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Arnd Zeigler mit „Immer Glück ist Können!“ in Braunschweig

Am 3. September macht Arnd Zeigler mit seinem Programm „Immer Glück ist Können!“ Halt in der Löwenstadt. Der beliebte Moderator, Autor und bekennende Fußballromantiker verbindet in seiner Show Humor, Nostalgie und leidenschaftliche Geschichten rund um den Fußball. Im Interview spricht er über seine persönlichen Erinnerungen an die Braunschweiger Eintracht, die besondere Fußballkultur in der Stadt und verrät, warum für ihn sowohl Können als auch Glück zum Spiel gehören. Herr Zeigler, Ihr Programm heißt „Immer Glück ist Können!“ – wie viel Glück und wie viel Können braucht es im heutigen Profifußball wirklich? Arnd Zeigler: “Es braucht schon sehr viel Können auf allen Ebenen, um im Profifußball längerfristig Spaß haben zu können. Ich bin aber sehr sicher, dass der Faktor „Glück“ oft völlig unterschätzt wird.” Am 3. September führt Sie ihre Tour nun in die Löwenstadt. Was verbinden Sie mit der dort beheimateten Braunschweiger Eintracht? Zeigler: “Ich bin aufgewachsen als Nachzügler mit zwei deutlich älteren Brüdern, die mir irgendwann ihre Fußball-Sammelbilder und ihre Fußballbücher vermacht haben. Die 1967er-Meisterschaft habe ich also nachgearbeitet, und in den Siebzigern war ich dann schon selbst Fan und habe die Eintracht im UEFA-Cup erlebt, mit Popivoda, Bernd Franke und Handschuh. Nicht im Stadion, aber im Fernsehen. Für meine Sendung haben wir kürzlich Dietmar Erler zuhause besucht. Und ich besitze ein altes Jägermeister-Trikot von Ronnie Worm. Ach so, und ganz wichtig: Wir haben mal ein langes Porträt der Kurvenmutti Christel Neumann gezeigt, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie war dann auch bei einem meiner Auftritte in Braunschweig, aber leider war sie zu schüchtern um anschließend auf mich zu warten und ein bisschen zu quatschen. Leider geht es ihr aktuell nicht so gut, habe ich gerüchteweise gehört. Eine tolle Frau!” Gibt es eine Anekdote oder ein besonderes Spiel mit der Eintracht, das Ihnen im Gedächtnis geblieben ist? Zeigler: “Es gab in den späten Siebzigern und in den Achtzigern viele Nordderbys zwischen Werder und der Eintracht, wo es auch mal um den Aufstieg ging. Zuhause haben wir oft hoch gewonnen, auswärts waren wir meistens sehr blass. Eines meiner allerersten Spiele im Weserstadion war ein 2:1-Sieg gegen die Eintracht, durch ein wunderschönes Tor von Hartmut Konschal, der ja auch mal bei euch spielte.” Was glauben Sie, warum passen Braunschweig und Fußball so gut zusammen – und was macht den Fußballstandort aus Ihrer Sicht besonders? Zeigler: “Braunschweig ist eine Fußballstadt, wie Bremen, Dortmund oder Nürnberg. Es gibt Städte, wo das Mitfiebern und Mitleiden mit dem Verein eine große Tradition hat. Bei euch ist das so und bei uns auch.” Ihr Programm lebt von kuriosen Geschichten, Leidenschaft und Nostalgie – was dürfen die Fußballfans bei Ihrem Auftritt erwarten? Zeigler: “Wir alle lieben den Fußball, obwohl er uns eigentlich seit Jahrzehnten immer ein Stückchen mehr ärgert. Wir sind früher sehr gut ohne Klub-WM, VAR und merkwürdige Gestalten wie Gianni Infantino ausgekommen. Wir haben uns nicht nach mehr Kommerz gesehnt, aber wir haben ihn bekommen. Also ich anfing mich für Fußball zu interessieren, gab es in meinen ersten vier Jahren als Fußballfan vier verschiedene Meister. Heute undenkbar. Vieles ist über die Jahre blöder geworden und ärgert uns. Vieles ist uns am Fußball verlorengegangen, aber wir lieben ihn dennoch weiterhin, voller Trotz. Weil es immer noch Dinge im Fußball gibt, die uns tief berühren. Und wenn es Erinnerungen sind. Bei meinen Auftritten möchte ich mit den Gästen den Fußball feiern als etwas ganz Zentrales in unserem Leben. Etwas, das uns trotz aller Schwächen bewegt und emotionalisiert, und das in der Regel so lange wir leben. Meine Shows sind lange Fußballabende, an deren Ende man meistens rausgeht und etwas genauer weiß, weshalb man das alles immer wieder mitmacht.” Sie gelten als Fußballromantiker. Wenn Sie an einen Stadionbesuch denken – was müsste dort passieren, damit Sie sagen: „Das war ein perfekter Fußballtag“? Zeigler: “Als Werder-Fan hilft ein emotionaler Sieg meiner Mannschaft natürlich enorm. Ich kann mir aber auch ein Kreisliga-B-Spiel zweier mir völlig unbekannter Mannschaften anschauen, vor sieben Zuschauern, und völlig aufgewühlt wieder nach Hause gehen. An einem perfekten Fußballtag komme ich entspannt im Stadion an, habe ausreichend Zeit für ein Bier, stehe neben netten Menschen und schaue ein Spiel, das mich packt. Und hinterher esse ich noch eine Frikadelle im Vereinsheim.” Wenn Sie für einen Tag Cheftrainer im Profifußball wären – was würden Sie als Erstes tun? Zeigler: “Meinen Spielern vermitteln, dass ich extrem teure Autos, Gepose auf Instagram und komplett tättowierte Arme erst ab 100 Bundesligaspielen erlaube.” Wie viel Humor braucht man heutzutage, um Fußball schauen zu können? Zeigler: “Ich glaube, ganz notfalls geht es auch ohne Humor, aber Gelassenheit kann oft immens helfen.” Foto: imago images/Funke Foto Services

Glaube und Profisport sind kein Widerspruch

Wenn für Muslime weltweit aktuell der Ramadan läuft, ist dies eine Zeit der Besinnung, des Verzichts und der besonderen inneren Stärke. Auch für Profifußballer wie Memo Aydin bedeutet der Fastenmonat eine zusätzliche Herausforderung im ohnehin anspruchsvollen Alltag eines Leistungssportlers. Wie der Eintracht-Akteur mit der besonderen religiösen Situation und der gleichzeitigen Belastung umgeht, hat der Defensivallrounder uns verraten. „Es ist kein Geheimnis, dass es für den Körper anstrengender ist, wenn man über viele Stunden nichts isst und trinkt“, erklärt Aydin offen. Gerade im Profifußball, wo höchste Intensität, Ausdauer und Konzentration gefragt sind, stellt das Fasten eine besondere Belastung dar. Doch für den 24-Jährigen ist es vor allem eine Frage der Gewöhnung: „Wenn der Körper sich daran gewöhnt hat, ist es gut machbar.“ Neben der körperlichen Komponente hebt Aydin besonders die mentale Kraft hervor, die ihm der Ramadan gibt. Durch die religiöse Verbundenheit fühle er sich sogar gestärkt. Der Monat sei kein Zeitraum des Leidens, sondern einer, den man genieße, trotz der zusätzlichen Belastung. Was bedeutet „Ramadan“? Doch was passiert in dieser Zeit genau? Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und besitzt für Muslime eine herausragende religiöse Bedeutung. In dieser Zeit verzichten gläubige Musliminnen und Muslime täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Nahrung, Flüssigkeit und weitere weltliche Bedürfnisse. Das Fasten steht dabei für bewusste Selbstbeherrschung und die vertiefte Hinwendung zu Gott. Zugleich soll es das Bewusstsein für Menschen in Not schärfen und die eigene Spiritualität festigen. Auch bei den Blau-Gelben halten gleich mehrere Profis trotz der hohen körperlichen Anforderungen am Ramadan fest. Dazu gehören nebst Aydin seine Teamkollegen Faride Alidou, Anas Bakhat, Andi Hoti, Elhan Kastrati und Torwarttrainer Jasmin Fejzic. Kaum Anpassungen und viel Akzeptanz Im Trainings- und Spielbetrieb macht Aydin während des Ramadans keine Abstriche. „Ich trainiere ganz normal, lasse nichts weg oder mache mehr oder weniger. Meine Trainings- und Spielintensität ist unverändert“, betont er. Für ihn ist klar, dass die religiösen Pflichten an erster Stelle stehen. Doch das bedeutet nicht, dass die berufliche Leistung darunter leiden muss. „Man kann beides gut hinbekommen.“ Eine wichtige Rolle spielt dabei das Umfeld. Bei den Löwen fühlt sich Aydin bestens aufgehoben. „Vor allem, dass der Trainer das respektiert, ist sehr wichtig“, sagt er. Nicht überall habe er diese Erfahrung gemacht. Umso mehr schätzt er die Haltung in Braunschweig: „Hier respektieren das alle und unterstützen es auch. Die Mannschaft und das Trainerteam machen es den Spielern, die fasten, so einfach wie möglich.“ Auch die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) ermöglichten kurzen Spielunterbrechungen zum Sonnenuntergang sind für ihn ein starkes Zeichen der Wertschätzung. In der vergangenen Saison erlebte Aydin bereits einen solchen Moment: „Der Schiedsrichter hat das Spiel für mich und zwei andere Spieler unterbrochen. Das war sehr besonders, wir waren sehr dankbar.“ Dass selbst auf Bundesliga-Ebene Rücksicht genommen werde, bedeute den muslimischen Spielern viel. Struktur, Planung und Regeneration Entscheidend für die Leistungsfähigkeit während des Ramadans ist eine präzise Planung. „Wenn man Schlaf und Ernährung gut plant, ist die Regeneration nicht schlechter“, erklärt Aydin. Trotz des Fastens achte er darauf, auf seine notwendigen Kalorien zu kommen und seine Mahlzeiten sinnvoll zu strukturieren. Seit drei Jahren verfolgt er ein eigenes Ernährungskonzept, mit dem er seine körperlichen Anforderungen erfüllt. Auch ausreichend Schlaf sei ein zentraler Baustein. „Man braucht einen guten Plan und muss diesen durchziehen“, so der gebürtige Würseler. Für Aydin hat der Ramadan eine klare Priorität: „Ich glaube, dass ich für alle Muslime spreche, wenn ich sage, dass die Religion bei uns an erster Stelle kommt.“ Das Fasten sei mit wenigen Ausnahmen eine religiöse Pflicht und eine der zentralen Säulen des Glaubens. Gleichzeitig betont er, dass eben dieses aktive Praktizieren des Glaubens und die gleichzeitige Ausübung eines Profisports kein Widerspruch ist. Der Ramadan gebe ihm eben Kraft, Struktur und innere Stärke. Und davon kann er auf und neben dem Platz nur profitieren. Neben dem Ramadan hat sich Aydin für eine dauerhafte Veränderung bei seiner Spieltagskleidung entschieden: Bereits seit Jahresbeginn läuft er ausschließlich mit langer Unterhose auf – und wird dies auch über den Ramadan hinaus tun. Als muslimischer Mann bedeckt er so den Bereich zwischen Bauchnabel und Knien. Es ist ein bewusstes Zeichen von Respekt gegenüber Gott, sich selbst und seinen Mitmenschen. Die lange Hose steht für Würde und Bescheidenheit, Werte, die sich für Aydin nicht nur im Inneren widerspiegeln, sondern auch im Auftreten nach außen.

Auf der Suche nach Stabilität

Vor Beginn der Saison zählte der 1. FC Nürnberg zu den Teams, die man wohl eher im oberen Tabellenbereich erwartet hat, doch der Start lief alles andere als erhofft: Mit neun Punkten rangieren die Franken aktuell auf Tabellenplatz 15. Ein Grund dafür liegt auch im großen Umbruch begründet: Zahlreiche Leistungsträger aus der vergangenen Saison verließen den FCN. Auch deshalb konnte die Mannschaft unter Cheftrainer Miroslav Klose bislang nicht an die Leistungen der Vergangenheit anknüpfen. Wenn die Löwen am Samstag im traditionsreichen Max-Morlock-Stadion auf die Franken treffen, konkurrieren zwei Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel, die aktuell nur ein Punkt trennt. Wissenswertes: Harmlose Offensive: Neun Saisontore aus 147 Abschlüssen - da hätte für den Club mehr drin sein können. Die Franken kommen regelmäßig in aussichtsreiche Abschlusspositionen, doch der Killerinstikt geht ab - nur jeder 16 Versuch landet in den Maschen des Gegners. Gemessen an den Expected-Goals-Werten hätte Nürnberg deutlich mehr Tore erzielen müssen als die tatsächlichen Treffer. Das dürfte insbesondere Trainer Klose ärgern: Der Coach war zu Spielerzeiten ein ausgewiesener Torjäger. Zweikampfstark: Nürnberg gehört mit durchschnittlich 219 Zweikämpfen pro Partie zu den robusteren Teams der Liga. Lediglich Münster bestritt mehr Zweikämpfe. Die Klose-Elf sucht aktiv die direkten Duelle. Unauffällig bei Ecken, stabil in der Defensive: Der FCN kassierte bislang weder ein Freistoßtor noch einen Treffer aus der Distanz, auch bei Standards zeigen sich die Cluberer kompromisslos. Die Defensive ist bis dato ohnehin nicht die Hauptbaustelle - mit lediglich 14 Gegentreffern weisen die Franken einen ordentlichen Mittelwert in Liga zwei aus. Unter Beobachtung: Julian Justvan: Der ehemalige Hoffenheimer war bereits in der Vorsaison Dreh- und Angelpunkt des Nürnberger Mittelfelds und ist es auch heute ncoh. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen zählt Justvan zu den auffälligsten Akteuren des FCN. Der 27-Jährige überzeugt durch Übersicht, Technik und Torgefahr. Justvan kam im Sommer 2024 von der TSG Hoffenheim und gilt in Nürnberg als Unterschiedsspieler mit hoher Qualität. Rafael Lubach: Mit gerade einmal 20 Jahren hat sich das Talent aus der Dortmunder Jugend einen Platz in der Startelf gesichert. Egal ob Sechser, Achter oder als falscher Neuner - Lubach stand in der aktuellen Saison immer von Anfang an auf dem Platz. Der U20-Nationalspieler überzeugt mit hohem Tempo und Spielintelligenz. Mit zwei Saisontreffern zählt er zu den positiven Überraschungen im Kader von Miroslav Klose. Adam Markhiyev: Er ist der stille Taktgeber im Nürnberger Mittelfeld. Der 23-jährige Finne wechselte erst Anfang September von Aris Limassol aus Zyperns erster Liga zum FCN. Markhiyev überzeugt durch Spielintelligenz, Ruhe am Ball und ein gutes Timing. Als absoluter Wunschspieler verpflichtet ist er unter Miroslav Klose zu einem unverzichtbaren Baustein des Systems geworden. Robin Knoche: Kapitän und Führungspersönlichkeit - doch die bisherige Saison ist noch nicht seine. Der gebürtige Braunschweiger, der weiterhin eng mit seiner Heimatstadt verbunden ist, verbrachte die vergangenen Wochen nur auf der Bank, obwohl Knoches Qualität und Erfahrung unbestritten sind. Am vergangenen Wochenende sicherte er seiner Mannschaft durch einen Elfmetertreff jedoch einen Punkt beim 1. FC Kaiserslautern. Ob es seine Eintrittskarte zurück in die Startelf ist, bleibt jedoch abzuwarten. Die Lage: 48 Punkte, Platz zehn in der Endabrechnung - so lautete die Bilanz von Miroslav Klose in seiner Debütsaison beim FCN. Im Umfeld wuchs die Hoffnung, in der kommenden Saison einen weiteren Schritt in der Entwicklung gehen zu können. Doch der Transfersommer verlief kompliziert: Zwar nahm der Verein dem Vernehmen nach reihenweise attraktive Ablösesummen ein, doch verlor zeitgleich extrem viel Qualität. Diesen Verlust zu begegnen, war die Hauptaufgabe der Verantwortlichen rund um Sportvorstand Joti Chatzialexiou. Insbesondere am Deadline Day kam nochmal Bewegung rein, doch der Saisonstart verlief holprig. Dennoch ist ein leichter Aufwärtstrend erkennbar: Der Club ist seit drei Spielen ungeschlagen und holte acht seiner neun Punkte seit dem 6. Spieltag. Zuletzt sicherte das Team beim 1:1 in Kaiserslautern nach Rückstand einen wichtigen Zähler. Mit einem Sieg gegen die Löwen könnte Nürnberg an den Blau-Gelben vorbeiziehen. Das letzte Aufeinandertreffen: Für die Löwen ging am 34. Spieltag der Saison 2024/25 wohl alles schief, was schief gehen konnte: Krankheitsbedingt fiel Torwart und Leistungsträger Ron-Thorben Hoffmann aus. Wer das als schlechtes Omen sah, konnte sich kurz nach Anpfiff bereits bestätigt fühlen: Bereits zur Halbzeit lagen die Löwen uneinholbar mit 0:4 zurück. Mehr als ein Ehrentreffer von Sebastian Polter in der Schlussminute dwar nicht mehr drin. Am Morgen danach wurde Cheftrainer Daniel Scherning freigestellt, für Blau-Gelb folgte der Gang in die Relegation. Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze

"Natürlich mit Mitch"

Ein Punkt Abstand auf die Abstiegsränge. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen steckt weiter tief im Kampf um den Klassenerhalt. Trotz dessen empfängt Arminia Bielefeld die Eintracht am kommenden Sonntag eigentlich mit ordentlich moralischem Rückenwind. Die Hausherren haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie auch Rückstände noch umbiegen können. Gegen die Löwen wartet nun die nächste Gelegenheit auf das Team von Chefcoach Mitch Kniat, nach acht sieglosen Pflichtspielen wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. Wissenswertes Comeback-Vizekönige: In den vergangenen beiden Partien bewiesen die Arminen große Comeback-Qualitäten, als sie sowohl gegen Holstein Kiel nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erreichten als auch in Dresden nach dem 0:1 noch ausglichen. Insgesamt zeigte Bielefeld in dieser Saison schon sechsmal nach Rückständen Moral und sammelte Punkte. Nur der Lokalrivale Preußen Münster war darin noch erfolgreicher. Ruhendes Leder: Ein besonderes Faustpfand der Arminia bleiben Standardsituationen. Drei der bislang letzten fünf Treffer resultierten aus Elfmetern, insgesamt erzielte Bielefeld bereits zwölf Tore nach ruhenden Bällen – so viele wie kein anderes Team der Liga. Damit traf der DSC nach Standards sogar dreimal so häufig wie die Eintracht. Effektivität wird groß geschrieben: Sowohl die Hausherren als auch die Löwen zählen zu den Teams mit den wenigsten herausgespielten Großchancen. Die Eintracht kommt ligaweit auf den niedrigsten Wert mit 16, die Arminia auf 20. Dennoch überzeugen beide Mannschaften durch ihre Effizienz: Bielefeld verwertet mit 65 Prozent die meisten Großchancen in der Liga, während die Blau-Gelben auf Platz drei liegen. Unter Beobachtung Mael Corboz: Der Kapitän im zentralen Mittelfeld ist das Laufwunder der 2. Bundesliga. Insgesamt 257,4 Kilometer sind der ligaweite Top-Wert. Kein Spieler legte eine höhere Distanz zurück. Kein Wunder also, dass er als einer von vier Akteuren in der 2. Bundesliga noch keine Minute von den bisherigen 20 Spieltagen auf dem Feld verpasst hat. Joel Grodowski: Der 28-Jährige ist der Top-Torjäger der Bielefelder, acht Buden kann der Angreifer auf sich verbuchen. Für die Ostwestfalen hat er am meisten Torschüsse abgegeben (32) und geht am häufigsten ins Dribbling. 25 seiner 32 Abschlüsse suchte er dabei übrigens innerhalb des gegnerischen Sechzehners. Maximilian Großer : Der Abwehrrecke ist mit seinen 1,92 Metern Körpergröße prädestiniert für Luftzweikämpfe. Und genau da schmeißt er sich immer wieder rein. 148-mal ging er ins direkte Duell in die Höhe, 61,5 Prozent gewann er davon. Neben seinen zwei Toren spielt er zudem die meisten Pässe bei den Bielefeldern mit einer Passquote von fast 90 Prozent (88,5). Die Lage Mit einer Serie von sieben sieglosen Spielen im Gepäck reiste die Arminia am vergangenen Sonntag zu Dynamo Dresden. Zwar deutete zur Halbzeit alles auf eine weitere Niederlage für den DSC hin, am Ende konnte das Team vor allem dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang jedoch noch ein 1:1-Unentschieden sichern. “Im Endeffekt ist heute alles gut, außer das Ergebnis. Wenn du so spielst und am Ende auch so dominierst, dann muss auch irgendwann ein Dreier herauskommen”, erläuterte Chefcoach Mitch Kniat nach der Partie im Interview. Trotz des erneuten verpassten Befreiungsschlags gab es nach dem positiven Auftritt auch Rückendeckung von Sportdirektor Michael Mutzel für den Aufstiegstrainer der Gastgeber. Man wolle den Bock “natürlich mit Mitch” umstoßen. Geduld sei wichtig, bis die Neuzugänge sich vollständig integriert haben und erste Erfolge zurückkommen. Die Winter-Transferperiode brachte nämlich gleich vier neue Spieler, die beim Remis in Elbflorenz auch allesamt sofort in der Startelf standen. Innenverteidiger Maximilian Bauer und Robin Knoche überzeugten, während die offensiven Neuzugänge Jannik Rochelt und Semir Telalovic noch weniger Impulse setzen konnten. So schwebt aktuell der eine Punkt Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze wie ein Damoklesschwert über der Arminia. Dabei kamen die Blau-Gelben dem DSC als Gegner zuletzt leider gelegen - zumindest statistisch. Denn gegen die Eintracht blieb die Arminia seit sechs Aufeinandertreffen ungeschlagen. Letzte Begegnung Das Hinrundenduell zwischen beiden Teams war von Beginn an intensiv und taktisch geprägt. Nach einem aktiveren Start der Gäste aus Bielefeld entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen klaren Chancen. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte Erencan Yardimci, dessen Treffer wegen Abseits aberkannt wurde. Zudem überzeugte Eintracht-Keeper Thorben Hoffmann mit mehreren starken Paraden. Nach dem Seitenwechsel musste die Eintracht durch den Ausfall von Lukas Frenkert verletzungsbedingt umstellen, verteidigte jedoch weiterhin leidenschaftlich. In einer Phase mit wenig Offensivaktionen nutzten die Löwen einen schnellen Konter zur Führung: Christian Conteh setzte sich durch, umkurvte Bielefelds Keeper Jonas Kersken und traf in der 64. Minute zum 1:0. In der Schlussphase geriet die Eintracht zunehmend unter Druck und konnte den knappen Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Nach einer unglücklichen Abwehraktion vor dem eigenen Tor erzielte Young kurz vor Schluss den Ausgleich für die Gäste aus Ostwestfalen. Am Ende stand ein hart umkämpftes 1:1 für die Braunschweiger, das von vielen taktischen Anpassungen, großem Einsatz und einer defensiv geprägten Spielweise bestimmt war. Foto: Stefan Kastner

Löwinnen gewinnen nächstes Topspiel

Während die blau-gelben Profis am vergangenen Wochenende einen Auswärtssieg feiern durften, lief es beim Nachwuchs leider nicht ganz so gut. Sowohl die U17 als auch die U19 unterlagen in ihren Spielen. Einzig die 1. Frauen feierte einen Sieg und bleibt dadurch unangefochten Tabellenführer. Hannover 96 – Eintracht U19 3:1 (2:1) Für die U19 ging es am vergangenen Samstag in die niedersächsische Landeshauptstadt zum Derby gegen den Erzrivalen. Im Eilenriedestadion hatte vor allem die erste Hälfte einiges zu bieten. Bereits nach sechs Minuten gingen die Gastgeber durch Denis Miu in Führung (6'). Die Löwen ließen sich aber nicht verunsichern und noch vor der 20. Spielminute sorgte Mads Runge für das 1:1 (19'). Zehn Zeigerumdrehungen vor dem Ende der ersten Hälfte kamen die Hausherren jedoch erneut gefährlich vor das Tor. Stürmer Kevin Ahlberg traf für Hannover zum 2:1 und setzte die Elf von Chefcoach Niklas Bahr ein weiteres Mal unter Zugzwang. In der zweiten Hälfte tauschten dann vor allem die Roten viel durch. Verzichten mussten die Löwen ja bekanntlich auf die gesperrten Luca Gille und Len Schütt. Kurz vor dem Ende warfen die Blau-Gelben noch einmal alles rein, für den Ausgleich sollte es allerdings leider nicht mehr reichen. Stattdessen kamen die Hannoveraner durch Camillo Lehmkuhl in den Schlussminuten sogar noch zum entscheidenden 3:1 (89'). Nach zuletzt zwei Erfolgserlebnissen im DFB-Pokal der Junioren gegen den F.C. Hansa Rostock und im Niedersachsen-Pokal gegen den 1. SC Göttingen 05 muss sich die Eintracht leider geschlagen geben und bleibt damit weiter mit einem Punkt auf dem letzten Platz der Vorrundengruppe A in der DFB-Nachwuchsliga stehen. Eintracht: Herdes - Fuchs, Runge, Funk (C), Redecker (59' Strauß), Aksac (46' Awali), Dabrowski, Altay, Ketzscher, Hounkpati, Perri. Tore: 1:0 Miu (6'), 1:1 Runge (19'), 2:1 Ahlberg (36'), 3:1 Lehmkuhl (86') Eintracht U17 – Holstein Kiel 2:3 (1:1) Bittere Heimniederlage für unsere U17. Die lange auf Augenhöhe mit einem der Top-Teams der Liga agierenden Nachwuchslöwen verpassten den nächsten Punktgewinn zuhause nur knapp. Die doppelt in Rückstand geratene Elf von Eintracht-Trainer Niels Quante kämpfte sich in Person von Ellias Güney und Ruben Da Silva Pereira gleich mehrfach zurück ins Spiel. Erstgenannter traf kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 1:1-Ausgleich, zuvor waren die Gäste aus Kiel bereits nach 21 Minuten in Führung gegangen. Nachdem Kiel Mitte der zweiten Halbzeit erneut den Führungstreffer markierte, war es Da Silva, der kurz davor war, den Blau-Gelben einen verdienten Punktgewinn zu bescheren. Doch es sollte anders kommen: Nach seinem Treffer kurz vor Schluss, war es der Kieler Finn Benninghoff, der die Eintracht zum Verzweifeln brachte. In der Nachspielzeit der Partie verwandelte er einen zuvor gepfiffenen Elfmeter zum 2:3 Endstand. Die Eintracht verpasst damit ihren dritten Punktgewinn nur knapp und muss weiter auf den ersten Sieg in der Liga warten. Nach dem morgigen Testspiel bei Union Berlin treffen die Löwen in der Liga am kommenden Wochenende auf den VfL Osnabrück. Eintracht: Rüger – Ibe, Diederich, Güney (70‘ Ay), Wäldele (C), Pflücke, Chyrva (77‘ Touray), Santagata (70‘ Da Silva Pereira), Fricke (87‘ Ozan), Vlasov, Ganski. Tore: 0:1 Lorenzen (21), 1:1 Güney (45), 1:2 Diczelski (73‘), 2:2 Da Silva Pereira (84‘), 2:3 Benninghoff (90+5‘/Elfmeter) SVG Göttingen – 1. Frauen 1:4 (0:3) Nach dem überzeugenden 7:1-Erfolg im Topspiel gegen die SG Rodenberg wartete für die Eintracht-Frauen direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Beim SVG Göttingen, der als Aufsteiger mit sechs Siegen aus zehn Spielen auf einem starken vierten Tabellenplatz stand, wollten die Löwinnen ihre Spitzenposition verteidigen – und taten genau das. Von Beginn an übernahmen die Blau-Gelben die Kontrolle und zeigten, dass sie auch auswärts den Ton angeben. Bereits in der ersten Spielminute sorgte eine scharf getretene Ecke für den perfekten Start: Im Gewühl bugsierte eine Braunschweigerin den Ball über die Linie. Nur kurz darauf erhöhte Torjägerin Lyn Meyer mit einem präzisen Drehschuss auf 2:0 und bestätigte damit ihre herausragende Form. Inzwischen steht sie bei satten 14 Treffern in zehn Partien. Die Gastgeberinnen fanden zunächst kaum ein Mittel gegen das druckvolle Spiel der Eintracht, die nach einem weiteren Standard auf 3:0 stellte. Erst kurz vor der Pause konnte der SVG einige Chancen herausspielen, doch die Braunschweiger Abwehr blieb aufmerksam und ließ nichts anbrennen. Nach dem Seitenwechsel setzte das Team von Trainer Simon Wintgen konsequent nach: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld fiel das 4:0, womit die Partie praktisch entschieden war. Zwar gelang Göttingen in der Schlussphase noch der Ehrentreffer, doch die Löwinnen behielten bis zum Abpfiff die Kontrolle und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Mit diesem Erfolg festigen die Löwinnen nicht nur ihre Tabellenführung, sondern unterstreichen einmal mehr ihren Anspruch, auch in engen Spielen dominant und zielstrebig aufzutreten. Eintracht: Engler - Ahl, Berger, L. Meyer (C), Lange (62' Querfurth), Andresen, Just (84' Würmel), Brühler, Farr, Klebe, Fries. Tore: 0:1 Berger (1'), 0:2 L. Meyer (11'), 0:3 Andresen (17'), 0:4 Brühler (48'), 1:4 Grosch (82') Foto: David Kähling

Löwen verlieren zuhause gegen Bochum

Am 12. Spieltag der 2. Bundesliga empfingen die Löwen den VfL Bochum zum traditionsreichen Duell an der Hamburger Straße. Beide Mannschaften gingen mit zehn Punkten in die Partie und wollten den Kontakt zum Tabellenmittelfeld weiter verkürzen. Nach einer frühen Gästeführung durch Cajetan Benjamin Lenz (7‘) agierten die Blau-Gelben spielbestimmend und konnten ein Chancenplus für sich verbuchen. Da der Ausgleich nicht gelang, ging es mit einem knappen 0:1 in die Pause. Im zweiten Durchgang gestaltete sich das Spielgeschehen ausgeglichener. Das Team von Uwe Rösler zeigte sich erneut eiskalt und erhöhte durch Francis Onyeka auf 0:2. Ausgangslage: Nach dem 1:2 in Nürnberg und der 0:3-Heimniederlage im Derby wollte die Eintracht zurück in die Erfolgsspur. Gegen den Bundesliga-Absteiger wartete allerdings eine schwierige Aufgabe auf die Löwen. Der VfL Bochum hatte sich unter Trainer Uwe Rösler stabilisiert und war seit dessen Amtsübernahme Anfang Oktober ungeschlagen. Zwei Siege, ein Remis und der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Augsburg sprachen für eine klare Aufwärtstendenz. Daher gab Heiner Backhaus als Marschroute aus, dass sein Team jetzt in Eintracht auftreten müsse. Aufstellung: Erencan Yardimci stand wegen seiner Sperre weiterhin nicht zur Verfügung und Kevin Ehlers fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte ebenfalls. Wie auch in Nürnberg startete Leon Bell Bell erneut von Beginn an, um die Lücke in der Abwehr zu schließen. Insbesondere in der Abwehr und im Sturm ergaben sich Änderungen. Neben Fabio Di Michele Sánchez und Sven Köhler startete Patrick Nkoa in der Abwehr. Auf der rechten Seite begann Johan Gomez für Mehmet Can Aydin, der im letzten Spiel verletzt ausgewechselt werden musste. Im Mittelfeld rückte Robin Heußer für den angeschlagenen Lino Tempelmann in die Startelf. In der Spitze startete Sidi Sané anstelle des zuletzt in Nürnberg gestarteten Levente Szabo. Die Partie: Im EINTRACHT-STADION erwartete die Zuschauer ein Duell zweier Teams, die unter unterschiedlichen Vorzeichen antraten. Bochum reiste mit Selbstvertrauen aufgrund der positiven Bilanz aus den letzten Partien an. Für die Löwen war es ein Heimspiel, wo sie die drei Punkte zuhause zu behalten wollten. Beide Teams starteten ausgeglichen in die Partie und suchten ihre Möglichkeiten in der Offensive. Die erste Bochumer Ecke führte schließlich zur frühen Gästeführung. Lenz köpft den Ball an die Unterkante der Latte, von wo das Leder ins Netz sprang (7‘). Die Backhaus-Elf war um eine schnelle Antwort bemüht. Contehs Schuss konnte Horn nur nach vorne abwehren, sodass Bell Bell die Chance zum Nachschuss erhielt, der jedoch an die Latte klatschte (9‘). Die Hausherren blieben auch in der Folgezeit offensiv aktiv. Das hohe Pressing der Blau-Gelben zwang den VfL in die Verteidigerrolle und verhinderte weitere Chancen der Gäste. Die vielen Abschlussversuche der Löwen wurden immer wieder geblockt. So auch in der 25. Spielminute, als sich Noah Loosli in den Schuss von Sidi Sane warf. Die Backhaus-Elf setzte die Gäste aus dem Ruhrgebiet offensiv unter Druck, doch es fehlte teilweise das Quäntchen Glück. Kurz vor der Halbzeit brandete Jubel im EINTRACHT-STADION auf. Der Ball lag im Bochumer Tor, nachdem Max Marie das Leder wuchtig in die Maschen gedroschen hatte. Zum Leidwesen der Löwen und ihrem Anhang, zeigte der Linienrichter eine Abseitsstellung an, die der VAR kurze Zeit später bestätigte (45‘). Mit dem knappen Rückstand ging es in die Halbzeitpause. Aus der Pause kamen beide Teams ohne personelle Wechsel. Während der VfL Bochum in Halbzeit eins eher in der Defensive gefordert war, kamen die Gäste deutlich aggressiver aus der Kabine. Die Rösler-Elf erspielte sich nach dem Seitenwechsel weitere Torchancen, konnte aber aus seinen vielen Ecke kein Kapital schlagen. Nachdem Hoffmann einen weiteren Gegentreffer durch Strompf verhinderte (58‘), musste der Ex-Löwe kurze Zeit später minutenlang behandelt werden. In der 73. Minute bekamen die Löwen das Spielgerät nicht unter Kontrolle und Philipp Hofmann nutzte die Chance, um Francis Onyeka in Szene zu setzen. Der 18-Jährige lief in der Folge frei auf Hoffmann zu und schob zum 0:2 ein (73‘). Die Löwen gaben sich trotzdem nicht geschlagen und zeigten weiterhin Kampfgast. Allerdings zogen sich die Bochumer weit zurück und machten damit die Räume um den eigenen Strafraum eng. Die größte Möglichkeit zum Anschluss bekamen die Blau-Gelben in der Nachspielzeit. Nach einem Foul von Loosli an Sebastian Polter zeigte Referee Konrad Oldhafer auf den Punkt. Der Gefoulte stellte sich der Verantwortung, aber Timo Horn ahnte die Ecke und hielt den Elfmeter. Am Ende musste sich die Eintracht gegen den Tabellennachbarn mit 0:2 geschlagen gegeben. Nach der Länderspielpause treten die Löwen auswärts bei Hertha BSC an. Anpfiff der Partie ist am 21.11.2025 um 18:30 Uhr. Das Spiel im Stenogramm: Eintracht Hoffmann – Nkoa, Flick, Marie (Ramsak, 63‘), Bell Bell, Di Michele Sánchez, Sané (Polter, 86‘), Köhler (C), Heußer (Kaufmann, 86‘), Conteh (Szabo, 71‘), Gómez (Aydin, 71‘). VfL Bochum Horn (C) – Strompf, Wätjen (Miyoshi, 71‘), Holtmann (Hofmann, 71‘), Loosli, Onyeka, Pannewig, Alfa-Ruprecht (Passlack, 81‘), Wittek, Lenz (Kwarteng, 87‘), Morgalla. Tore 0:1 Lenz (7') 0:2 Onyeka (73') Gelbe Karten: Gómez, Köhler, Aydin / Loosli, Wittek, Morgalla Besondere Vorkommnisse: Polter vergibt Foulelfmeter (90‘+7) Zuschauerzahl: 21.455 (davon 2.394 Gästefans)

Nachwuchslöwe schnürt Viererpack

Am vergangenen Wochenende war die U23 beim BSV Rehden zu Gast. Mit neu aufgestelltem Trainerteam konnte die Mannschaft den wichtigen zweiten Saisonsieg einfahren, und verließ damit den letzten Tabellenplatz. Heute ging es mit einem besonderen Duell weiter: Die Nachwuchslöwen trafen auf Ligakonkurrenten MTV Wolfenbüttel. Trainiert von Löwen-Legende Deniz Dogan, spielen die Wolfenbütteler als Aufsteiger eine beachtliche Saison. Gegen den MTV gab es damit auch ein spannendes Trainerduell: Reichel und Dogan teilten viele Jahre die gleichen Ziele und Kabine. Vor der Partie stand der Gast mit 14 Punkten aus zwölf Spielen auf Tabellenplatz zwölf, musste zuletzt aber bereits Federn lassen. Mit einer veränderten Startelf im Vergleich zur vergangenen Partie starteten die Löwen gegen den Nachbarn aus Wolfenbüttel. Neu dabei: Bjarne Thoelke. Der zuletzt beim 1. FC Saarbrücken aktive Ex-Profi feierte sein Debüt für unsere U23. Zuvor vereinslos, soll der 33-Jährige für mehr defensive Stabilität bei den Löwen sorgen. Herzlich willkommen an der Hamburger Straße, Bjarne! Nur 20 Kilometer entfernt voneinander liegen die Stadien beider Teams, und damit traten auch wie erwartet zahlreiche Wolfenbütteler den Weg in die Rheingoldarena an, um ihre Mannschaft am Freitagabend zu unterstützen. Sehr gut ins Spiel gestartet, musste die Eintracht bereits in der ersten Minute einen kurzen Schockmoment wegstecken. Nach einer Flanke von der linken Seite, verpasste der MTV die Führung nur knapp. Nur neun Minuten und eine kurze Spielunterbrechung aufgrund der sich selbständig gemachten Sprinkleranlage der Rheingoldarena später, war es die Eintracht, die den ersten Treffer der Partie markierte. Nach einer Ecke von der rechten Seite, verlor die Defensive der Gäste den eingelaufenen Amer Buljubasic komplett aus den Augen. Dieser köpfte überlegt zur 1:0-Führung ein. Was folgte, war eine Chancenflut der Eintracht: In Minute 18 ist es erneut Buljubasic, dem der Ball, nachdem der MTV einen Angriff der Eintracht über die rechte Seite nicht geklärt bekommen hatte, vor die Füße fiel und so humorlos zum 2:0 aus rund 13 Metern unten rechts einschob. In dieser Phase, in der nur die Löwen spielten, war plötzlich Marko Rajkovacic auf der Linie gefragt. Eintracht's Profi-Keeper, der heute für die U23 zum Einsatz kam, parierte mit einem überragenden Reflex eine Wolfenbütteler Großchance aus rund acht Metern und verhinderte so den Anschlusstreffer. Doch Verunsicherung war bei den Blau-Gelben nicht zu spüren, ganz im Gegenteil: Nach einigen weiteren guten Chancen, inklusive eines Lattentreffers, setze sich die Eintracht in Minute 41 in Person von Mohamed Dräger erneut über rechts durch. Mit einer überlegten Ablage in den Rückraum, in dem Basim El-Haj bereits lauerte, nahm sich dieser ein Herz und hämmerte den Ball kraftvoll zur 3:0-Führung unter die Latte. Nur wenige Minuten später verpassten die Löwen sogar Tor Nr. 4. Nach einem Ballgewinn auf Höhe der Mittelinie wurde Robin Placinta auf die Reise Richtung Tor des Gastes geschickt. Frei vor dem Wolfenbütteler Schlussmann entschied sich der Youngster für einen Lupfer über seinen Gegenspieler: Der Ball landete allerdings auf und nicht im Tornetz. In der durch die Unterbrechung langen Nachspielzeit der ersten Hälfte passierte nichts mehr. Die Elf von Interimstrainer Ken Reichel ging somit mit einer 3:0-Führung in die Pause. Und war erneut unaufmerksam zum Anpfiff der zweiten Halbzeit. Wieder nur einige Sekunden nach Spielfortsetzung lies die Eintracht eine gefährliche Situation zu, die dieses Mal nicht von Schlussmann Rajkovacic entschärft werden konnte. In einer Kopie der 2:0-Führung unserer Löwen ist es nun die Offensive der Wolfenbütteler, die sich über rechts durchkombinierte und so im Rückraum den eingewechselten Marvin Oktay fand. Problemlos erzielte der Sommerneuzugang den 3:1-Anschlusstreffer, der aber keine größeren Folgen mit sich brachte. Denn: Zweifel am dritten Saisonsieg ließ die Reichel-Elf nicht mehr aufkommen. Weiter dominant auftretend, belohnte sich die Mannschaft frühzeitig Mitte der zweiten Halbzeit mit zwei weiteren Treffern. Auf gutes Stellungsspiel nach einem Freistoß beim vierten Tor, folgte ein sauber ausgespielt und veredelter Konter, durch ein und denselben Torschützen: Amer Buljubasic. Der 19-jährige Stürmer schnürte vor rund 500 Zuschauern einen Viererpack und krönte sich so zum Matchwinner des Lokalduells. „Mich freut es unglaublich für den Jungen, das war heute der Ertrag für die harte Arbeit, die er schon die gesamte Saison leistet“, lobte Reichel seinen Schützling nach der Begegnung. Und so konnte auch der zweite Treffer der Gäste durch Hannes Joppich in Minute 81, der Eintracht keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Die Blau-Gelben verwalteten die Partie souverän und konnten nach 90 Minuten den verdienten 5:2-Heimerfolg zusammen mit den Zuschauern feiern. Reichel, dem die Freude über die Leistung seiner Mannschaft anzusehen war, betonte nach der Partie: „Es war einfach eine geile Mannschaftsleistung. Natürlich haben wir als Trainerteam ein paar Aspekte eingebracht, aber das Lob gebührt einzig und allein den Jungs. Das was sie in den letzten zwei Partien jetzt marschiert sind und wie sie um jeden Ball gefightet haben, ist genau was es braucht, um in der Oberliga Spiele zu gewinnen.“ Durch den Sieg am Freitagabend machte die U23 wichtige Punkte auf die direkte Konkurrenz gut und hat nun nur noch vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Bereits am Mittwoch geht es für die Nachwuchslöwen weiter. Die Blau-Gelben gastieren im Wolters Flutlichtpokal bei den Freien Turnern Braunschweig. Eintracht: Rajkovacic – Schlothauer, Laatsch, El-Haj (61‘ Grumbach), Placinta, Dräger (56‘ Engler), Thoelke (69‘ Niemann), Buljubasic (87‘ Mazzone), Ziegele, Wagner (56‘ Awuah), Afonso Tore: 1:0 Buljubasic (11‘), 2:0 Buljubasic (18‘), 3:0 El-Haj (42‘), 3:1 Oktay (48‘), 4:1 Buljubasic (54‘), 5:1 Buljubasic (58‘), 5:2 Joppich (80‘) Foto: Torsten Utta

Keine Punkte in Karlsruhe!

Am dritten Spieltag der neuen Zweitligasaison verlieren die Löwen mit 0:2 (0:1) beim Karlsruher SC und lassen erstmals Punkte. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und sorgten durch Stürmer Roko Simic früh für den blau-gelben Rückstand (16'). In der Folge kämpfte sich die Eintracht allerdings zurück und drängte auf den Ausgleich. In der zweiten Hälfte bestrafte der KSC dann durch Fabian Schleusener jedoch eine Unachtsamkeit in der Defensive zum 0:2 aus Braunschweiger Sicht (57'). Für ein Comeback reichte es bei der Backhaus-Elf danach leider nicht mehr. Ausgangslage: Die Eintracht konnte oder musste nach zwei Auftaktsiegen erstmal pausieren. Die Löwen holten am ersten Spieltag einen Dreier in Magdeburg und ließen eine Woche später den Heimsieg gegen Greuther Fürth im EINTRACHT-STADION folgen. Bedingt durch das Pokal-Los gegen den VfB Stuttgart, der amtierende Titelverteidiger spielte am vergangenen Wochenende den Franz-Beckenbauer-Supercup, ruhte jedoch der Pflichtspielbetrieb. Trainer Heiner Backhaus ließ seinen Mannen dafür im “roten Bereich” trainieren, was die Intensität anging. Beim KSC sollte nun ein erfolgreicher Auftakt in die Englische Woche gelingen, denn bereits am Dienstag kommt der VfB an die Hamburger Straße. Der heutige Gegner und Hausherr aus dem Badener Land holte vier Punkte aus zwei Spielen und qualifizierte sich zuletzt beim ZFC Meuselwitz souverän mit 5:0 für die zweite Runde im DFB-Pokal. Aufstellung: Backhaus verzichtete auf Änderungen in seiner Startelf und schickte stattdessen exakt jene elf Männer auf das Feld, die vor zwei Wochen die SpVgg Greuther Fürth besiegte. Mit Elhan Kastrati debütierte ein Neuzugang im Spieltagskader, dafür blieb Marko Rajkovacic in Braunschweig. KSC-Chefcoach Christian Eichner wechselte auf einer Position im Vergleich zum Pokalsieg in Meuselwitz. Für Fabian Schleusener begann Louey Ben Farhat im Angriff. Die Partie: Mit Anpfiff weg bestimmten die Karlsruher zunächst das Geschehen, schon nach zwei Minuten köpfte Marcel Franke einen Eckball von Marvin Wanitzek knapp drüber. Die Löwen spielten zu Beginn ungenau und brachten sich so immer wieder in Bedrängnis. Ein misslungenen Spielaufbau korrigierte Kapitän Sven Köhler in höchster Not gegen Louey Ben Farhat (5‘). So folgte der Rückstand nach rund einer Viertelstunde nicht unverdient. Der KSC kombinierte sich per Doppelpass auf der rechten Seite gekonnt durch, die flache Hereingabe von Sebastian Jung versenkte Roko Simic in der Mitte ohne Probleme (16‘). Für die Mannen von Heiner Backhaus war es aber sowas wie ein Weckruf, denn plötzlich befreite sich Blau-Gelb aus dem Anfangsdruck und glich sogar schnell aus. Ein tiefer Ball auf Erencan Yardimci, ein Abschluss aufs lange Eck, und dort schob Christian Conteh ins leere Tor ein (22‘). Doch der Angreifer stand hauchzart im Abseits, der VAR kassierte das 1:1 ein. Abschlüsse von Lino Tempelmann und Fabio Di Michele Sánchez folgten postwendend, wurden aber geblockt oder von KSC-Keeper Hans Bernat pariert (23‘ und 24‘). Ein dickes Ding muss dann noch Erwähnung finden, denn einen direkten Freistoß von Mehmet Aydin kratzte erneut Bernat stark aus dem Winkel (36‘). Die Eintracht hätte sich das 1:1 zur Halbzeit verdient gehabt. Wenn der Gastgeber vorne durchbrach, wurde es jedoch immer gefährlich. Dank dem intensiven Einsatz von Max Marie gegen Simic und dem sicheren Thorben Hoffmann beim Abschluss von David Herold blieb es aber zur Halbzeit beim 0:1 aus Sicht der Löwen (44‘ und 45‘). Die Löwen kamen gut aus der Kabine und meldeten sich sogleich vorne an. Zunächst wurde der Versuch von Tempelmann geblockt, dann verzog Robin Heußer aus der zweiten Reihe (47' und 49'). Aber auch die Eichner-Elf hatte durch einen direkten Freistoß von Marvin Wanitzek eine erste Chance, das Leder ging ans Tornetz. Wenig später stand es dann 0:2. Die Löwen waren vor einer Freistoßflanke des KSC nicht aufmerksam. Die schnelle Ausführung von Wanitzek versenkte Fabian Schleusener in der Mitte im zweiten Versuch, nachdem zuvor Lukas Frenkert blockte (57'). Auf diese Tiefschlag folgte wenig später leider ein weiterer. Tempelmann wurde bei seinem Flankenversuch von Nicolai Rapp gefoult und verletzte sich dabei. Der Mittelfeldstratege musste anschließend gar mit Hilfe einer Trage in die Katakomben gebracht werden. Nach rund einer Stunde wechselten beide Teams doppelt, woraufhin die Begegnung zunehmend zerfahren wirkte. Der BTSV versuchte es zwar mehrfach, blieb dabei aber ohne Erfolg. Die in Führung liegenden Gastgeber stellten meist clever zu und ließen der Ideenentfaltung der Backhaus-Elf sehr wenig Raum. In der Nachspielzeit sah dann Verteidiger Louis Breunig noch die Rote Karte für eine Notbremse (90'+2). Somit beendeten die Löwen die Partie in Unterzahl und fahren ohne Punkte zurück an die Oker. Auf die Löwen wartet mit dem VfB Stuttgart bereits am Dienstag ein echtes Highlight im DFB-Pokal. Tickets für das Spiel gegen den Titelverteidiger von 2025 sind weiterhin an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Spiel im Stenogramm: Karlsruher SC Bernat - Jung, Rapp (78' Beifus), Simic (59' Pedrosa), Wanitzek (C), Müller (78' Geller), Ben Farhat (17' Schleusener), Herold, Kobald, Egloff (59' Burnic), Franke. Eintracht Hoffmann – Aydin, Yardimci (80' Polter), Marie (80' Sané), Tempelmann (63' Gómez), Ehlers, Di Michele Sánchez (63' Szabó), Köhler (C), Frenkert, Heußer, Conteh (88' Kaufmann). Tore: 1:0 Simic (16') 2:0 Schleusener (57') Gelbe Karten: Simic, Egloff, Rapp / Breunig, Szabó, Heußer, Yardimci Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Louis Breunig (90'+2/Notbremse) Schiedsrichter: Felix Wagner Zuschauer im BBBank Wildpark: 27.394 (davon 1.079 Eintracht-Fans)

Eintracht U23 leiht Adem Sipic von Nashville SC aus

Die U23 von Eintracht Braunschweig verstärkt sich bis zum Sommer mit Adem Sipic. Der 19-jährige Stürmer wechselt auf Leihbasis von Nashville SC an die Oker und soll künftig das Offensivspiel der Oberligamannschaft bereichern. Sipic steht bei Nashville SC unter Vertrag und kam dort überwiegend für das Farmteam zum Einsatz, das in seiner Struktur mit einer U23-Mannschaft vergleichbar ist. Nach mehreren Einheiten als Probespieler, in denen Sipic einen positiven Eindruck hinterließ, entschieden sich die Verantwortlichen für die Verpflichtung auf Leihbasis. Cheftrainer Ken Reichel sieht in dem Stürmer eine echte Verstärkung: „Adem ist ein Stürmer mit sehr gutem Torabschluss und einem ausgeprägten Instinkt für gefährliche Situationen. Er war bei einigen Einheiten als Probespieler dabei und hat dabei einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Man hat schnell gemerkt, dass er uns auf der Stürmerposition weiterhelfen kann.“ Nicht nur sportlich sondern auch menschlich hat sich Sipic schnell in seinem neuen Team eingefunden. „Er hat sich bereits gut in die Gruppe integriert und bringt Eigenschaften mit, die unserem Spiel guttun. Bis zum Sommer ist er ausgeliehen, danach werden wir gemeinsam schauen, wie es weitergeht“, so Reichel weiter.

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