125 Jahre Eintracht Braunschweig

Der 1. FC Heidenheim im Fokus

Saisonauftakt in der Voith-Arena

Am Sonntag startet für Eintracht endlich wieder der Ligabetrieb. Zu Beginn der Saison 2020/2021 reist das Team von Chef-Trainer Daniel Meyer an die Brenz und trifft dort auf den 1. FC Heidenheim, der in der vorherigen Saison denkbar knapp in der Relegation gegen den SV Werder Bremen am Bundesliga-Aufstieg gescheitert ist.

Die letzte Saison war eine überraschend erfolgreiche für die Brenzstädter: Nach dem zweiten Spieltag stand man an der Spitze der 2. Bundesliga und auch wenn man zwischenzeitig bis auf Rang zwölf abrutschte, verlor das Team von Frank Schmidt nie den Kontakt zur Spitze. Am 21. Juni, dem 33. Spieltag der vergangenen Saison, spielte Heidenheim als Tabellenvierter gegen den HSV, und rang den Hanseaten durch den Siegtreffer in der Nachspielzeit den Relegationsplatz ab. In der Relegation verlor der 1. FCH gegen Werder Bremen zwar keines der beiden Spiele, doch aufgrund der Auswärtstorregelung blieb der Aufstieg nach einem 0:0 in Bremen und einem 2:2 in Heidenheim verwehrt.

Die Tests in der Vorbereitung liefen gut, so schlug man den Schweizer Erstligisten St. Gallen unteranderem mit 6:2. Am vergangenen Wochenende verlor Heidenheim jedoch im DFB-Pokal mit 0:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden, für die Ex-Löwe Phillip Tietz traf.

Zur neuen Saison stehen Frank Schmidt zur Zeit zwölf Neuzugänge zur Verfügung, denen stehen neun Abgänge gegenüber. Mit Tim Kleindienst verlässt der beste Torschütze den Verein in Richtung Gent. Im Kader der Heidenheimer stehen zwei Ex-Löwen: Merveille Biankadi verhalf Eintracht im vergangenem Jahr zum Aufstieg, kehrte nach der abgelaufenen Leihe im Sommer zurück an die Brenz. Und mit noch einem Aufstiegshelden gibt es ein Wiedersehen: Norman Theuerkauf spielte zwischen 2009 und 2015 insgesamt 175 Mal in blau-gelb und stieg 2011 in die zweite Liga und 2013 in die Bundesliga auf. Heidenheim befindet sich zumindest in einen kleinen Umbruch, und die Frage ist, wie schnell dieser gelingt. In den vergangenen Jahren hatten es Vereine, die in der Relegation gescheitert sind, häufig in der nächsten Saison schwer, Karlsruhe und leider auch unsere Löwen sind im Folgejahr gar abgestiegen. Einen großen Vorteil gibt es in Heidenheim aber:

Frank Schmidt trainiert den 1. FCH bereits seit 13 Jahren und gehört zu den großen Ausnahmen im deutschen Trainiertum. Seit seinem Amtsantritt im September 2007 führte er die Heidenheimer aus der fünften Liga bis in die 2. Bundesliga. "Er hat seine DNA dort hinterlassen. Heidenheim und Frank sind das Paradebeispiel, dass Kontinuität ein wichtiger Faktor im Fußball ist," sagte Daniel Meyer auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Die Bilanz zwischen den beiden Teams spricht eine klare Sprache: Aus zwölf Spielen holten die Löwen acht Siege und verlor nur ein einziges: Beim letzten Aufeinandertreffen der Teams konnte sich das Team von Frank Schmidt im Januar 2018 mit 2:0 durchsetzten. Das erste Mal fand die Partie in der Saison 2009/2010 statt. Im EINTRACHT-STADION trennten sich die beiden Mannschaften 1:1, den Treffer für die Blau-Gelben erzielte Kingsley Onuegbu mit seinem ersten von zehn Treffern in der Spielzeit.

Foto: Langer/Eibner-Pressefoto