Izekor (86' Aksac), Grumbach (86' Redecker), Sever, Ziegele, Benstead, Awuah (73' Sipic), Mazzone (21' Root).
Tore: 1:0 Becker (35'), 2:0 Köhnken (59'), 3:0 Becker (68'), 4:0 Lohmann (82')

Eintracht U19 - Chemnitzer FC 3:4 (0:1)

Bitter! So nah dran am Sieg - und trotzdem stand die U19 nach 90 wilden Minuten mit leeren Händen da. In der Anfangsphase passierte zunächst wenig, bis die Gäste mit einem Distanzschuss aus etwa 20 Metern das 0:1 erzielten. Torwart Leon Herdes war zwar noch dran, konnte den Einschlag in den Maschen aber leider nicht verhindern. Danach gab es auf beiden Seiten einzelne Chancen, doch lange Zeit blieb es insgesamt ereignisarm. Nach der Pause kamen die Nachwuchslöwen deutlich verbessert aus der Kabine. Sie erspielten sich mehrere Möglichkeiten und schafften schließlich durch ein sehenswertes Tor von Bastian Redecker den Ausgleich zum 1:1. Kurz darauf drehte das Team das Spiel sogar: Erst traf Arda Aksac zur 2:1-Führung, dann erhöhte Ben Fuchs nach schöner Vorarbeit auf 3:1. Die Freude hielt jedoch nicht lange. Die Gäste reagierten sofort und verkürzten fast im direkten Gegenzug auf 3:2. Wenig später fiel nach einer Ecke sogar der Ausgleich zum 3:3. In der Schlussphase nutzten die Gegner erneut eine defensive Schwäche der Eintracht aus und erzielten kurz vor dem Abpfiff gar noch das 3:4. Am Ende stand somit eine bittere Niederlage für die Eintracht, die trotz zwischenzeitlicher Führung weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz bleibt.

U19: Herdes - Fuchs, Schütt (C), Runge, Redecker (87' Perri), Awali, Aksac, Dabrowski (76' Altay), Noster, Ketzscher (69' Pflücke), Bessambo.
Tore: 0:1 Kühnreich (11'), 1:1 Redecker (56'), 2:1 Aksac (67'9, 3:1 Fuchs (70'), 3:2 Lehmann (74'), 3:3 Zamora Gonzalez (79'), 3:4 Lehmann (87')

USC Paloma - Eintracht U17 5:2 (3:1)

Auch in Hamburg sollte sich die U17 nicht mit einem Erfolg belohnen können. Stattdessen verlor man nun auch das zweite Duell mit dem USC in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Die Löwen stagnieren damit auf dem aktuell letzten Platz der Gruppe A in der Liga B. Schon nach zwei Minuten lief die Elf von Coach Niels Quante dem Rückstand hinterher und verpasste einen soliden Start in das Duell. Die Gastgeber spielen noch um die Teilnahme an der kommenden DFB-Nachwuchsliga-Saison, müssen dafür aber mindestens Platz vier der Gruppe erreichen. Die Blau-Gelben konnten nach dem zweiten Gegentreffer durch Kapitän Caspar Luis Wäldele noch einmal verkürzen, doch noch bevor der Schiedsrichter die Teams in die Kabine bat, stellten die Hausherren in der Nachspielzeit den alten Abstand wieder her. Nach der Pause erwischte die Eintracht einen soliden Start: Wieder verkürzten die Braunschweiger durch Luka Diederich. Doch in der Schlussviertelstunde machten die Blau-Weißen den Deckel drauf und sorgten mit den Treffern vier und fünf des Tages für die fünfte Niederlage in Serie. Leider werden die Aufgaben nicht leichter: Drei Spieltage vor Schluss erwartet die Eintracht nun das Heimspiel im Sportpark Kennel gegen Tabellenführer Hansa Rostock. 

U17: Langos - Henkel, Guldbakke (73' Wilke), Deiderich, Wäldele (C) (78' Ganski), Touray, Chyrva (73' Da Silva Pereira), Santagata (64' Ali), Ozan (64' Güney), Fricke (78' Kunze), Vlasov.
Tore: 1:0 Tunc (2'), 2:0 Teper (29'), 2:1 Wäldele (38'), 3:1 Marszewski (45'+4), 3:2 Diederich (53'), 4:2 Marszewski (76'), 5:2 Diekmeier (88')

Eintracht U15 - VfL Osnabrück 2:0 (2:0)

Die U15 ist seit fünf Spielen ungeschlagen! Auch im Duell mit dem VfL Osnabrück springt für die Nachwuchslöwen ein Sieg heraus. Zwar stand der Klassenerhalt in der C-Junioren Regionalliga Nord schon etwas länger fest, doch der Siegeswille bleibt bei den Blau-Gelben ungebrochen. Ein frühes Tor in der 14. Spielminute und ein Strafstoßtreffer zwei Minuten vor der Halbzeit brachten die Löwen auf die Siegerstraße. Damit revanchierte sich die Eintracht auch für die 2:1-Niederlage in der Hinrunde im vergangenen Oktober. Tabellarisch ändert sich an der Gesamtsituation vier Spieltage vor Saisonende trotz des Erfolgs erstmal nicht viel. Die Blau-Gelben bleiben auf Platz sieben und können entspannt und sorgenfrei auf die kommenden Aufgaben schauen.

Eintracht 1. Frauen - MTV Barum 10:1 (5:1)

Nach dem 9:1 folgt das 10:1! Die Löwinnen waren auch im Heimspiel gegen den MTV Barum am vergangenen Wochenende absolut in Torlaune. Gleich fünf Gegentore gab es für den Tabellenzehnten der Oberliga Niedersachsen pro Halbzeit. Die Eintracht setzt damit im Aufstiegskampf direkt das nächste Statement. Im Februar hatten die Blau-Gelben noch knapp mit 3:4 in Barum gewonnen, dieses Mal war es von Anfang an eine einseitige Partie. Top-Torschützin Lyn Meyer sorgte bereits mit einem Viererpack innerhalb von 29 Minuten für sehr klare Verhältnisse. Nach dem 5:0 durch Jill-Lina Lange fanden die Gäste zwar noch vor der Pause eine kleine Antwort, das sollte aber auch die einzige Gegenwehr an diesem Nachmittag bleiben. In der zweiten Hälfte machte die Eintracht da weiter, wo sie vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte und erhöhte zwischen der 57. und 63. Spielminute innerhalb von sechs Zeigerumdrehungen auf 9:1. Den Schlusspunkt an einem überragenden Tag setzte Marie Gollmer in der 90. Minute, als sie die Anzeigetafel auf zweistellig stellte. Drei Spieltage vor Ende bleiben die Löwinnen so an der Tabellenspitze und haben die Rückkehr in die Regionalliga weiter in der eigenen Hand. Weiter bleiben drei Punkte Vorsprung auf den SV 06 Lehrte, wobei aufgrund der beiden hohen Siege zuletzt, die Löwinnen mit dem um 15 Treffer besseren Torverhältnis in die restlichen Begegnungen gehen.

1. Frauen: Schäfer - Berger, L. Meyer (C), Kaufmann (64' Wiedermann), Lange, Just (50' Hampe-Michels), Wiedenroth (62' Gollmer), Farr, Klebe, Fries, Wunsch.
Tore: 1:0 L. Meyer (1'), 2:0 L. Meyer (13'), 3:0 L. Meyer (28'), 4:0 L. Meyer (29'), 5:0 Lange (32'), 4:1 Plate (44'), 6:1 Frios (57'), 7:1 L. Meyer (59'), 8:1 Kaufmann (61'), 9:1 Klebe (63'), 10:1 Gollmer (90')

Foto: Torsten Utta