125 Jahre Eintracht Braunschweig

"Wir können die Situation gut nutzen"

Marco Antwerpen vor der Abreise ins Trainingslager

In knapp einer Woche soll der Ball in der 3. Liga wieder rollen. Bevor die Blau-Gelben am 30. Mai auf Viktoria Köln treffen, steht ab dem heutigen Sonntag ein Quarantäne-Trainingslager in Barsinghausen an. Vorab sprach Chef-Trainer Marco Antwerpen in einer digitalen Medienrunde über...

...das Personal:

"Alle 29 Spieler fahren mit ins Trainingslager. Manuel Schwenk hat aufgrund einer Zehenverletzung zuletzt zwei Tage verpasst, ansonsten waren alle fit. Seitdem hatten wir keine Verletzungen zu verzeichnen. Bernd Nehrig und Stephan Fürstner sind nach ihren Verletzungen wieder im Trainingsbetrieb. Den Beiden tat die Pause richtig gut."

...die Chancengleichheit in der Liga:

"Grundsätzlich muss man sagen, dass wir eine derartige Situation so noch nicht hatten. Die Mannschaften befinden sich aktuell in verschiedenen Trainingszuständen. Dementsprechend hat es diesen Wettbewerb in seiner jetzigen Form noch nicht gegeben. Die Vereine hatten nicht die gleichen Voraussetzungen. Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt. Mit einigen englischen Wochen am Stück wird es eine hohe Belastung geben.“

...die Trainingseinheiten während der Pause:

"Auch in den Kleingruppen haben wir versucht im taktischen Bereich zu trainieren, was natürlich ungewohnt war, weil wir dies ohne Gegenspieler machen mussten. Seitdem wir wieder im Mannschaftstraining sind, haben wir die Zeit genutzt und auch schon Einheiten im Elf gegen Elf absolviert. Das Training sah von außen schon sehr gut aus.“

...die Vorbereitung auf Viktoria Köln:

"Vielleicht ist die Situation ein Vorteil für mich, weil ich schon Trainer bei der Viktoria gewesen bin und mit Sicherheit den einen oder anderen Spieler und Pavel Dotchev als Trainer noch kenne und weiß, was er für einen Fußball spielen lässt. Den Gegner haben wir im Vorhinein schon analysiert. Von daher fällt es uns nicht so schwer, uns auf die Kölner einzustellen. Albert Bunjaku, der schon zweistellig getroffen hat, und Mike Wunderlich sind mit Sicherheit die Schlüsselspieler in der Offensive. Wir müssen den Fokus darauf setzen, solche Spieler aus der Partie zu nehmen.“

...die Entscheidung, das Trainingslager in Barsinghausen abzuhalten:

"Uns war wichtig, dass wir aus der Stadt herauskommen und nicht in einem Stadthotel untergebracht sind. Ich glaube, dass es uns dort noch mehr wie Quarantäne vorkommen würde, zudem stellt diese Art von Trainingslager auch besondere Ansprüche an das jeweilige Hotel. Wir versuchen das Ganze eher als sportliches Trainingslager zu nutzen und sind dementsprechend in einer Sportschule mit einem Trainingsplatz vor der Tür. Wir können so die Situation ganz gut nutzen."

...den Trubel in der 3. Liga:

"Es tat der ganzen Liga irgendwann nicht mehr gut, wenn man alle zwei Tage Nachrichten aus verschiedenen Standorten abgibt. Es gab manchmal überhaupt keine neue Situation und trotzdem wurden irgendwelche Statements veröffentlicht. Ein bisschen mehr Zurückhaltung hätte uns allen mal ganz gut getan. Erstmal war es wichtig, dass eine Entscheidung getroffen wird, ob die Liga weitergeht oder nicht. Über die Entscheidung, dass am Samstag wieder Drittligafußball angeboten wird, freuen wir uns sehr. Man braucht ein Ziel auf das man hinarbeitet, das haben wir jetzt und dementsprechend groß ist die Motivation."

...die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit:

"Eins ist klar: Zuschauer gehören zum Fußball dazu. Wir sind uns allen bewusst, dass das aktuell nicht möglich ist und deswegen müssen wir die Saison ohne unsere Fans zu Ende bringen. Wenn wir beispielweise die vergangenen Heimspiele gegen Kaiserslautern und Uerdingen betrachten, dann hat es uns richtig Spaß gemacht, vor heimischen Publikum zu spielen. Dementsprechend ist es schade und traurig, dass die Zuschauer nicht dabei sein werden."