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Eintracht sichert Punkt gegen Nürnberg
Nach der Länderspielpause empfingen die Löwen am 28. Spieltag den 1. FC Nürnberg und erspielten sich eine 1:1-Unentschieden. Vor 21.261 Zuschauern im EINTRACHT-STADION brachte Mohamed Ali Zoma die Gäste im ersten Durchgang in Front (17‘) ehe Jovan Mijatovic den Ausgleich erzielte (61‘). Ein zwischenzeitiger Treffer von Mehmet Can Aydin wurde vom VAR aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen. Ausgangslage: Die Situation in der zweiten Tabellenhälfte war weiterhin eng und die Eintracht rangierten mit 29 Zählern drei Punkte vor dem Tabellenletzten und nur zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld, die auf Platz elf standen. Gegen den Tabellenneunten aus Nürnberg erwartete Lars Kornetka ein rassiges Spiel und sein Team sollte mit einer kontrollierten Leistung weitere wichtige Zähler auf der Habenseite verbuchen. Hierfür hatten sich Team und Trainer akribisch auf die Begegnung mit den Franken vorbereitet. Aufstellung: Im Vergleich zum Derby veränderte Löwen-Coach Kornetka seine Elf lediglich auf einer Position und brachte für Jovan Mijatovic Sidi Sané von Beginn an. Zudem stand Lino Tempelmann nach langer Verletzungspause wieder im Spieltagskader und nahm zunächst auf der Bank Platz. Miroslav Klose schicke die gleiche Startformation wie beim 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern in Rennen. Die Partie: Die Löwen gingen von Beginn an intensiv in die Zweikämpfe und setzten die Nürnberger früh unter Druck. Hierdurch zwangen sie den Club immer wieder zu kleineren Fehlern im Spielaufbau, woraus die Eintracht jedoch kein Kapital schlagen konnte. Den ersten Torabschluss verbuchte Mehmet Aydin für die Blau-Gelben, als er es nach zehn Minuten aus der zweiten Reihe abschloss. Auch Fabio Di Michele Sánchez verzog bei seinem Abschluss leicht (14‘) und platzierte den Schuss ebenfalls nur neben dem Gästetor. Schließlich kam es zu einem folgenschweren Fehlpass im Mittelfeld und die Blau-Gelben bekamen den schnellen Vorstoß der Franken nicht verteidigt. Rabby Nzingoula nutzte die sich bietende Chance, um den Club mit 1:0 in Führung zu bringen (17‘). Die nächste Hiobsbotschaft mussten die Löwen Mitte des ersten Durchgangs verkraften. Sidi Sane wurde zunächst am Oberschenkel behandelt, konnte aber letztendlich nicht weiterspielen und musste schließlich durch Jovan Mijatovic ersetzt werden (24‘). In der Folgezeit wurden die Gäste stärker und sicherer in den eigenen Aktionen. Zwingende Torraumszenen blieben auf beiden Seiten jedoch Mangelware und so ging es mit der knappen FCN-Führung in die Kabine. Die zweite Halbzeit schien aus Sicht der Löwen perfekt zu beginnen. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Aydin den umjubelten Ausgleich, aber der VAR kassierte den Treffer wieder ein. Mijatovic stand bei dem Schuss sowohl in der Schussbahn als auch im Abseits, weswegen das Tor aberkannt wurde (52‘). Nach einer Stunde brandete erneut Jubel aus und dieses Mal zählte der Treffer. Di Michele Sánchez passte präzise hinter die Abwehrreihe, aus der sich Mijatovic löste und das Anspiel unhaltbar im langen Eck versenkte (61‘). Keine zehn Minuten später verhinderte Jan Reichert die Führung der Löwen, als er einen Kopfball von Kevin Ehlers mit einer starken Parade an das Lattenkreuz lenkte (70‘). Florian Flick setzte nach, aber auch sein Versuch aus spitzem Winkel wurde geblockt. Im Anschluss wurden die Zweikämpfe verbissener geführt und es kam immer wieder zu kleineren Unterbrechungen. In der 85. Spielminute war es erneut Reichert, der die Löwen-Führung verhinderte. Einen direkt getretenen Freistoß von Aydin kratzte er mit den Fingerspitzen aus dem linken unteren Eck (85‘). Die Blau-Gelben steckten nicht auf und verlagerten das Spielgeschehen vermehrt in Richtung des Nürnberger Strafraums. Die größte Möglichkeit auf den späten Führungstreffer hatte Lino Tempelmann in der achtminütigen Nachspielzeit, aber erneut verhinderte der FCN-Schlussmann das 2:1 und damit die volle Punkteausbeute für die Eintracht. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Unentschieden und die Löwen beendeten den Spieltag mit 30 Zählern auf dem 14. Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag, 12. April 2026, gehen die Löwen beim VfL Bochum auf Punktejagd. Anpfiff an der Castroper Straße ist um 13.30 Uhr. Das Spiel im Stenogramm: Eintracht Hoffmann (C) – Hoti, Flick, Aydin, Marie (Tempelmann, 69‘), Ehlers, Di Michele Sánchez, Sané (Mijatovic, 24‘), Ranos (Opoku, 46‘), Heußer (Yardimci, 90‘), Gómez (Kaufmann, 90‘) 1. FC Nürnberg Reichert – Gruber, Baack (Lubach, 69‘), Markhiyev, Koudossou, Justvan (Fernandez Gonzales, 80‘), Yilmaz, Nzingoula (Becker, 80‘), Zoma (von der Hitz, 90‘), Lochoshvili, Scobel (Grimaldi, 90‘) Tore: 0:1 Nzingoula (17‘) 1:1 Mijatovic (61‘) Gelbe Karten: Mijatovic / Gruber, Baack Schiedsrichter: Tom Bauer Zuschauer: 21.261 (davon 2.469 Gästefans) Foto: Kai Falk
Bundesliga
Bundesliga Am 6. Mai 1963 gehörte Eintracht Braunschweig zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. In den ersten drei Jahren belegte Eintracht die Tabellenplätze 9 bis 11 und etablierte sich so in Deutschlands höchster Spielklasse. Die Saison 1966/67 sollte dann schließlich in die Vereinsannalen eingehen, denn mit nur 27 Gegentoren – lange Zeit Bundesliga-Rekord - errangen die Löwen damals sensationell die Deutsche Meisterschaft und versetzten damit eine ganze Region in einen kollektiven Freudentaumel. Entschieden wurde der bis heute größte Triumph des Vereins am 33. Spieltag mit einem torlosen Unentschieden in Essen. Im Anschluss an das letzte Saisonspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor 37.000 Zuschauern im Eintracht-Stadion folgte die große Meisterfeier. In den kommenden Jahren belegte Eintracht als beste Platzierung zweimal den vierten Rang, bis sie anschließend im Jahr 1973 erstmals in die Regionalliga Nord abstieg. In der darauffolgenden Saison gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg. Am 24. März 1973 lief Eintracht Braunschweig als erste deutsche Fußballmannschaft mit Genehmigung des Deutschen Fußball-Bundes mit Trikotwerbung auf. Fortan trug die Eintracht den Hirschkopf der Wolfenbütteler Kräuterlikör-Marke „Jägermeister“ auf der Brust. In der Saison 1979/1980 stieg die Eintracht erneut ab, jedoch gelang wieder einmal der direkte Wiederaufstieg. Die vorerst letzte Saison im deutschen Fußballoberhaus bestritten die Löwen 1984/1985. Nach einem Jahr im Mittelfeld der 2. Bundesliga erfolgte der Abstieg in die Drittklassigkeit. Jedoch konnte abermals der direkte Wiederaufstieg erreicht werden. Die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga konnte bis ins Jahr 1993 gesichert werden, danach folgten neun Jahre in der Oberliga Nord beziehungsweise Regionalliga Nord. Nachdem man in den vergangenen Jahren nur knapp den Aufstieg verpasst hatte (fünf Mal Platz 2, zwei Mal Platz 3), gelang die ersehnte Rückkehr in die 2. Bundesliga im Jahr 2002. Umjubelte Held von damals war Thomas Piorunek, der mit seinem Kopfballtreffer in letzter Sekunde das 2:1 gegen die SG Wattenscheid erzielte und somit den Aufstieg perfekt machte. In der darauffolgenden Spielzeit wurde der Klassenerhalt jedoch leider verpasst. Der erneute Auf- sowie Abstieg erfolgte im Jahr 2005 sowie im Jahr 2007. In der Saison 2007/2008 qualifizierte sich der Verein für die neugegründete 3. Liga. Erneut war es ein Herzschlagfinale. Erst der 2:0-Heimsieg gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund und der gleichzeitige Punktverlust von Rot-Weiß Essen gegen den VfB Lübeck sorgte für die große Erleichterung im Mai 2008. Damit gelang Torsten Lieberknecht ein erfolgreicher Einstand als Trainer der Blau-Gelben. Die Ausgliederung der Fußball-Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft erfolgte im Rahmen der außerordentlichen Versammlung am 8. April 2008. Die ersten Bausteine zur Konsolidierung im deutschen Profifußball waren gelegt. Und auch der sportliche Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Den Löwen-Anteil daran hatte das Führungs-Duo Lieberknecht/Arnold. Den beiden gelang es, eine eingeschworene Mannschaft aufzubauen, die richtig zusammengestellt war. Folglich standen die Löwen sechs Spieltage vor dem Ende der Saison 2010/2011 bereits als Aufsteiger fest, die Meisterschaft der 3. Liga wurde am 36. Spieltag errungen. Der Klassenerhalt wurde 2011/2012 souverän mit dem achten Platz gesichert. In der anschließenden Saison starteten die Löwen furios. 14 Spieltage lang blieb man ungeschlagen und belegte zur Rückrunde den ersten Platz. Am 26. April 2013 wurde die seit 28 Jahren langersehnte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht. Im Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt 04 erzielte Damir Vrancic mit einem direkten Freistoß in der Nachspielzeit den historischen 1:0-Siegtreffer. Als Zweitplatzierter stieg die Eintracht am Ende hinter Hertha BSC ins Oberhaus auf. Endlich, 28 Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga, waren die Löwen wieder da! Ganz Braunschweig freute sich riesig auf die 51. Bundesligaspielzeit. Als krasser Außenseiter startete die Mannschaft von Torsten Lieberknecht in die Saison, kaum jemand traute dem Aufsteiger etwas zu in Deutschlands höchster Spielklasse. Und diese Einschätzung schien sich anfangs auch zu bestätigen, als die Löwen aus den ersten sieben Partien lediglich einen Zähler einfuhren. Doch ausgerechnet im Nachbarschaftsduell beim VfL Wolfsburg feierten die Blau-Gelben die ersten drei Punkte. Die Hinrunde beendete man dennoch auf Tabellenplatz 18. In der Rückserie stabilisierte sich Eintracht weiter, zeigte teilweise starke Leistungen - wie beim 3:0-Derbysieg gegen Hannover 96 am 29. Spieltag - und hatte am 34. Spieltag noch die Chance, den Relegationsplatz zu erreichen. Dieser wurde jedoch durch die 1:3-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim verpasst. Trotzdem überwog am Ende das Positive. Die Mannschaft hatte alles versucht und mit viel Herz und Leidenschaft fast das Wunder “Klassenerhalt“ geschafft. Und trotz des direkten Abstiegs standen Fans und Mannschaft eng zusammen, vielleicht so eng wie nie zuvor!
Fan-Infos zum Heimspiel gegen Holstein Kiel
Zum kommenden Heimspiel begrüßen wir Holstein Kiel an der Hamburger Straße in unserem EINTRACHT-STADION. Hier erhaltet ihr alle wichtigen Informationen rund um unser Heimspiel (07. Dezember, 13.30 Uhr). Der Spieltag auf einen Blick: Sponsor of the Day ist Eintracht 100. Wir unterstützen den Aktionsspieltag “Danke ans Ehrenamt”. Die Stadiontore öffnen um 12 Uhr. Tickets sind noch erhältlich! Hier geht es zu unserem Online-Ticketshop. Sven Boy ist in der Halbzeit bei Dolffi im Interview zu Gast. Wir verabschieden Robin Krauße offiziell vor dem Spiel. Ausführliche Informationen in der Übersicht: Tickets Tickets sind weiterhin im Vorverkauf erhältlich. Am Spieltag öffnen wir die Tageskasse an der Hamburger Straße. Öffnung Kasse und Clearing Hamburger Straße: 11.30 Uhr Clearing Rheingoldstraße: 12 Uhr Ticketaufwertung Ermäßigte Tickets können am Spieltag bei Bedarf an den Kassenhäusern Hamburger Straße und Rheingoldstraße auf den Vollpreis aufgewertet werden. Infos zu Schiedsrichterkarten Anreise Wir empfehlen die Anreise mit dem ÖPNV - Dank Kombi-Ticket kostenfrei! Durch eine Baustelle auf der Hamburger Straße verläuft der Verkehr vor dem Stadion nur einspurig, was zu Verzögerungen und Stau bei der Anreise führen kann. Wir bitten dies zu berücksichtigen und empfehlen die Nutzung des ÖPNV bzw. eine frühzeitige Anreise zum EINTRACHT-STADION. Gerne per Fahrrad! Die Bahnstrecken aus Richtung Goslar/Salzgitter/Wolfenbüttel sind derzeit gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet – bitte mehr Zeit bei der Anreise einplanen! Für die Abreise sind zusätzliche Busse eingeplant, damit die Rückfahrt möglichst reibungslos verlaufen kann – in Richtung Salzgitter-Bad fahren um 16:35 Uhr und 17:35 Uhr jeweils vier Busse. Alle Infos zum Stadionbesuch mit Gehbehinderung ! Weitere Infos zur Anreise Kinder Zu allen Informationen zum Besuch des Stadions mit Kindern Unser Kinderland hinter dem Familienblock hat regulär geöffnet. Hier geht’s zur Anmeldung für Kids-Club Mitglieder! Karitative Aktionen Becherpfand-Sammlung Die Becherpfand-Sammlung übernimmt an diesem Spieltag die Eintracht Braunschweig Stiftung . Von jedem gespendeten Becher geht das Pfand an die zahlreichen Projekte, die von der Eintracht Braunschweig Stiftung organisiert werden. Fans für die Tafel Am Spieltag werden wieder haltbare Lebensmittel und originalverpackte Hygieneartikel am Haupteingang ab 11:30 Uhr bis zum Anpfiff unter dem Dach der Tageskasse gesammelt. Hier geht es zur Lebensmittel-Liste. Bitte keine verderblichen Waren wie frisches Obst und Gemüse, keine tiefgekühlten Waren, Tabakwaren, Alkohol und Glasbehälter. Weiteres Glühwein-Verkaufsstände vor allen Stadion-Eingängen und Spendensammlung für “Wir helfen Kinder e.V.” Zwei Verkaufsstände “Buttons für den guten Zweck”. Der Erlös geht an das 14. “Hallenturnier für den guten Zweck”, welches am 10. Januar 2026 in der Sporthalle Alte Waage stattfindet. Alle Infos zu unserer Meldestelle “Geschützter Raum” 0531 23 23 067 Unsere anonyme Anlaufstelle bei jeglichen Formen diskriminierenden, gewalttätigen oder belästigenden Verhalten sowie von sexuellen Übergriffen. Öffnungszeiten rund um das EINTRACHT-STADION Fanshop: 10 Uhr FanHaus: 11.30 Uhr Gastronomie “Wahre Liebe” : 11.30 Uhr Alle Infos zum Verweilen am FanHaus vor und nach dem Spiel Geöffnete Infostände hinter der Südkurve Infostand der Fanabteilung des BTSV e.V. Infostand Ultrà-Szene sowie der Infostand „Braunschweiger Land“ zwischen Block 8 und 9 Fanwagen des FanRat Braunschweig e.V. und der Blau-Gelben Hilfe ab zwei Stunden bis 30 Minuten vor Anpfiff gegenüber dem FanHaus Gasterkenntliche Fankleidung Das Tragen von gasterkenntlicher Fankleidung ist in den Blöcken 5 bis 17 und deren Umlauf verboten. Mitnahme von Taschen Gemäß Stadionordnung ist die Mitnahme von Taschen, größer als DIN A4, nicht gestattet. Abgabestationen bieten wir an den jeweiligen Stadioneingängen an. Wir wünschen Euch allen eine gute Anreise und freuen uns auf ein erfolgreiches Spiel im EINTRACHT-STADION.
Reichel: "Für alle Seiten wichtig, dass nun Klarheit herrscht"
Seit Montag herrscht endlich Klarheit: Interimstrainer Ken Reichel, der die U23 in sportlich herausfordernder Lage im Herbst übernahm und sofort den Turnaround schaffte, wird die Mannschaft auch durch die Rückrunde führen. Grund genug, um mit dem Ex-Profi über seine Mannschaft, den Winterfahrplan und über die anstehende Rückrunde zu sprechen. Ken, nach der interimsweisen Phase herrscht nun Klarheit bis zum Sommer. Wie wichtig ist diese für die Mannschaft und für eure tägliche Arbeit? Ken Reichel: „Dass in der Trainerpersonalie Klarheit herrscht, war für die Mannschaft wichtig. Zwischen dem letzten Spiel in 2025 und dem Trainingsstart ist eine Menge Zeit vergangenen, in der nicht viel passiert ist, die Jungs aber trotzdem neugierig waren, wer nun Trainer wird. Dementsprechend war es für alle Seiten wichtig, dass wir nun Klarheit haben und den Fokus auf die Rückrunde legen können. Unser Ziel bleibt es, den Klassenerhalt klarzumachen.“ Du hast das Team in einer schwierigen Situation übernommen und schnell stabilisiert. Was hat aus deiner Sicht den Ausschlag für diese positive Entwicklung gegeben? Reichel: „Ein Trainerwechsel ist nicht immer ganz so einfach für alle Beteiligten, durch den Impuls ist aber ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Die Jungs haben auch nochmal gemerkt, dass es nicht reicht, was auf den Platz gebracht wurde. Wir haben uns an Basics orientiert. Es gab ein Gespräch mit dem Mannschaftsrat, da waren wir schnell klar, wie wir Fußball spielen wollen und wie ich mir das als Trainer vorstelle. Da gab es in vielen Punkten Übereinstimmungen. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war dann natürlich das erste Spiel in Rehden, was wir erfolgreich gestaltet haben. Die Mannschaft hat gemerkt, dass sie die Qualität für diese Liga hat.“ Richten wir den Blick nach vorne: Wie ist der Winterfahrplan aufgebaut und welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt ihr in der Vorbereitung? Reichel: „Unsere Winterpause war mit fast vier Wochen relativ lang, auch die Vorbereitungszeit ist es. Der Fokus in den ersten Wochen liegt daher klar auf dem Thema Fitness, damit wir körperlich in einem sehr guten Zustand sind. Die Witterungsbedingungen machen es uns nicht einfach, weil unsere Plätze im NLZ aktuell einfach nicht bespielbar sind. Wir können maximal auf einem halben Platz trainieren, in den Abendstunden gefriert es aber. Es ist nicht ideal, aber wir versuchen das Bestmögliche daraus zu machen. Wir brauchen zeitnah jedoch Einheiten auf dem Platz, um unsere inhaltlichen Punkte abzuarbeiten.“ Nach welchen Kriterien wurden die Testspielgegner ausgewählt und was möchtest du aus diesen Spielen mitnehmen? Reichel: „Unser erstes Testspiel gegen den Regionalligisten BFC Dynamo ist aufgrund des Wetters leider ausgefallen. Am Wochenende kommt planmäßig der SSV Vorsfelde – auch da ist jedoch noch nicht klar, ob es stattfinden kann. Wir wollten einen guten Mix aus Gegnern haben, neben dem beiden angesprochenen Vereinen testen wir gegen die U23 von Hansa Rostock sowie gegen den HSC Hannover. Es geht darum, dass sich die Jungs messen können, daher war es mir wichtig, gegen höherklassige Mannschaften zu spielen.“ Wie stellt sich die Kadersituation aktuell dar – hat es im Winter bereits Veränderungen gegeben? Reichel: „Während der Hinrunde hat uns bereits Enrique van der Lubbe auf eigenen Wunsch verlassen, weil er wieder zurück in die Heimat wollte. Zum Winter kam Stürmer Marcel Reim auf mich zu, der unser Pensum aufgrund seiner beruflichen Situation nicht mehr schaffte. Auch er hat uns verlassen und ist zurück nach Vechelde gewechselt. Mit Luis Karaqi vom VfV Hildesheim haben wir einen neuen Rechtsverteidiger verpflichtet. Darüber hinaus kann es sowohl noch Zu- als auch Abgänge geben, im offensiven Mittelfeld und im Sturm würden wir gerne noch was machen.“ Du hast betont, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, den Klassenerhalt zu sichern. Worauf wird es dafür entscheidend ankommen? Reichel: „Wir müssen die gleiche Intensität und den Mut zeigen, wie wir das zum Ende der Hinrunde geschafft haben. Es hat uns ausgezeichnet, dass wir die Gegner hoch gepresst und zu Fehlern gezwungen haben. Im eigenen Ballbesitz haben wir mutig von hinten rausgespielt, wir wollen die Gegner dominieren und intensiv spielen. Das hat die Mannschaft gut gemacht und daran gilt es anzuknüpfen. Im letzten Drittel und im Torabschluss können wir noch kaltschnäuziger werden, auch in der eigenen Boxverteidigung haben wir noch Raum für Verbesserung. Das sind die Punkte, an denen wir arbeiten. Die Jungs haben es in den sieben Spielen unter meiner Regie aber brutal gemacht, wir haben in diesem Zeitraum 14 Punkte geholt. Das schaffen in der Liga nur die Top-Teams. Das gilt es zu bestätigen.“ Foto: Torsten Utta
Hoffmann: "Hätten mehr verdient gehabt"
Unglücklich verlieren die Blau-Gelben in den Schlussminuten bei den Lilien. Ein Freistoßtor nach dem Platzverweis brachte eine kämpferische Eintracht um den verdienten Lohn. Die Stimmen zum Spiel. Heiner Backhaus: “Dafür das wir in der Konstellation in der letzten Kette so noch nie gespielt haben, haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir haben dann auch nicht unverdient den Führungstreffer geschossen. Danach verpassen wir, noch mehr auf das zweite Tor zu gehen. Das kann aber auswärts gegen eine Mannschaft wie Darmstadt auch passieren. Wir haben insgesamt wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir gewusst, dass Darmstadt anders aus der Kabine kommen wird. Trotzdem haben wir es weiter gut gemacht und hätten mit Conteh frei vorm Tor unsere Führung weiter ausbauen können. Mit der ersten Chance bekommen wir dann direkt das 1:1, was eine gute Aktion vom Darmstädter Stürmer war. Danach hatte ich nicht das Gefühl, dass der Gegner näher am Sieg war als wir. In Summe bekommen wir dann ein Gegentor aus eine Szene, in der wir die Situation einfach besser klären müssen. Das Freistoßtor durch die Beine ist dann natürlich sehr ärgerlich. Der Leistung meiner Mannschaft kann ich aber keinen Vorwurf machen. Wir können trotzdem viel Positives mitnehmen.” Ron-Thorben Hoffmann: “Die ersten Gefühle nach dem Spiel sind sehr leer gerade. Es fühlt sich komisch an, weil ich finde, dass wir heute mehr verdient hätten, mindestens den Punkt. Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, wir haben 90 Minuten Widerstand geleistet und alle zusammen viel wegverteidigt. Insgesamt ist es richtig bitter, dass du hier mit leeren Händen nachhause gehen musst. Wir wissen, dass wir gut im Pressing sind und haben da auch ein bisschen was umgestellt, das sehr gut funktioniert hat. Trotzdem wussten wir, dass Darmstadt in der zweiten Hälfte mit mehr Energie als zuvor rauskommt. Darauf waren wir vorbereitet, doch wir waren dann ein bisschen zu schlampig, haben nicht mehr konsequent verteidigt. Hinzu kommen viele 50/50-Entscheidungen, die gegen uns getroffen wurden. Die zweite Hälfte war nicht gut, die müssen wir definitiv analysieren, weil so besteht man dann auch nicht. So ein Fehler wie bei dem Freistoß darf uns einfach nicht passieren, weil dann verlierst du dieses Spiel hier und das ist extrem ärgerlich.” Mehmet Can Aydin: “Es ist sehr schade, dass wir erst in Führung gehen und dann 2:1 hier verlieren und das Freistoßtor kassieren. Ich finde, dass wir es gut gemacht haben übers ganze Spiel. Auch in der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel früher zu machen können. Wir hatten auch da noch gute Torchancen. Aber es ist schwer gegen Darmstadt 90 Minuten kein Tor zu bekommen, die haben das dann hier vor eigener Kulisse auch gut gemacht. Es ist besonders bitter, das Spiel mit zwei so ärgerlichen Toren zu verlieren.” Florian Kohfeldt (Cheftrainer SV Darmstadt 98): “Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gebracht, der Gegner war sehr unangenehm zu bespielen. Das 0:1 fällt ein bisschen aus dem Nichts und hat uns bis zur Halbzeit verunsichern lassen. Zur Halbzeit haben wir dann umgestellt, wodurch wir etwas mehr Kontrolle hatten. Der Sieg ist meiner Meinung nach nicht unverdient, aber wir hatten durch aus in der ein oder anderen Situation Glück.” Zur Pressekonferenz im Re-Live! Foto: imago images/HMB-Media
Hoffmann: "Manchmal braucht man ein Hallo-Wach-Erlebnis"
Es war ein schwieriger Abend für die Löwen. Die Heimniederlage gegen den FCM lässt die niederlagenlose Serie der Eintracht reißen und beschert der Backhaus-Elf einen enttäuschenden Auftakt in die Rückrunde. Die Stimmen zum Spiel. Heiner Backhaus: “Wir waren heute chancenlos. Magdeburg war in allen Bereichen besser. Was mich stört, ist die Intensität in den Zweikämpfen. Das ist nicht verhandelbar. Mit 44 Prozent Zweikampfquote kannst du gegen den FCM nicht gewinnen. Man kann sie nur schlagen, wenn du Ballgewinne hast und umschaltest. Mit dem Ball sind sie einfach eine der besten Mannschaften der Liga. Im Prinzip kann man sich für die heutige Leistung nur entschuldigen. Allerdings ist es auch eine Leistung, die nicht unerklärbar ist. In den ersten 15 Minuten habe ich gemerkt, dass wir überhaupt kein Rhythmus haben. Viele Spieler sind aus Verletzungen kommen. Es war heute nicht alles bei 100 Prozent und da musst du dann schon deine wenigen Chancen nutzen, um hier etwas mitzunehmen. Wir haben heute Entscheidungen mehr aus der Angst getroffen. Ich glaube aber, dass wir dieses Spiel gebraucht haben, um reinzukommen. Das fehlende Testspiel hat man heute schon gemerkt. Trotzdem werde ich dem Team nichts absprechen, da das eine einmalige Leistung war und wir diese Niederlage vielleicht auch in der Höhe gebraucht haben. Wir haben heute nicht ansatzweise verdient gehabt, einen Punkt mitzunehmen.” Ron-Thorben Hoffmann: “Wir haben heute verdient verloren. Ich habe keine Worte für die Leistung, denn so sind wir die Saison über noch nicht aufgetreten. Wir waren völlig chancenlos, es war viel zu wenig. Morgen müssen wir ganz klar und hart analysieren, woran es heute gelegen hat und was zu wenig war. Ich habe gerade keine wirkliche Lösung und kann mir den Auftritt nicht richtig erklären. Es ist an den Basics , wie der Laufleistung und dem Zweikampfverhalten gescheitert. Es fehlen Ideen und wir waren technisch wirklich schwach. Manchmal braucht man ein „Hallo-Wach-Erlebnis“. Im Dezember haben wir zurecht viele Schulterklopfer bekommen. Möglicherweise hilft uns dieser frühe Weckruf, um uns wieder ein wenig zu erden. Jetzt geht es drum, dass wir unsere Sinne schärfen und gegen Fürth ganz anders auftreten.” Sven Köhler: “Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns und ein klar verdienter Sieg für Magdeburg. Da brauchen wir nicht drum herum reden. Ich bin stink sauer. So dürfen wir kein Heimspiel an einem Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten bestreiten. Das darf nicht unser Anspruch sein. Wir müssen schleunigst aufwachen und als Mannschaft wieder den Gang und diesen Hunger finden. Wir waren aus unerklärlichen Gründen verunsichert und haben keine Zweikämpfe gewonnen. Ich verstehe nicht, wie man nach so einer Phase im Dezember, heute so unsicher spielen kann. Das war nichts. Es geht nur über das Gewinnen von Zweikämpfen und das haben wir heute nicht getan und dementsprechend sind wir der verdiente Verlierer. Man kann auch ohne Trainingslager, ohne Testspiel und nach einer Pause deutlich besser Fußballspielen. Wir suchen keine Ausreden, denn am Ende war es eine Nicht-Leistung, die wir heute geboten haben.” Petrik Sander (Trainer 1. FC Magdeburg): “Hut ab vor meiner Mannschaft, die sich der Mittel, die sie für erfolgreichen Fußball bedienen muss, immer sicherer wird und fühlt. Dass wir Tore erzielen können, haben wir heute gesehen. Das war heute schon ein Auftritt, bei dem der eine oder andere schon über Grenzen gegangen ist. Das nötigt mir schon Respekt ab. Unser Hauptaugenmerk war es, die Defensive zu stabilisieren. Jeder hat begriffen, dass das notwendig ist, um wenig zuzulassen. Wir sind logischerweise froh, dass wir hier die drei Punkte mitnehmen konnten.”
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Fanhaus Das FanHaus liegt im Eingangsbereich Rheingoldstraße und ist die Anlaufstelle für Fans von Eintracht Braunschweig. Im oberen Bereich sind die Büros der Mitarbeiter vom Fanprojekt und ein Besprechungsraum untergebracht. Der untere Bereich ist für alle Eintracht-Fans und Interessierte frei zugänglich. Bei Heimspielen lädt das Fanprojekt zur Einstimmung auf das Spiel zu fairen Getränkepreisen ein. Die dort erworbenen Pfandbecher dürfen auch in das EINTRACHT-STADION mitgenommen und dort abgegeben werden. Das FanHaus bietet unterschiedliche Veranstaltungen, Workshops und AG’s an. Neben den vielen Themen rund um den Fußball und die Eintracht, runden Angebote zu den Themenbereichen Musik, Kunst, Theater, Literatur und Bildung das vielfältige und bunte Angebot des FanHauses ab. Genauere Informationen zu den Öffnungszeiten und Veranstaltungen können beim Fanprojekt ( info@fanprojekt-braunschweig.de ) erfragt werden. Familienblock Der Familienblock befindet sich bei Heimspielen der Eintracht in den Blöcken 13 und 14 auf der Osttribüne. Familien können für diese Blöcke für jeden Erwachsenen bis zu zwei Kinderkarten für Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren erwerben. Am Spieltag erhalten Sie Karten für die Familienblöcke, sofern verfügbar, an der Tageskasse im Hauptkassenhaus (Hamburger Straße). Ausführlichere Informationen zum Familienblock finden Sie hier . FANSHOPS Eintracht Stadion-Fanshop Hamburger Str. 210 38112 Braunschweig Tel.: 0531 - 2 32 30 0 Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10-18 Uhr Samstag: 10-14 Uhr An Spieltagen: ab 10 Uhr bis Anpfiff und noch ca. eine Stunde nach Abpfiff (Ausnahmen bei Abendspielen ab 20 Uhr) Die am Spieltag vorhandenen mobilen Eintracht-Fanshops öffnen mit Stadionöffnung und schließen je nach Bedarf 30-45 Minuten nach dem Spiel. Diese befinden sich auf dem Vorplatz der Haupttribüne, bei Block 6 sowie zwischen Block 10 und 11. Unseren Online-Fanshop finden Sie hier . Fanutensilien Heimfans Im EINTRACHT-STADION an der Hamburger Straße dürfen Fahnenstangen nicht länger als 1,50 Meter sein. (vgl. §7 (1) h der Stadionordnung) Das Mitführen von großen Schwenkfahnen und Doppelhaltern ist nur in Verbindung mit einem gültigen Supporterausweis erlaubt. Supporterausweise für die Heimspiele der Eintracht können bei der Fanbetreuung beantragt werden. Bitte senden Sie Ihre Anfrage an fanbetreuung@eintracht.com . Gästefans Informationen zu Fanutensilien für Gästefans finden Sie hier . Fotoapparate und Kameras Das Mitführen, Bereithalten und Überlassen von professionellen oder semi-professionellen Kameraausrüstungen inkl. Teleobjektiven, digitalen oder analogen Spiegelreflexkameras, Videokameras oder sonstigen Ton- oder Bildaufnahmegeräten, sofern keine Zustimmung des Veranstalters vorliegt, ist untersagt. Wir weisen darauf hin, dass die Fotos ausschließlich für private Zwecke genutzt werden dürfen. Eine kommerzielle Nutzung sowie die Veröffentlichung der Fotos - ohne Genehmigung des Vereins - ist verboten. Das Mitführen von Digitalkameras und Fotohandys ist erlaubt. Der Ordnungsdienst ist autorisiert, die verbotenerweise mitgeführten Gegenstände sicherzustellen. Für etwaige Schäden übernimmt Eintracht Braunschweig keine Haftung.
Backhaus: "Vorsprung nach Möglichkeit ausbauen"
Nach etwas mehr als drei Jahren führt die Löwen der Weg nach Ostwestfalen - genauer gesagt in die SchücoArena in Bielefeld. Zu Gast beim DSC treffen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander, folgt man der Überzeugung von Cheftrainer Heiner Backhaus. Ihm stehen seit Montag gleich vier weitere Neuzugänge zur Verfügung. Der Coach sprach im Vorfeld der Partie unter anderem über… …die personelle Lage für das Wochenende: Heiner Backhaus: „Es sind keine akuten Verletzungen hinzugekommen. Max Marie und Fabio Di Michele Sanchez fehlen mit einer Gelbsperre. Ansonsten haben alle Jungs vollumfänglich trainiert, auch die Neuzugänge vom Deadline-Day." …den DSC Arminia Bielefeld: Backhaus: „Wir spielen gegen einen Gegner, der eine absolute Top-Mannschaft ist, was die Intensität angeht. Insbesondere zuhause mit ihren Zuschauern im Rücken sind sie sehr, sehr schwer zu knacken. Wir haben drei Vorsprung und wollen diesen nach Möglichkeit ausbauen - was wir dafür tun müssen, wissen wir." …den abgelaufenen Deadline-Day: Backhaus: „Ich habe ihn wahnsinnig strukturiert erlebt, dafür dass es nach Außen wahrscheinlich hektisch gewirkt hat. Wir hatten mit all den Spielern schon ganz lange Kontakt. Bei einigen von ihnen war es erst schwer vorstellbar, dass wir sie verpflichten können. Trotz anderer Anfragen haben sie sich doch für Eintracht Braunschweig entschieden. Mittlerweile haben wir einen sehr guten Flow, was die Arbeit mit dem Scouting und die Entscheidungen angeht. Das geht Hand in Hand. Das große Thema war das Thema Speed, wir brauchen es für Umschaltphasen. Wir haben den Kader dahingehend schon im Sommer umgebaut, jetzt im Winter mehr gemacht als vielleicht erwartet wurde. Am Ende haben wir Spieler verpflichtet, die wir brauchen - jung, entwicklungsfähig, auch kognitiv schnell und Spieler, die unsere Spielart schätzen und spielen wollen.“ …die vier Neuzugänge von Montag: Backhaus: „Aaron Opoku steht voll im Saft, hat letzte Woche noch gegen Galatasaray Istanbul gespielt und in der Süper Lig die gesamte Hinrunde auf dem Platz gestanden. Sehr guter Mensch, sehr bodenständig und wichtig für die Gruppe. Ken Izekor kenne ich schon lange, er ist ein Top-Talent. Er hatte eine schwere Verletzung, dass hat ihm so ein bisschen den Durchbruch bei Bayer 04 gekostet. Toller Transfer mit Perspektive. Grant-Leon Ranos hat in der Hinrunde acht Bundesligaspiele gemacht und sogar getroffen. Er ist sehr jung, aber schon erfahren. Es ist der einzige Transfer, bei dem wir am Ende nicht so die Hand drauf haben wir bei den anderen. Andi Hoti kenne ich auch schon jahrelang. Auch er ist jung und entwicklungsfähig, und fußballerisch top ausgebildet in Italien.“
Die Löwen sind zurück auf dem Platz
Noch am Montag absolvierten die Spieler ein individuelles Trainingspensum, ehe die Mannschaft am heutigen Dienstag bei der ersten öffentlichen Einheit wieder mit dem Ball arbeitete. Trotz leichter Minusgrade und reichlich Schnee in und um Braunschweig rollte der Ball auf dem F-Platz am Stadion – nachdem zuvor Mitarbeiter der Geschäftsstelle den Rasen vom Schnee befreit hatten. Am Vormittag hatten die Profis zudem verschiedene Leistungstests in den Stadionkatakomben absolviert. Von Anfang an ging es auf dem Platz hoch her. Viele Spielformen mit Ball, bei der Handlungsschnelligkeit Voraussetzung war. Auch in einem Wettbewerb sollten sich die Spieler messen. Dass die Mannschaft schnell hochfahren sollte, war eine bewusste Entscheidung, wie Cheftrainer Heiner Backhaus im Nachgang in einer Medienrunde betonte: “Es sollte kein Tag sein, den wir brauchten, um erstmal reinzukommen. Wir wollten sofort einen inhaltlichen Tag draus machen mit schnellen, chaotischen Spielphasen und Gegenpressing.” Geholfen hat dabei auch der Fitnessstand seiner Spieler. “Fit sind die Jungs, sie sind wahnsinnig viel gelaufen im Urlaub. Sie haben in dem Sinne keine Grundlagen gemacht, sondern sie mussten Sprints absolvieren”, so der Coach. Bei der ersten öffentlichen Einheit trotzten rund 30 Fans der Kälte und schauten der Mannschaft bei der Arbeit auf dem Rasen zu. Dort fehlten Lino Tempelmann, der vorab jedoch individuell mit dem Ball am Fuß trainierte, Chris Conteh (Knie) und Mehmet Can Aydin (Oberschenkel). Sie alle blieben in den Katakomben des Stadions. Dafür stand mit Anas Bakhat ein bislang unbekanntes Gesicht auf dem Grün, der Mittelfeldspieler stand bis zum vergangenen Sommer bei Alemannia Aachen unter Vertrag und ist in dieser Woche als Testspieler bei der Eintracht. “Wir warten bei ihm die nächsten Tage ab, ich bin da ganz entspannt. Wir gucken uns Anas bis zum Wochenende an und dann setzen wir uns zusammen”, erklärte Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel in der Medienrunde, angesprochen auf den 25-Jährigen. Eine schöne Nachricht lieferte zudem Mittelfeldmann Florian Flick. Der Sechser verletzte sich Ende November im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern und fehlte seither mit einer tiefen Schnittwunde. Beim offiziellen Trainingsauftakt stand er jedoch wieder auf dem Platz und absolvierte das komplette Pensum. “Ich bin froh, wieder dabei zu sein. Von der Wunde her fühlt sich alles gut an und es ist gut verheilt. Ich habe auf dem Platz nichts mehr gemerkt, konnte im Urlaub auch die ganzen Läufe durchziehen. Es tut gut, jetzt anzufangen wie die anderen Jungs auch. Die Fitness habe ich schnell wieder drauf”, sagte der gebürtige Mannheimer nach Einheit Nummer eins.
Aus der Schweiz an die Hamburger Straße
Vom Klempner zum Profi in der 2. Bundesliga: Die Geschichte von Torwart Marko Rajkovačić klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Ursprünglich kam der 25-jährige im Sommer 2025 nach Braunschweig, um für die U23 im Tor zu stehen. Seit Anfang August ist der gebürtige Schweizer offiziell Teil des Profikaders und bildet gemeinsam mit Ron-Thorben Hoffmann, Elhan Kastrati und Leon Herdes das Torwartteam der Löwen. Eigentlich wollte Marko für die U23 spielen, in Deutschland arbeiten und nebenbei die Sprache lernen. Für dieses Ziel wechselte der Schlussmann in diesem Jahr vom Schweizer Viertligisten FC Collina D'Oro an die Hamburger Straße. Doch die Geschichte nahm einen anderen Verlauf: Weil der Profikader in der Sommervorbereitung Bedarf auf der Torhüterposition hatte, nahm Cheftrainer Heiner Backhaus den Schweizer in den Trainingskader auf. Marko trainierte, reiste mit ins Trainingslager und spielte auch in Vorbereitungsspielen für die Zweitligaelf. „Vor etwas über einem Jahr habe ich mich am Knie verletzt. Ich habe gearbeitet und nebenbei Fußball gespielt. Nach meiner Verletzung habe ich wieder angefangen und gemerkt, dass ich etwas verändern möchte. Ich kam her, um Neues kennenzulernen und Fußball zu spielen. Und auf einmal stehe ich jeden Tag mit den Profis auf dem Platz“, erzählt Rajkovačić heute. Wir trafen den Schlussmann, um mit ihm über seine besondere Geschichte zu sprechen. Im Interview spricht Marko über seine bisherige Laufbahn, die ersten Monate in Braunschweig und die besondere Rolle, die Torwarttrainer Jasmin Fejzić auf seinem Weg gespielt hat. Zum Interview.